Flughafen Wien

Flughafen Wien (-Schwechat)
Vienna International Airport Logo.svg
Der Flughafen Wien aus der Luft (2011)
Kenndaten
ICAO-Code LOWW
IATA-Code VIE
Koordinaten
48° 6′ 37″ N, 16° 34′ 11″ O48.11027777777816.569722222222183Koordinaten: 48° 6′ 37″ N, 16° 34′ 11″ O
183 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 18 km südöstlich von Wien
Straße A4 Ostautobahn,
B9 Pressburger Straße
Nahverkehr CAT S 7
Basisdaten
Eröffnung 1954
Betreiber Flughafen Wien AG
Fläche 1000 ha
Terminals 4
Passagiere 21.106.292 (2011)[1]
Luftfracht 277.784 t (2011)
Flug-
bewegungen
246.157 (2011)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
30.000.000 (2012)
Beschäftigte 4.266 (2010, in der Flughafen-Wien-Gruppe)[2]
Start- und Landebahnen
11/29 3500 m × 45 m Bitumen
16/34 3600 m × 45 m Bitumen
11R/29L 3680 m × 60 m Asphalt (geplant)

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Der Flughafen Wien (IATA: VIE, ICAO: LOWW), rechtlich Flughafen Wien-Schwechat,[3] englisch Vienna International Airport genannt, ist der größte und bekannteste österreichische Flughafen. Er ist Heimatflughafen und Drehkreuz der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines und der Air Berlin-Tochter NIKI. Er befindet sich auf dem Gebiet der südöstlich an Wien angrenzenden Stadt Schwechat und wurde 1938 zunächst als Militärflugplatz in Betrieb genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er die Rolle des Flughafens für Wien vom Flughafen Aspern. Der Flughafen verfügt über einen Terminal mit vier Check-in-Bereichen, bis 2012 Terminals genannt, und über zwei Start- und Landebahnen. Der Flughafen ist ein Knotenpunkt bei Flügen vor allem nach Osteuropa und in den Nahen Osten und der größte Arbeitgeber der Ostregion Österreichs. 73 Fluggesellschaften verbinden ihn mit 174 Zielen weltweit. Betrieben wird er von der börsennotierten Flughafen Wien AG.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Verkehrsanbindung

Bahnhof Flughafen Wien; ganz links im Bild der Bahnsteig des CAT
Unterirdische Zugangspassage zu Parkhaus 4 und Parkplatz C
PKW-Einfahrt von Parkhaus 4

Der Flughafen Wien befindet sich im niederösterreichischen Schwechat, einer 16 km südöstlich von Wiens Zentrum gelegenen Stadtgemeinde, und 49 km westlich von der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Pressburg) auf 183 Meter Höhe über Adria.

Der Flughafen ist an das öffentliche Verkehrsnetz vor allem durch die S-Bahn angebunden, die im Halbstundentakt fährt. Die Linie S7 verbindet den Flughafen mit dem Umsteigeknoten Wien Mitte in 24 Minuten. Sie hält in allen Stationen entlang der Strecke. Die S-Bahn ist tarifmäßig Teil des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR), der Flughafen daher mit ihr besonders preisgünstig zu erreichen (€ 4,00).

Der City Airport Train (CAT) verbindet den Flughafen ebenfalls im (gegenüber der S-Bahn versetzten) Halbstundentakt mit dem Bahnhof Wien Mitte, jedoch ohne Zwischenhalte und deswegen mit 8 Minuten geringerer Fahrzeit. Der Zug benützt dieselben Gleise wie die S-Bahn, nützt jedoch an beiden Bahnhöfen separate Bahnsteige. Für den CAT gilt ein besonderer Tarif. Im City Air Terminal (beim Bahnhof Wien Mitte) im Stadtzentrum können Passagiere der Star Alliance, der Air-Berlin-Gruppe und mehrerer anderer Fluglinien[4] für ihren Flug einchecken und auch das Gepäck aufgeben. Der City Airport Train fährt von 06:05-23:35 im 30-Minuten-Takt innerhalb von 16 Minuten zum Bahnhof Wien Mitte (Einfache Fahrt: € 11,00).

Der Anschluss des Flughafens an die Ostbahn durch die so genannte Götzendorfer Spange, eine Neubaustrecke der Bahn, sollte auch von Bratislava (Pressburg) aus schnellen Bahnverkehr (z.B. CAT) zum Flughafen Wien ermöglichen. Das Projekt wurde 2012 in Hinblick auf die Budgetkonsolidierung des Staates und die damit verbundenen Einsparungserfordernisse bei den ÖBB als derzeit nicht finanzierbar bezeichnet.

Die Autobusse der Vienna Airport Lines, einer Marke der ÖBB-Postbus-GmbH, verkehren von mehreren Punkten in Wien aus (unter anderem Schwedenplatz / Morzinplatz, Bahnhof Meidling, Westbahnhof, UNO-City) direkt oder mit wenigen Haltestellen (nicht im Verkehrsverbund) zum Flughafen. Der Flughafenbus fährt ganztägig, je nach Haltestelle in der Innenstadt tagsüber im 30-Minuten-Takt, nachts nur Einzelfahrten (nur von ausgewählten Haltestellen) in 20 bis 45 Minuten (Einfache Fahrt: € 8,00). Außerdem gibt es Busverbindungen mit den ÖBB (stündlich) sowie Eurolines und Orangeways nach Budapest, Bratislava, Brno, Prag und zum Flughafen Bratislava. Die Busse fahren vom Busbahnhof vor der Ankunftshalle ab.

An das Straßennetz ist der Flughafen durch die A4 (Ostautobahn) und die ehemalige Bundes- und nunmehrige Landesstraße 9 (Pressburger Straße) angeschlossen.

Alle gängigen Autovermietungen (wie Europcar, Avis und Hertz) haben ihre Büros im Terminal. Das Mietwagenzentrum befindet sich im Parkhaus 4. Das Carsharingunternehmen Car2go bietet seit Sommer 2012 eine Ausleihmöglichkeit Flughafen an. Auf reservierten Parkplätzen im Parkhaus 4, können die Leihwägen abgeholt oder abgestellt werden.[5] Darüber hinaus stehen Taxis vor der Ankunftshalle rund um die Uhr zur Verfügung. Im Durchschnitt dauert die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt ca. 20-40 Minuten, abhängig vom Zielort in Wien beträgt der Preis € 25,00 bis € 40,00. [6]

Parkplatzbereiche

Auf dem Flughafengelände stehen für Passagiere die Parkhäuser 3 und 4 sowie der Freiluftparkplatz C zur Verfügung. Zwei Kurzparkplätze, „K1“ (auf der Abflugebene) und „K3“ (auf der Ankunftsebene), befinden sich direkt vor den Terminalzugängen. Die Bereiche sind unterirdisch oder wettergeschützt mit dem Terminal verbunden und bieten Stellflächen für über 23.000 Pkw. Parkhaus 4 ist mit dem Auto auch von der Abflugebene direkt zu erreichen und kann zudem 44 Reisebusse aufnehmen. [7] Der „Mazur-Parkplatz“ beim VIP-GAC wird nicht vom Flughafen betrieben, ist jedoch mittels einem Shuttlebus an die übrigen Abfertigungsbereiche angeschlossen. In die Parkhäuser 7 und 8 sind nur Flughafenmitarbeiter einfahrtsberechtigt.

Geschichte

Gründung als Militärflugplatz

Der Flughafen wurde ab 14. Mai 1938 (Spatenstich) als Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe von Christoph Miller gebaut[8] und als „Luftwaffenstützpunkt Schwechat – Ost“/„Heidfeld“ bezeichnet. Es wurden fünf Hallen, eine Flugzeugwerft, mehrere Mannschaftsgebäude und eine Großgarage errichtet. Die Jagdfliegerschule 5 war hier untergebracht. 1942 wurden Teile der Anlage den Heinkel-Werken (Rostock) übergeben, die hier Flugzeuge produzierten (Heinkel He 219 und He 162 „Volksjäger“). Zu diesem Zweck wurden ein Kompensierplatz und eine Einschussanlage errichtet, dazu kamen noch mehrere Hallen. Das gesamte Heinkel-Planungsbüro wurde hierher übersiedelt. Teile des Flughafens dienten ab 7. Dezember 1944 als Konzentrationslager (KZ-Schwechat II „Santa“), in dem Häftlinge untergebracht waren, die für die Heinkel-Werke und für die Brauerei Liesing / „Ostmärkische Brau AG“ arbeiteten. Aus der Zeit vor 1945 sind auch heute noch drei Hangars am Rollfeld erhalten (Objekte 210, 220 und 230), sowie zwei Verwaltungsgebäude (Objekte 610 und 620).

Im Herbst 1945 wurde die Anlage vereinbarungsgemäß von den britischen Besatzungstruppen übernommen, obwohl sie in der sowjetisch besetzten Zone Österreichs lag. Die Briten richteten die Royal Air Force Station Schwechat (RAF Schwechat) ein, ab 1946 flog British European Airways Wien im Linienbetrieb an. Auch die französische Besatzungsmacht nutzte den Flugplatz.[9] Die Sowjets nutzten den historischen Wiener Flughafen Aspern, die US-Amerikaner den heutigen Militärflugplatz Langenlebarn. Ab 1953 erfolgte die Abfertigung durch die Austrian Handling Unit, aus der die Wiener Flughafenbetriebsgesellschaft hervorging.[10]

Ziviler Ausbau ab 1954

Wiens Flughafen von 1912-1977: Das ehemalige Flugfeld Aspern (2007)

Am 11. Dezember 1953 wurde die Wiener Flughafenbetriebsgesellschaft gegründet und übernahm am 1. Jänner 1954 Verwaltung und Abfertigung. Im selben Jahr wurde hierfür das erste Abfertigungsgebäude errichtet. Das markante Bauwerk mit Kontrollturm (Objekt 240) ist bis heute erhalten und beherbergte bis 2009 die Feuerwache. Erste Gesellschafter der heutigen Flughafen Wien AG waren bis 1992 die Republik Österreich (50 %) und die Bundesländer Wien und Niederösterreich (je 25 %).[10] Die damals einzige Start- und Landebahn (Richtung: 11/29, das ist im Winkel von 110 und 290 Grad zum Norden) wurde 1954/1955 auf 2000 m und 1959 auf 3000 m verlängert. 1956–1960 wurde ein neues Abfertigungsgebäude, der heutige Check-in 2, errichtet[10] und am 17. Juni 1960 eröffnet.

1962 begannen die Planungen für eine zweite Landebahn (3600 m, Richtung: 16/34), welche 1972 vom Verkehrsministerium bewilligt und am 6. Oktober 1977 eröffnet wurde. Mit der Eröffnung der Piste wurde der Flughafen Aspern endgültig geschlossen. Ebenfalls 1977 wurde ein General Aviation Center (GAC) und zwei Jahre später, 1979, ein VIP- und Business-Center in Betrieb genommen. Wichtigstes Nahverkehrsmittel zum Flughafen waren damals Linienautobusse der ÖBB, die alle 20 Minuten bei der City Air Terminal genannten Abfahrtsstelle beim Hilton-Hotel neben dem heutigen Bahnhof Wien Mitte abfuhren. Weitere Investitionen in den 1970er Jahren waren das erste Werftgebäude für Austrian Airlines, eine Frachtimporthalle und der unterirdische Flughafenbahnhof.[10]

Im Jahr 1982 erfolgte die Anbindung des Flughafens an die Ostautobahn A 4. 1986 wurde der erweiterte Ankunftsbereich eröffnet. Er war bis 5. Juni 2012 in Betrieb. In der Zeit vor der Öffnung des Eisernen Vorhanges wurde der Flughafen von Fluggästen aus dem Ostblock aufgrund der Neutralität Österreichs gerne benützt. 1986 begann der Bau von Pier Ost, der 1988 in Betrieb ging. Er wurde damals, noch ohne den heutigen dominanten Mitteltrakt, mittels einer schlanken Brücke (ähnlich jener am Pier West) an die bestehende Abfertigungshalle (heute Check-in 2) angeschlossen. Im Jahr 1992 wurde der Check-in 1 (damals noch als Terminal 1) und die angrenzende „Shopping Arcade“, eine Geschäftspassage, errichtet. Noch im Jahr 1988 wurde der weitere Ausbau (Pier West und der Shoppingbereich der B-, C- und D-Flugsteige) erstmals geplant. Zu dieser Zeit wurden jährlich etwa 4,6 Millionen Passagiere abgefertigt. Da die Wachstumsschätzungen und die strategischen Ziele für das Jahr 2000 deutlich höher lagen als ursprünglich angenommen, wurden die geplanten Erweiterungen neu dimensioniert, von 9.000 m² auf 25.000 m² Nutzfläche.

Der erste Teil dieser Erweiterung, der heutige Transitbereich der B-, C- und D-Flugsteige rund um die Airport Plaza, wurde 1993 seiner Bestimmung übergeben. 1996 wurde schließlich der Pier West fertiggestellt. Alle diese Anlagen wurden vom niederösterreichischen Architekten Franz Fehringer konzipiert.[11][12][13]

Betrieb im 21. Jahrhundert

Rechts der 109 Meter hohe neue Tower; das alte Gebäude im Vordergrund wurde 2005 abgerissen.

Seit der EU-Erweiterung 2004 sind nicht nur die Passagierzahlen, sondern auch die Frachtmengen stark angestiegen, da der Flughafen logistisches Zentrum vieler Firmen wurde, die von hier aus den gesamten Raum des früheren Ostblocks bedienen. Der Flughafen hat sich außerdem zunehmend zu einer Drehscheibe nach Osteuropa, den Nahen und Mittleren Osten sowie für Langstreckenflüge entwickelt. So bedient Korean Air seit 15. September 2007 Seoul dreimal wöchentlich mit einem Direktflug. 2011 wurden 40 Osteuropadestinationen direkt angeflogen (zum Vergleich: In Frankfurt waren es nur 35).[14] Des Weiteren ist die Präsenz vieler Billigfluggesellschaften gestiegen. Seit 2007 fliegt beispielsweise die britische Fluglinie easyJet Wien an. SkyEurope nahm den Betrieb hier ebenfalls 2007 auf, musste ihn aber am 1. September 2009 wegen Insolvenz einstellen.

Im September 2005 wurde der neue Flugsicherungstower eröffnet. Mit 109 m ist er der höchste in Europa und der vierthöchste weltweit - nach Bangkok (132,2 m), Kuala Lumpur (132 m) und Atlanta (121 m). In den Jahren 2004-2007 wurde der Office Park errichtet und etappenweise in Betrieb genommen. 2006 erfolgte die Eröffnung des neuen VIP und General Aviation Terminals. Im gleichen Jahr wurde auf dem Gelände des Flughafens das Pilotentrainingszentrum Lufthansa Flight Training errichtet. Für die Piloten der Austrian, die bis dahin ihre Trainings im Ausland absolvieren mussten, steht dieses Zentrum ebenfalls zur Verfügung. Heute ist es Teil des Vienna Aviation Campus.

2011 wurden über 21 Millionen Passagiere abgefertigt, davon 6,5 Millionen Transferpassagiere, ein neuer Passagierrekord. 2012 wurde der neue „Austrian Star Alliance Terminal“ (Projektname Skylink) als Check-in 3 in Betrieb genommen und damit die Terminalfläche verdoppelt.[15]

Flughafenanlagen

Die Check-in- und Gate-Bereiche des Flughafens

Terminal

Die Flughafen Wien AG ist Errichter, Eigentümer und Betreiber des Terminalgebäudes. Um dem Wunsch nach kurzen Transferzeiten nachzukommen, sind die Gebäudeteile untereinander verbunden. Am Flughafen Wien nennt man eine Mindestumsteigezeit von 25 Minuten (innerhalb von Star-Alliance-Flügen) bis 30 Minuten.[16][17]

Mit der offiziellen Inbetriebnahme des Austrian Star Alliance Terminal (ehemals Skylink) wurde die Bezeichnung Terminal am Flughafen Wien zugunsten von Check-in 1, 1A und 2 (bis dahin: Terminal 1, 1A und 2) aufgegeben. Die Terminalerweiterung wurde folglich als Check-in 3 in den Bestand eingegliedert und wird in der Werbung Austrian Star Alliance Terminal genannt. [18][19]

Check-in-Bereiche

Check-in 1
Check-in 1

Die architektonische Gestaltung des 1992 errichteten Gebäudes ist durch den in den sechziger Jahren erbauten Check-in 2 beeinflusst. Abgesehen von ihren Abmessungen gleichen sich die Gebäude von der Vorfahrt aus gesehen. Im Inneren erinnert jedoch nur das zum Flugfeld gestreckte, leicht durchhängende Dach an den Nachbarbau. Auffällig ist die aufwändig ausgeführte Deckenuntersicht der Halle. Sie ist mit zahlreichen Lichtpunkten und Formen versehen. Die eigentlichen Dachflächenfenster sind vom Innenraum nicht als solche wahrnehmbar. Die ursprünglich aufgestellten Sitzmöbel wurden aufgrund des zunehmenden Passagieraufkommens im Laufe der Jahre zugunsten zusätzlicher Anstellflächen entfernt. Hier befanden sich bis Anfang Juni 2012 unter anderen alle Schalter der Austrian Airlines Group. Bis voraussichtlich Ende 2012 findet hier aufgrund von Renovierungsarbeiten keine Passagierabfertigung statt. Zukünftig werden hauptsächlich Air Berlin und NIKI diesen Check-in-Bereich nutzen. Die hier befindlichen Büros einiger Fluggesellschaften wurden schon vor den Arbeiten abgesiedelt. Die „Shopping Arcade“ und der Zugang zu Parkhaus 3 schließen westlich unmittelbar an die Schalterhalle an. Diese Einrichtungen sind von den aktuellen Umbauarbeiten nicht betroffen.

Check-in 1A
Check-in 1A

Aufgrund des zunehmenden Passagierwachstums wurden 2005 für die Zeit bis zur Eröffnung der Flughafenerweiterung zusätzliche Check-in-Kapazitäten geschaffen, ursprünglich nur für die Dauer von drei Jahren gedacht. Das Provisorium entstand auf einem Parkdeck direkt gegenüber von Check-in 1. Es dient derzeit noch als Abfertigungsbereich für Air Berlin, Niki und einige andere Billigfluglinien. Die Halle ist vom Architekturbüro Baumschlager & Eberle als Stahlrahmenkonstruktion mit einer transluzenten Oberfläche konzipiert.

Check-in 2
Alte Abfertigungshalle aus den 1960ern, heute Check-in 2

Das 1960 fertiggestellte Gebäude war bis zur Errichtung von Check-in 1 die einzige Abflughalle des Flughafens. Hier wurden ankommende und abfliegende Reisende abgefertigt; später jedoch nur mehr die Abfliegenden. Richtung Vorfeld war sie mit einer schrägen Glasfassade versehen, von der heute wegen des südlichen Erweiterungsbaus nur noch die oberste Fensterreihe sichtbar ist. Dem Gebäude waren bis in die siebziger Jahre großzügige Terrassen vorgelagert, von denen aus Zuschauer im Freien das Geschehen beobachten und abfliegenden Passagieren zuwinken konnten, die über das Vorfeld gingen. Diese Anlagen wurden mit dem Bau des Piers Ost sukzessive verkleinert und mit der Errichtung des Piers West endgültig geschliffen. Der großzügige Eindruck der Halle mit ihrem geschwungenen Dach ging durch zahlreiche Um- und Ausbauten bis heute weitgehend verloren. Zwar befinden sich die Check-in-Schalter seit Anfangszeiten an denselben Stellen, die Errichtung der Gepäckförderanlage machte jedoch den Einbau von Zwischenwänden hinter den Schaltern notwendig. Damit ging die Durchsicht zum Flugfeld verloren. Außerdem erstrecken sich die in den neunziger Jahren neu gebauten Verkaufsbereiche bis in das alte Gebäude. Die heutigen Bordkartenkontrollen der Abflugbereiche B, C und D liegen somit beinahe im Mittelteil der Halle. Dadurch ist der Bereich Richtung Zu- und Abfahrt kleiner als eigentlich möglich bemessen. Auch aufgrund der für heutige Verhältnisse zu kleinen Anstellflächen werden im Check-in 2 derzeit nur wenige Fluggesellschaften abgefertigt. Dessen ungeachtet betreuen hier unter anderen British Airways und Aeroflot ihre Fluggäste. Im Jahr 2011 wurde das Gebäudedach saniert und neu abgedichtet, da es in den letzten Jahren vermehrt zu Wassereinbrüchen kam.

Check-in 3
Check-in 3

Seit dem 5. Juni 2012 nutzen die Austrian Airlines Group, Emirates, Qatar Airways und ein Großteil der Star-Alliance-Mitglieder den ursprünglich unter dem Projektnamen Skylink errichteten Neubau.[20] Er wird nun werblich „Austrian Star Alliance Terminal“ genannt und ist als Check-in 3 beschildert.[19]

Der Terminalbereich ist 270 m lang und hat eine Fläche von 76.000 m². Der sichelartige Bau gliedert sich in zwei Hallen. Die landseitige wird auf Ebene 0 für alle Ankünfte genutzt. Hier befinden sich mehrere Geschäfts- und Gastronomieflächen und zudem die direkte Verbindung zu dem teilweise bereits neu gebauten Flughafenbahnhof.[21] In der luftseitigen Halle befinden sich auf Ebene 1 64 Check-in-Schalter und die zentrale Sicherheitskontrolle. Zu den Schaltern gelangen die abfliegenden Passagiere über mehrere Brücken, die den neuen zentralen Ankunftsbereich überspannen. Die beiden Hallen sind durch einen Bürotrakt getrennt, wo sich unter anderem auch die Warteräume der F- und G-Flugsteige befinden. Nach Passieren der Kontrollen werden die Passagiere auf die Schengen- und Non-Schengen-Ebenen aufgeteilt. Über die gesamte luftseitige Dachhälfte des Terminals erstreckt sich eine Besucherterrasse.

Gebäudetechnik

Im Austrian Star Alliance Terminal kommt ein spezielles Steuerungssystem für die rund 2000 Sicherheitstüren zum Einsatz. Durch das drei-Ebenen-Konzept (Abflug Schengen, Ankunft, Abflug Non-Schengen) und die vorgeschriebene Trennung von ankommenden und abfliegenden Fluggästen, muss der Passagier im Gebäude richtig geleitet werden und sichergestellt sein, dass sich die Personenströme nicht vermischen. Je nach Flugziel werden durch die Software bestimmte Türen automatisch geöffnet/geschlossen, Rolltreppen fahren nur in eine bestimmte Richtung und Aufzüge dürfen nur an bestimmten Punkten halten. Im Notfall müssen natürlich sämtliche Fluchtwege offen sein. Vor einem Boardingvorgang beispielsweise werden durch das Personal die Zugangswege zum Flugzeug überprüft, erst dann aktiviert das System die bestimmte Route.[22]

Die Daten der Kameras im Gebäude werden ebenfalls durch eine Software mit „künstlicher Intelligenz“ ausgewertet. Sie dient dazu gefährliche Situationen (wie beispielsweise herrenlose Gepäckstücke oder die Bewegung in unerlaubte Richtung) aufzuspüren und dem Sicherheitspersonal zu melden. Um Stauungen zu vermeiden, wird darüber hinaus die Geschwindigkeit und Gehrichtung der Passagiere analysiert. Sämtliche gelieferten Daten werden nicht personenbezogen ausgewertet, dem Schutz der Privatsphäre wird somit Rechnung getragen.[23]

Bauhistorie und Bauskandal um das Terminal

Der umfangreiche Terminalneubau mit dem Projektnamen Skylink wurde 2004 offiziell angekündigt, die Grundsteinlegung erfolgte 2006. Für den Entwurf des Gebäudes waren das Vorarlberger Büro Baumschlager & Eberle und das Schweizer Büro Itten+Brechbühl verantwortlich. Die Eröffnung von Skylink war ursprünglich für 2008 vorgesehen, Schwierigkeiten in der Projektsteuerung führten jedoch zu Verschiebungen des Termins. Daneben wurden auch Kostensteigerungen bekannt.[24] Am 30. Juni 2009 wurde der Bau gestoppt, um Verträge mit Lieferanten und Konsulenten neu zu verhandeln und die befürchtete enorme Kostensteigerung nicht in vollem Umfang eintreten zu lassen. Im Juli 2009 stellte sich heraus, dass das für den Flughafen geltende Bundesvergabegesetz außer Acht gelassen worden war. Der Rechnungshof prüfte das Vorhaben ab Oktober 2009.[25] Weiters wurden in einer gerichtlichen Beweissicherung im Auftrag der Flughafen Wien AG nach Angaben der Zeitschrift „Format“ 3.000 Baumängel festgestellt.[26] Am 29. Jänner 2010 erklärte das Bundesvergabeamt den Zuschlag für die Bauaufsicht für nichtig.[27][28] Außerdem gebe es Klärungsbedarf bezüglich der Neuausschreibung oder Verlängerung der im Juni 2009 stornierten Verträge.[29] Nach Angaben der Projektleitung wurden die Bauarbeiten mit einer neuen Bauaufsicht mit Februar 2010 wieder aufgenommen. Als ungefährdet angesehen wurden die Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2012 und eine Kosten-Obergrenze von 830 Millionen Euro.[30]

Im Juni 2010 schrieb das Wiener Nachrichtenmagazin Profil, das Bauwerk sei zu einem „Mahnmal beispielloser Misswirtschaft“ geworden, das „den Flughafen in die wohl schwerste Krise seiner Geschichte gestürzt hat“.[31] Im Oktober 2011 ging man von einer Kostensenkung auf „deutlich“ unter 800 Millionen Euro aus.[32] Insgesamt wurde im März 2012 mit Gesamtkosten von 760 Millionen Euro gerechnet.

Nach dem operativen Probebetrieb von 5. Jänner bis 26. April 2012 wurde der Terminal am 5. Juni 2012 eröffnet.[33][34] Am 30. Mai 2012, wenige Tage vor der Inbetriebnahme, wurde vom Flughafen bekanntgegeben, dass man sich vom (Projekt-)Namen Skylink trennt. Der Neubau wurde organisatorisch unter dem Begriff Check-in 3 in den Bestand eingegliedert. Austrian Airlines nennen das Gebäude Austrian Star Alliance Terminal[35] Am 21. Juni 2012 fand in Anwesenheit der Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich, Michael Häupl und Erwin Pröll, die offizielle Eröffnungszeremonie statt.[36][37] In der Folge wurden in Wiener Medien diverse Fehler des neuen Gebäudes, unter anderem der Mangel an Barrierefreiheit, bemängelt.

Abflugbereiche

Alle Terminals im Überblick. Beginnend in der rechten unteren Ecke (nach oben): Check-in 1, Check-in 2, Check-in 3. Links unten: Check-in 1A

An Check-in 1 und Check-in 2 sind die Abflugbereiche B, C und D angegliedert. Der Zugang in deren gemeinsamen Transitbereich erfolgt über den Check-in 2. Da in diesem Gebäudeteil keine Trennung abfliegender und ankommender Reisender oder nach Schengen und Non-Schengen stattfindet, steht die hier befindliche Shoppingzone allen hier abgefertigten Passagieren zur Verfügung. An der Wurzel von Pier West muss jedoch, um zu den B und C-Gates zu gelangen, eine zentrale Sicherheitskontrolle passiert werden. Bereich D, im Pier Ost, besitzt dezentrale Kontrollstellen direkt an den einzelnen Gates.

Die Abflugbereiche F und G, im Pier Süd, sind über den Check-in 3 zu erreichen. Hier muss schon vor Betreten des Transitbereichs eine zentrale Sicherheitskontrolle passiert werden. Die F und G-Gates sind luftseitig nicht mit den anderen Gates verbunden. Der 450 m lange Südpier verfügt bei einer Breite von 33 m und einer Fläche von 71.000 m² über 48 Flugsteige (33 Schengen-Gates auf Ebene 1 und 15 Non-Schengen-Gates auf Ebene 3). Auf der nördlichen Seite gibt es acht Fluggastbrücken für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, auf der südlichen neun, davon fünf für Großraumflugzeuge mit jeweils zwei Fluggastbrücken. Für die F und G-Gates steht jeweils ein eigener Shoppingbereich zur Verfügung. An den Zugängen der Transitbereiche befinden sich Vereinzelungsanlagen. Hier muss, unabhängig vom Reiseziel, eine gültige Bordkarte eingescannt werden. In den Bereichen C und D ankommende Passagiere gelangen über die Abflugebene zur Gepäckausgabe. Jene, welche in den Bereichen F und G abgefertigt werden, nutzen im Pier Süd eine eigene Ankunftsebene um in die Gepäckhalle zu gelangen. Die B-Gates werden nicht für Ankünfte genutzt.

Bereich D („Pier Ost“)

In Bereich D (ehemals Bereich A) werden Flüge ins Nicht-Schengen-Ausland abgefertigt. Die dafür notwendige Passkontrolle für die abfliegenden (und ankommenden) Passagiere erfolgt an der Pierwurzel. Die Fluggäste gelangen entweder über 8 Fluggastbrücken (Gate D21 bis D29) oder per Bus (Gate D31 bis D37 und D61 bis D70) zu den Flugzeugen. Die Gates D31-D37 wurden als Kapazitätserhöhung in den Jahren 2002-2004 errichtet. Pier Ost wurde dafür zu beiden Seiten mit einem Anbau versehen und so verbreitert. Je nach Bedarf können an einzelnen Flugsteigen zwei Brücken zur Abfertigung genutzt werden.

Bereich B
Busgates B31-B42

In Bereich B (Gates B31-B42), der sich auf Vorfeldebene unter dem Zugangskorridor zu Halle C befindet, werden nur Flüge in den Schengen-Raum abgefertigt. Die Fluggäste werden hier ausschließlich per Bus zum Flugzeug gebracht. Im Juni 2011 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten an den 18 B-Busgates abgeschlossen. Der Umbau dauerte acht Monate und lässt den Innenbereich der B-Gates in einem neuen modernen Design erscheinen. Das neue Konzept beinhaltet unter anderem eine offene Raumgestaltung und eine neue Bestuhlung. Weiters wurden die Flugsteige mit Quick-Boarding-Gates ausgestattet. Da die Sicherheitskontrolle für den Bereich C seit 2012 auch hier zentral erfolgt, mussten im Zuge der Vergrößerung und Neupositionierung der Kontrollstraßen sechs B-Gates aufgelassen werden.

Bereich C („Pier West“)
Schengen Busgates C71-C75 im Pier West

In Bereich C werden Flüge in den Schengenraum abgefertigt. Hier befinden sich 12 Fluggastbrücken (Gates C31 bis C42) und Busgates (C71-75). Diese fünf zusätzlichen Gates befinden sich in einer umgebauten Geräteeinstellhalle und wurden 2008 geschaffen.

Bereich F („Pier Nord“)

In Bereich F (Gates F01-F37) auf Ebene 1 werden ausschließlich Flüge in den Schengenraum abgefertigt. An allen Gates befinden sich sowohl Fluggastbrücken als auch ein Busgate. An sämtlichen Flugsteigen befinden sich Quick-Boarding-Gates. [38]

Bereich G („Pier Süd“)

In Bereich G (Gates G01-G37) auf Ebene 3 werden ausschließlich Flüge in den Non-Schengenraum abgefertigt. Auch hier befinden sich an allen Gates sowohl Fluggastbrücken als auch Busgates. Der Abflugbereich nutzt jedoch dieselben Pierfinger wie Bereich F. Sämtliche Flugsteige besitzen Quick-Boarding-Gates.

VIP Terminal und General Aviation Center

Das VIP Terminal (GAC)

Der Gebäudekomplex des VIP-Terminals mit angeschlossenem Bereich für die Allgemeine Luftfahrt (auch General Aviation Center, kurz: GAC), wurde 2006 pünktlich zur damaligen EU-Präsidentschaft Österreichs in Betrieb genommen. Während hier Einzelpassagiere, Gruppen und Personen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf betreut werden, kümmert sich eigenes Personal um das Gepäck und alle Abfertigungsmodalitäten wie beispielsweise das Check-in. Der Terminal bietet neben einem Restaurant und einem Laden, in dem auch zollfreie Waren erhältlich sind, besondere Serviceleistungen wie private Lounges, Räumlichkeiten mit Duschen oder für Empfänge eine nicht einsehbare Vorfahrt („Ehrenhof“). Dem Terminal angeschlossen sind zwei Hangars für Privatflugzeuge und ein eigenes Vorfeld mit Verbindung zur Piste 11/29. Die Anlagen können Flugzeuge bis zu den Typen Airbus A321 und Boeing 737 aufnehmen.[39] Auf der A4, der Ostautobahn, steht darüber hinaus eine eigene Betriebsausfahrt zur Verfügung, welche den VIP-Konvois eine schnelle Zufahrt zum Gebäude ermöglicht.[40]

Priority Terminal

Besonders für Vielflieger gedacht, ermöglicht es eine deutlich schnellere Abfertigung außerhalb der normalen Passagierbereiche. Hier stehen eigene Check-in Schalter, Pass- und Sicherheitskontrollen bereit. Untergebracht in einem Gebäudetrakt zwischen Check-in 1 und dem Pier West, befindet es sich dadurch direkt bei den B-, C- und D-Gates.

Der Office Park 1

Office Park

Seit dem Jahr 2004 befindet sich am Flughafengelände der Office Park, gegliedert in drei Gebäudeteile. (Office Park 1, 2 und 3) Sie beherbergen auf insgesamt über 69.000 m² unter anderem den Sitz der Austrian, der Niki Luftfahrt und der Flughafen Wien AG. Während es sich bei den Office Parks 1 und 2 um Neubauten handelt, ist der Office Park 3 ein revitalisiertes Gebäude aus dem Jahr 1989; das ehemalige World Trade Center.[41][42]

VISITAIR Besucherzentrum

Die Besucherterrasse am Austrian Star Alliance Terminal

Im Jahr 2007 wurde im Office Park 1 das VISITAIR-Center eröffnet. Die permanente Ausstellung auf 210 m², präsentiert eine Zeitreise und zeigt komplexe Abläufe auf einem internationalen Flughafen. Eine eigene Station widmet sich der Beziehung des Flughafens zu seinen Anrainern.[43] Besucher nehmen auch an einer Busrundfahrt über das Flughafengelände teil. Hier werden Hintergrundinformationen zu den einzelnen Betriebsbereichen gegeben. Außerdem werden Details von gerade am Vorfeld abgestellten Flugzeugen vor Ort erklärt. Im Jahr 2011 besuchten knapp 60.000 Besucher das Visitaircenter. Am Dach des Austrian Star Alliance Terminals gibt es darüber hinaus eine 250 Meter lange, offene, Besucherterrasse welche Ausblick auf das gesamte Vorfeld gewährt. Das 1.350 m² große Besucherdeck wurde am 27. September 2012 eröffnet. Die Besucherterrasse ist im Winter geschlossen. Der Eintritt ist kostenpflichtig.[44]

Handling Center West & Air Cargo Center

Das Handling Center West (kurz: HCW) dient allen operativen Tätigkeiten der Flugzeugabfertigung und somit sämtlichen Ladetätigkeiten und Schleppvorgängen. Es ersetzte das Gerätezentrum Ost, welches dem Terminalneubau weichen musste. Die Akkuladestation für die elektrisch betriebenen Vorfeldfahrzeuge und Sozialräume der Mitarbeiter befinden sich ebenso hier wie ein Bürotrakt. Dem Komplex angegliedert ist eine der beiden Geräteeinstellhallen. Das HCW wurde 2005 nach nur einjähriger Bauzeit eröffnet und mit dem niederösterreichischen Holzbaupreis ausgezeichnet.[45][46] Das Air Cargo Center wurde 2006, ein Jahr nach dem HCW, in Betrieb genommen und stellt eine Ausbaustufe der bestehenden Frachthallen und Speditionsgebäude dar. 16.000m² Fracht- und 4.000m² Speditionshallen kamen neu hinzu. Insgesamt hat das HCW ca. 20.000 m², das ACC ca. 36.000m² Nettogeschoßfläche.

Riegel Nord-Ost

Der zweite Gerätestützpunkt, neben jenem im Handling Center West, liegt im Riegel Nord-Ost, bestehend aus der Geräteeinstellhalle Nord („Geno“) und dem Infrastrukturgebäude Nord („Igno“). Geno bietet Platz für weitere Fahrzeuge des Vorfeld-Handling und die Vorfeldbusse, sowie für die Bereitschaftsräume der Mitarbeiter. Igno dient der Versorgung des Austrian Star Alliance Terminals und beinhaltet dessen Kältezentrale. Die architektonische Gestaltung der Gebäude übernahmen wie schon für den Terminalneubau die Büros Baumschlager & Eberle und Itten+Brechbühl.[47] In diesem Bereich befinden sich auch das Tanklager und die Enteisungsmittelbefüllstation.

Tower

Der Tower

Mit 109 m ist der Flugsicherungstower der höchste in Europa und wurde 2005 eröffnet und in Betrieb genommen. Der Neubau war notwendig geworden, um Platz für den neuen Terminal zu schaffen und um die Sicht auf das erweiterte Vorfeld zu gewährleisten. Betreiber des Towers ist hauptsächlich die Flugsicherungsgesellschaft Austro Control.

Der Luftfahrtinformationsdienst (AIM), die Flugdatenbearbeitung für ganz Österreich (FDU), die Verwaltung, die Flugsicherungstechnik (AES), die An- und Abflugskontrollstelle Wien (APP), der Flugwetterdienst (MET), die Vorfeldkontrolle des Flughafens (MOVEMENT) und die Flugplatzkontrollstelle (TWR) befinden sich hier. Insgesamt haben ungefähr 200 Personen ihren Arbeitsplatz im Kontrollturm.

Architektonisch interessant ist, dass die Kanzel an der Spitze zum Sockel um ungefähr 45 Grad verdreht ist. Der Raum dazwischen ist nur von einer Membran umhüllt, die in den Abendstunden von innen und außen mit Lampen beziehungsweise Projektoren multimedial in Szene gesetzt wird. Weiters steht der Schaft nicht in der Mitte des 6-geschoßigen Sockels, sodass der Turm von jeder Richtung her ein anderes Erscheinungsbild hat, das mitunter „schief“ wirkt. Die Membranfassade hat eine Fläche von zirka 3.300 m² und macht den Tower damit zum größten Membranbauwerk Österreichs.

Bauherr waren die Flughafen Wien AG und die Austro Control. Der Entwurf, des mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichneten Towers, stammt vom Büro Zechner & Zechner Ziviltechniker GmbH aus Wien.

Technische Basis der Austrian Airlines

Im westlichen Flughafenbereich wurde 1974 mit der Eröffnung des ersten 6000m² großen Hangars der Grundstein der technischen Basis gelegt. Hangar 2 kam 1982 mit einer Grundfläche von 9.700m² hinzu und wurde 1993 vom Hangar 3 ergänzt. Kernbereich sind bis heute jene drei Wartungshangars. Werft 1 und 2 werden von Austrian Technik genutzt, wobei die kleinere Halle für die Base Maintenance dient. In Werft 2 werden alle anderen Wartungsaufgaben erfüllt. Bis zum Jahr 2010 wurde auch Werft 3 von Austrian genutzt. Nach Ausflottung der Airbus A340 im Jahr 2007 wurde die Wartungshalle aufgrund des nun wesentlich geringeren Platzbedarfs wieder an den Flughafen übergeben. In ihr wurde bis 2010 hauptsächlich die Langstreckenflotte gewartet. Seit 2011 wird eine Hälfte des Gebäudes von Niki, die andere von Haltern kleinerer Flugzeuge genutzt.[48][49] Den Hallen vorgelagert ist ein 71.000m² großes Vorfeld auf dem sich auch ein schallabsorbierender Triebwerkstestbereich befindet. Auf dem Gelände liegen außerdem ein Ersatzteil- und Materialhaus, mehrere Flugbetriebsgebäude, Werkstätten sowie das Parkhaus der AUA. Austrian Technik ist zudem eine Lehrwerkstätte für die Ausbildung zum Flugzeugtechniker. Zunehmend werden auch Wartungsaufträge durch Fremdkunden angenommen. Langjährig wurden Airbus A340 der Lufthansa in Wien gewartet.[50][51]

Vienna Aviation Campus

Bisher an mehreren Standorten verteilte Schulungseinrichtungen wurden 2008 mit der Eröffnung des Austrian Trainingscenters an einem Standort gebündelt. Das Gebäude, welches die Verbindung zwischen dem Flugsimulatorzentrum der Lufthansa Flight Training und der „Mock-up Halle“ der Austrian Airlines darstellt, bietet Platz für Schulungsräume, Büros und eine Kantine. Die Fassade des 4.300m² großen Gebäudes besteht aus verschieden farbigen gläsernen Flächen, die ein gepixeltes Bild entstehen lassen und laut den Architekten einen „Wolkenhimmel“ symbolisieren sollen. In der „Mock-up Halle“ können Kabinentrainings unter anderem in einem Nachbau eines Airbus A320 absolviert werden. Im LFT Center sind zwei Airbus A320-200 und ein Dash 8-Q400 Simulator in Betrieb. Somit sind drei der vier verfügbaren Simulatorpositionen vergeben. Das LFT Center, das Austrian Trainingscenter und die Austrian Mock-up Halle bilden den „Vienna Aviation Campus“. Hier kann dadurch, auch von Fremdunternehmen, das gesamte Flugbetriebspersonal geschult und trainiert werden. Die Flugsimulatoren sind 24 Stunden am Tag in Betrieb.[52][53][54]

Technikgelände

Zwischen Pier West und der AUA-Basis liegen neben dem Cargo- und Handling Center für den laufenden Betrieb relevante Einrichtungen, wie die Werk- und Zentrallagerstätte, Einstellhallen (beispielsweise für die Winterdienstgeräte), der Tankdienst sowie ein Waschgebäude und die Postumschlaghalle. Um die Beschriftungen und Wegweiser anzufertigen gibt es ein eigenes Typografie- Druckcenter. Im Jahr 2001 wurde zudem ein Flughafenkindergarten eröffnet.[55] Darüber hinaus befindet sich hier die Gepäckzentrale der Bereiche Check-in 1 und Check-in 2. (Baggage-Logistic-Center West) Check-in 3 besitzt eine separate (Baggage Logistic Center Ost) und wurde bereits 2011 in Betrieb genommen. Sie besitzt 10 Transfergepäckausgabestellen im Nahbereich der Parkpositionen am Pier Süd. Die Förderanlagen sind untereinander verbunden.[56]

Infrastruktur

Sicherheit

Polizei

Der Bereich des Flughafens Wien untersteht dem Stadtpolizeikommando Schwechat, welches seinen Sitz im Flughafengelände hat. Zudem sind zwei Polizeiinspektionen, eine Polizeidiensthundeinspektion und ein Polizeianhaltezentrum der Bundespolizei auf dem Gelände des Flughafens untergebracht. Der Fachbereich Sicherheitsdienst-Flughafen ist schwerpunktmäßig mit der so genannten „Aviation Security“, also der Sicherung des Flugbetriebs am Flughafen, betraut. Das Sicherheitszentrum und die Diensthundeabteilung der Polizei befinden sich am Flughafen-Technikgelände.[57] Am Flughafen sind rund 193 Zoll Mitarbeiter beschäftigt. Sie kontrollieren jährlich 100.000 Passagiere alleine aus Nicht EU-Ländern. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der illegalen Einfuhr von Waren, Tieren und Lebensmitteln.[58]

Feuerwehr

Die Flughafenfeuerwehr Wien besteht aus 620 Mitarbeitern, 70 haupt- und 550 nebenberufliche (2008). Zu ihren Aufgaben gehören neben der Brandbekämpfung auch vorbeugende Maßnahmen und technische Hilfeleistung bei Unfällen. Im Jahr 2007 rückte die Flughafenfeuerwehr zu über 4000 Einsätzen auf dem zehn Quadratkilometer großen Einsatzbereich aus. Da jeder Punkt des Flughafens innerhalb von drei Minuten erreicht werden muss, gibt es zwei Feuerwachen. Im Jahr 2009 wurde die neue Feuerwache 1 (beim Austrian Technik-Areal) in Betrieb genommen, welche bis dahin in einem Gebäude aus dem Jahr 1954 untergebracht war. Die Feuerwache 2 liegt zwischen den Pistensystemen 11/29 und 16/34. Der Mannschaft stehen 32 Fahrzeuge unter anderem von Typ Ziegler Z8 zur Verfügung. Bei größeren Notfällen können zusätzliche Einsatzkräfte über eine Alarm-Vereinbarung mit den Anrainergemeinden angefordert werden.[59][60]

VIAS

Die Vienna International Airport Security Services GesmbH, eine Tochtergesellschaft der Flughafen Wien AG, ist unter anderem für alle Personen- und Handgepäckskontrollen zuständig. Die rund 1200 Mitarbeiter führen aber auch Sicherheitsdienstleistungen aller Art für die Fluggesellschaften durch; wie beispielsweise die Bewachung und Durchsuchung von Flugzeugen. Darüber hinaus werden auch Transporte von körperlich eingeschränkten Passagieren durch die VIAS durchgeführt.[61]

Sicherheitszentrale

Die Sicherheitszentrale befindet sich seit dessen Eröffnung zusammen mit dem neuen Terminal Operation Center im Austrian Star Alliance Terminal. Von hier aus wird der Passagier- und Flughafenbetrieb überwacht und gesteuert. Mit Hilfe am Tower montierter Kameras können zusätzlich, selbst bei Dunkelheit, Detailansichten von startenden und landenden Maschinen sowie vom Gelände beobachtet werden. Insgesamt sind in den Abfertigungsgebäuden rund 1700 Kameras aufgeschaltet.[62]

Medizinische Versorgung

Das Medical Center befindet sich auf der Ankunftsebene (Ebene 0). Hier steht rund um die Uhr ein Diplomkrankenpfleger, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt im Dienst. Neben der Versorgung im Notfall erhalten Passagiere hier auch alle Arten von Impfungen und Malaria- sowie Thrombose Prophylaxe. Das WHO-anerkannte Impfzentrum steht auch nicht reisenden Patienten offen, welche hierfür eine Stunde kostenfrei am Gelände parken können.[63] Am Flughafen gibt es zudem eine Apotheke und einen Zahnarzt.[64][65]

Handling

Die Passagierabfertigung wird durch Austrian, AustroPort und Celebi Ground Services (bis 2011 Fraport) durchgeführt; die Abfertigung am Boden durch VIE Ground Handling und Celebi Ground Services (bis 2011 Fraport).[66][67] Pro Tag sind rund 35 Pushbackfahrer im Einsatz; täglich werden bis zu 300 Flugzeuge gepushed. Am Flughafen stehen für die Wintermonate insgesamt 15 Enteisungsfahrzeuge im Einsatz. 2012 wurden zehn von ihnen ins Ausland verkauft und durch Neufahrzeuge ersetzt.[68] Die 320 im Winterdienst eingesetzten Mitarbeiter betreuen mit 62 Fahrzeugen über zwei Millionen Quadratmeter zu räumende Fläche. Seit Ende 2008 unterstützen 60 erdgasbetriebene Fahrzeuge die Arbeitsprozesse am Vorfeld. Sie sind mit Laptops sowie Druckern ausgestattet und dienen als „Mobile Offices“ den Red Cap Agents und Loading Supervisor als mobiler Arbeitsplatz bei der Flugzeugabfertigung. Flugzeugwartungen werden am Flughafen von Austrian (Austrian Technik) und KLM angeboten. Seit 2011 werden für das VIP-GAC Handlingleistungen auch durch ein privates Unternehmen angeboten.[69]

Betankung

Eine Maschine wird durch ein Dispenser-Fahrzeug betankt (2008)

Am Wiener Flughafen ist eine unterirdische Betankungsanlage in Betrieb, welche den Einsatz von Tankfahrzeugen vermeidet. Am Gelände der OMV befinden sich vier Treibstofftanks, mit einem Gesamtvolumen von 30.000 Kubikmetern. Von dort wird das Kerosin mit einer maximalen stündlichen Leistung von 240 Kubikmetern in das Tanklager am Flughafen gepumpt, welches den Treibstoff auf die über 156 Anschlussstellen verteilt. Dort wird es mit Hilfe von Dispenser-Fahrzeugen in die Flugzeuge gepumpt. Die erste Ausbaustufe des Systems wurde 1995 fertiggestellt, eine Erweiterung erfolgte bereits ein Jahr später. 1998 wurde für das System eine fünfte Pumpeinheit geschaffen.[70][71]

Catering

Das Cateringgebäude liegt neben der AUA-Basis. Pro Tag werden rund 19.000 Mahlzeiten durch die Cateringunternehmen zubereitet. Die Bordmenüs für Austrian werden von Do & Co in Wien hergestellt und danach zum Flughafen transportiert. Die Cateringlogistik, wie die Verladung der Trolleys und die Geschirrwäsche wird am Flughafen durch die Firma Skygourmet, dem Logistik Service von Do&Co abgewickelt. Zwischen der Speisenbestellung seitens Austrian und dem Abflug liegen etwa 48 Stunden.[72][73]

Shops & Gastronomie

Der Duty-free-Shoppingbereich der B, C und D-Gates...
...und jener der F-Gates

Im Transitbereich der B, C und D-Gates, befinden sich 78 Shops (davon 63 Airside) und 27 Gastronomiebetriebe (davon 10 Airside).[74] Mit der Terminalerweiterung kamen weitere 32 Retail und 18 gastronomische Einrichtungen dazu. Insgesamt stehen hierfür rund 19.600m² Flächen zur Verfügung. Darüber hinaus befinden sich am Gelände des Flughafens weitere Einkaufsmöglichkeiten. Ein Großteil der Food & Retail-Betriebe am Flughafen wird durch die italienische Firma Airest Gastronomy & Retail GmbH betrieben, welche früher ein Tochterunternehmen der Austrian Airlines war.[75][76]

Lounges

Der Flughafen Wien betreibt im Transitbereich der B, C und D-Gates zwei Lounges. Die „Jet-Lounge“, von den Passagieren über die Airport Plaza erreichbar und die „Air-Lounge“ im Pier-Ost, welche nur von Reisenden in den Non-Schengen Raum genutzt werden kann. In den Bereichen F und G befinden sich die "Sky Lounges" jeweils eine Schengen und eine Non-Schengen Lounge. Sie werden ebenfalls vom Flughafen betrieben. Die Sky Lounges sind auf Nicht-AUA-Passagiere und Kreditkartenbesitzer ausgelegt. Die Betreuung des Caterings in den Räumlichkeiten unterlag bis Anfang 2012 Airest. Anschließend wurde sie von Do & Co übernommen. In der Jet-, Air- und Sky-Lounge wird seither, statt Snacks, eine Food-Lounge angeboten.[77][78] Austrian Airlines bieten ihren Passagieren in den Bereichen F und G sechs Lounges. Drei Schengen und drei Non-Schengen Lounges mit jeweils einer Business, Senator/Star Gold und HON Circle Lounge.[79]

Hotel

Am Flughafen, gegenüber dem Ankunftsbereich, befindet sich das 4-Sterne Hotel NH-Vienna Airport der spanischen Hotelkette NH Hoteles. Das aus drei Bauteilen bestehende Gebäude bietet 500 Zimmer verschiedener Kategorien sowie Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Konferenzen.

W-LAN

Im Terminal, den Wartezonen aller Gates sowie in den Gastronomiebetrieben ist W-LAN kostenfrei und uneingeschränkt nutzbar. Der drahtlose Internetzugang erfolgt mit Anschlussgeschwindigkeiten bis zu 54 Mbit/s.[80]

Wirtschaftsfaktor Flughafen

Die Flughafen Wien AG hat ihren Sitz im Office Park 1 am Gelände

Der Flughafen wird von der börsenorientierten Flughafen Wien AG betrieben, eine Seltenheit in Europa. Die Privatisierung des Unternehmens erfolgte im Jahr 1992. Die Anteile der Eigentümer sind wie folgt verteilt:

  • 20 % Bundesland Niederösterreich
  • 20 % Stadt Wien
  • 10 % Mitarbeiterstiftung
  • 50 % werden an der Wiener Börse gehandelt[81]

Am Flughafen Wien waren 2010/11 rund 18.000 Personen beschäftigt. Sie haben ihren Wohnsitz in

Damit ist der Flughafen der größte Arbeitgeber im östlichen Österreich. Generell wird die Faustregel verwendet, dass auf ungefähr 1 Million Passagiere pro Jahr 1000 Arbeitsplätze kommen. Der Flughafen bewirkt in der gesamtösterreichischen Wirtschaft rund 52.500 Arbeitsplätze. Der laufende Betrieb am Flughafen bringt ein österreichweites Steueraufkommen von etwa einer Milliarde Euro im Jahr.[82] Die Wertschöpfung des Flughafens betrug 2007 rund 4,8 Milliarden Euro, dies sind etwa 2 % der Wertschöpfung Österreichs. In Österreich sind rund 1200 Unternehmen mit 600.000 Beschäftigten vom Flughafen Wien abhängig. Am Standort Flughafen sind rund 230 Unternehmen ansässig. (siehe auch: Flughafen Wien AG)

Ausbau und Planungen

Die neue Bahn würde südlich der Piste 11/29 liegen
Skizze der geplanten Parallelpiste, die ab 2016 gebaut werden soll

Der Flughafen Wien plant den Bau einer dritten Piste in Form einer Parallelpiste zur bestehenden Piste 11/29 mit etwa 3.680 m Länge und 60 m Breite. Die Piste würde etwa 2.400 m südlich der Piste 11/29 und 2.600 m westlich der Piste 16/34 liegen. Im Rahmen der Planung wurden viele Bedenken – vor allem seitens der Anrainer des Flughafenumlands – laut, die sich in erster Linie auf höhere Lärmbelastungen durch die zusätzliche Piste beziehen. Die dritte Piste sei nötig, um die zukünftig steigende Zahl an Flugbewegungen bedienen zu können. Mit der Situation von zwei sich nahezu kreuzenden Pisten sei dies langfristig nicht möglich.[83] Laut Medienberichten könnte der Bau der dritten Piste bis zu 1,8 Milliarden Euro kosten,[84] nach Angaben der Baumeister, die den Skylink fertiggestellt haben, wird mindestens das doppelte dieser (wie beim Skylink "geschönten") Summe notwendig sein – es müssen allein 50 Mio. m³ Material abgetragen und verbracht werden. Der Baubeginn ist frühestens 2016, die Betriebsaufnahme frühestens 2020/21 vorgesehen.

Um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen, wurde ein Mediationsvertrag abgeschlossen, der Regelungen zur Entlastung der Bevölkerung vorsieht. Weiters wurde ein Dialogforum[85] ins Leben gerufen, das sich im Speziellen der Vermittlung zwischen Flughafen, Bürgerinitiativen und sonstigen betroffenen Parteien widmet und diesen ein Mitspracherecht bei der Planung der dritten Piste und der damit verbundenen Projekte einräumt.

Die Sanierung des Altbestands begann schon im Sommer 2012. Die Arbeiten betreffen unter anderem Check-in 1 (ehemals: Terminal 1), er wurde im Juni 2012 für umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten längerfristig geschlossen,[86] sowie Pier Ost und West. Am Pier West wurden bis Ende Juni 2012 die dezentralen Sicherheitskontrollen an jedem Flugsteig durch eine zentrale Kontrollstelle ersetzt. Diese befindet sich auf Ebene 0 (Gates B).[86] Auch an der Vorfahrtsrampe ist eine Sanierung vorgesehen.[87] Air Berlin und Niki übersiedeln nach der Renovierung in den Check-in Bereich 1. Im gleichen Zug wird der dann freie Check-in 1A die Schalter von Check-in 2 temporär aufnehmen. Bis Herbst 2012 soll entschieden werden, ob dieser Check-in Bereich abgerissen und neu gebaut, oder nur saniert werden soll.[88]

Der ÖBB-Bahnhof wird nach Abbruch des bestehenden Ankunftsbereiches fertig ausgebaut. Um Fernzüge aufnehmen zu können werden die Bahnsteige verlängert. 2012 begann der Bau der dafür nötigen zukünftigen Bahnverbindung mit dem sich in Bau befindlichen Wiener Hauptbahnhof. Über die Neubaustrecke kann der Flughafen ab 2015 auch von Fernzügen direkt angefahren werden. Die regionale Nutzung ist noch offen.[89]

Ziel der Flughafenvorstände ist außerdem ein Wachstum im Non-Aviation Bereich, sowie ein neues Immobilienkonzept. Geplant ist etwa der Bau eines Shoppingcenters auf 10.000 bis 20.000m² in Verbund mit Check-in 2, welches auch für Nicht-Fluggäste nutzbar sein soll.

Zusätzliche Konferenzflächen und ein weiteres Hotel mit rund 100 Betten könnten ebenso entstehen. Bis Ende 2012 wird es hierfür ein fertiges Konzept geben. Bis 2015 beträgt das Investitionsvolumen 590 Millionen Euro. Ausgenommen von der Summe ist der Bau der dritten Piste.[90][91]

2013 wird eine Schulterverbreiterung an der Piste 16/34 durchgeführt werden, sodass unter anderem ein Regelbetrieb mit dem Airbus A380 und Boeing 747-8 möglich ist.[92]

Bedenken zum Flughafenbetrieb und deren Lösungsansätze

Zu möglichen vom Flughafen Wien hervorgerufenen Störfaktoren gibt es, vor allem von den Anrainern rings um das Flughafengelände, im Besonderen zwei Schwerpunktbedenken: Die Belästigung durch Fluglärm sowie die Umweltproblematik.

Belästigung durch Fluglärm

Am und um den Flughafen treten, bedingt durch Landungen und Abfertigungen der Flugzeuge, bestimmte Lautstärkepegel auf, die vor allem von Anrainern des Umlands mitunter als sehr belästigend empfunden werden können. Unterschieden werden muss jedoch in jedem Fall zwischen der subjektiven („gefühlten“) Lärmbelästigung, die je nach Person unterschiedlich ausfallen kann, und der gemessenen („effektiven“) Lärmbelastung (Schallpegel).

Die Fluglärmbelastung um den Flughafen Wien variiert je nach Entfernung zu den Landebahnen, der Tageszeit sowie täglichen Verkehrsaufkommensschwankungen. Um die tatsächlichen Schallpegel zu messen, bedient sich der Flughafen des sogenannten FANOMOS. Dieses besteht im Umkreis des Flughafens Wien aus 14 stationären (Wien Donaustadt, Groß-Enzersdorf, Fischamend, Klein-Neusiedl, Enzersdorf an der Fischa, Schwadorf, Margarethen am Moos, Rauchenwarth, Zwölfaxing, Schwechat, Wien Simmering, Himberg, Karlsdorf und Maria-Lanzendorf) sowie vier mobilen Messstationen, die die Geräuschimmissionen von startenden und landenden Flugzeugen aufzeichnen. Zur Sicherstellung der Messgenauigkeit führt das System alle vier Stunden eine akustische und elektrische Überprüfung durch.

Die für die Aufzeichnung notwendigen Radar- und Fluginformationsdaten stellt Austro Control zur Verfügung. FANOMOS führt diese Flugdaten mit den an anderen Messstellen erfassten Ereignissen (Windstärke, etc.) zusammen. Im Jahr 2007 erfolgten auf diese Weise 47 Messreihen, von denen 28 zum Vergleich mit den Messreihen des Vorjahres 2006 herangezogen wurden. Das Ergebnis zeigte, dass die Flugbewegungen innerhalb der sechs verkehrsreichsten Monate des Jahres um 7,1 % zunahmen, die LDEN-Werte (Lärmindex) sich jedoch an den Messstellen maximal um 0,8 dB (Margarethen am Moos, Rauchenwarth) beziehungsweise 2,2 dB (Maria-Lanzendorf, hier wurde jedoch im Oktober 2007 ein vergleichsverfälschender Standortwechsel durchgeführt) erhöhten, sich größtenteils jedoch um bis zu 1,3 dB senkten (Fischamend, Schwechat).

Seit dem Frühjahr 2009 werden zudem auch die Flugspuren der An- und Abflüge auf den bzw. vom Flughafen Wien[93] im Internet öffentlich dargestellt.

Da die effektive Fluglärmbelästigung anders als die -belastung nicht in Zahlen erfasst werden kann, trifft der Flughafen Wien intensive Maßnahmen dahingehend, einen positiven Dialog mit den Betroffenen zu führen und diese so weit wie möglich zu unterstützen und zu entlasten. Zu diesem Zweck wurde unter anderem das konkrete Lärmschutzprogramm des Flughafens[94] ins Leben gerufen, das etwa Anrainern in Nähe des Flughafens Kostenzuschüsse für Anti-Lärm-Maßnahmen, wie schallisolierte Fenster, zusichert.

Umweltbedenken

Neben der Problematik des Fluglärms werden oft Bedenken zur Umweltverträglichkeit des Flughafenbetriebs an sich geäußert, die sich im Speziellen auf Verschmutzungen von Luft und Wasser, großes Müllaufkommen sowie Energieverschwendung beziehen.

Auch zu diesen Themen stellt der Flughafen Wien regelmäßige Untersuchungen und Maßnahmen an, um möglichst umweltverträglich zu agieren. 1997 wurde ein spezielles Schadstoffmesssystem angeschafft, um die Luftgütewerte am und um den Flughafen zu ermitteln. Diesen zufolge hat der Flughafen bloß geringen Einfluss auf die Luftgüte; die Werte entsprechen jenen einer Randlage einer Großstadt wie etwa Wien. Weiters baut der Flughafen unter anderem auf strenge Mülltrennung, umweltfreundlich gewonnene Wärme (Fernwärme), setzt technisch moderne Kühlungs- sowie sanitäre Anlagen zur Wasserverbrauchsreduktion ein und nutzt Unterflurbetankung, um zusätzlich Grundwasserverschmutzungen vorzubeugen. Das vollständige Umweltschutzprogramm ist im Internet der vom Flughafen ins Leben gerufenen Website „Umwelt und Luftfahrt“[95] zu entnehmen.

Von Umweltwissenschaftlern wird außerdem auf die Luftverschmutzung durch Abgase der Flugzeuge und auf die Notwendigkeit, den Flugverkehr generell zu reduzieren, hingewiesen.

Mediation mit den Bürgern

Beim Umgang mit Kritikpunkten, die von den Anrainern des Flughafens immer wieder geäußert werden, setzt der Flughafen vor allem auf Mediation mit den betroffenen Parteien. Mediationsverhandlungen begannen im Jahr 2000, als der Flughafen seinen „Masterplan 2015“ präsentierte, und liefen bis 2005. Als Ergebnis wurde ein Vertrag unterschrieben, der weitere Mediation und Kooperation vorsieht. Dafür wurde der Verein „Dialogforum“ gegründet, in dem der Flughafen, die betroffenen Gemeinden und die Bundesländer Wien und Niederösterreich vertreten sind.

Zwischenfälle

  • Am 17. November 1945 kam es im Anflug einer Douglas C-47A-5-DK Dakota C.3 (KG 310) der Royal Canadian Air Force bei schlechten Sichtverhältnissen zu einer Grundberührung mit dem Flügel. Das Flugzeug stürzte kurz vor der Landebahn ab. Niemand starb bei dem Unglück.[96]
  • Am 10. Oktober 1955 befand sich eine Convair CV-340-58 (YU-ADC) der Jugoslovenski Aerotransport - JAT im Anflug auf die Bahn 12 des Flughafens. Aufgrund eines Pilotenfehlers flog sie „kontrolliert“ in den Kahlenberg. Von 29 Insassen starben 7 bei dem Unglück[97][98] siehe: Flugunfall auf dem Leopoldsberg von 1955
  • Am 24. Dezember 1958 um kurz vor 21.00 Uhr MEZ kollidierte Air-France-Flug 703 auf dem Flug vom Paris-Orly über München-Riem nach Wien beim Landeanflug rund 2.220 m vor der Landebahn 29 mit dem Gelände und ging in Flammen auf. Von den 28 Passagieren und sechs Crewmitgliedern wurden nur zwei Crewmitglieder verletzt.[99][100]
  • Am 20. November 1969 wurde eine Antonow An-24 mit 18 Insassen der polnischen Fluggesellschaft LOT auf ihrem Flug von Breslau nach Warschau von zwei polnischen Staatsbürgern mit Bombenattrappen entführt und nach Schwechat umgeleitet. Das Flugzeug landete gegen 13:30; die Entführer ließen sich widerstandslos festnehmen und suchten um politisches Asyl an.[101]
  • Am 26. Dezember 1971 kollidierte eine Douglas DC-9-32 (HB-IFR) der Swissair beim Start frühmorgens in dichtem Nebel mit einer Beechcraft Baron. Die DC-9 streifte beim Start mit der rechten Tragfläche das Cockpit der Beech, welche sich ohne Freigabe ebenfalls auf der Start- und Landebahn befand. Beim darauf folgenden Startabbruch brach das Bugrad der DC-9, und die abgerissene rechte Tragfläche fing Feuer, als die Maschine nach 200 m zum Stehen kam. Der Pilot der Beechcraft wurde getötet, die 76 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord der Swissair-Maschine blieben unverletzt.[102][103]
  • Am 17. September 1984 geriet eine Maschine des Typs Swearingen SA.226TC Metro II der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Air Service mit dem Kennzeichen OE-LSA im Endanflug zu tief, streifte die Anflugbefeuerung und machte eine „Bauchlandung“. Alle acht Passagiere und die beiden Piloten blieben unverletzt, das Flugzeug musste jedoch aufgrund der erheblichen Beschädigungen als Totalschaden abgeschrieben werden.[104][105]
  • Am 27. Dezember 1985 verübten drei Personen einen Terroranschlag am Flughafen. Die Terroristen stürmten kurz nach neun Uhr über die östliche Stiege in die Abflughalle (heute Check-in 2) und rollten drei Handgranaten in die Passagierschlange, die an den Schaltern 3 und 4 auf die Abfertigung des El-Al-Fluges warteten. Dann schossen sie mit Maschinenpistolen um sich. Die Polizei erwiderte das Feuer. Bei dem Anschlag und dem anschließenden Feuergefecht starben vier Menschen, 39 weitere wurden verletzt. Unter den Toten war auch einer der Attentäter; seine beiden Mittäter wurden nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn von der Polizei gestellt. Gleichzeitig verübte eine zweite Terrorgruppe auf dem Flughafen Rom-Fiumicino einen ähnlichen Anschlag, dem mehr Menschen zum Opfer fielen. Abu Nidals Terrororganisation „übernahm“ für beide Anschläge die „Verantwortung“. Aus Anlass dieses Anschlages wurde die durch spezielle Ausbildung und Ausrüstung auf terroristische Bedrohungen spezialisierte Polizeieinheit Einsatzabteilung Kranich umstrukturiert.
  • Am 20. Juni 1987 streifte eine Boeing 747 SP der South African Airways auf dem Weg zur Startbahn eine abgestellte Boeing 747-200 der jordanischen Alia. Bei dem Zwischenfall wurde eine Person leicht verletzt und die rechte Tragfläche des südafrikanischen Jumbos, bzw. die Bugspitze des jordanischen Großraumflugzeugs erheblich beschädigt.[106]
  • Am 12. Juli 2000 musste Hapag-Lloyd-Flug 3378, ein Airbus A310 auf dem Weg von Chania nach Hannover, wegen Treibstoffmangels notlanden. Beim Aufsetzen abseits der Piste wurde das Instrumentenlandesystem zu einem großen Teil zerstört, das Flugzeug schwer beschädigt und einige Passagiere wurden verletzt.[107]

Verkehrszahlen

Die Verkehrszahlen in der Zeit seit 2003

Passagieraufkommen, Flugbewegungen und Luftfracht des Flughafens sind in den letzten Jahrzehnten fast ständig gestiegen, worauf die Ausbaupläne beruhen. Als Spitzentage wurden der 7. Juli 2008 mit 66.034 Passagieren (+ 4,2 %) und der 10. Oktober 2008 mit 812 Flugbewegungen (+ 4,5 %) registriert, wobei der Flughafen vor allem durch die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli 2008 profitierte.

Betriebsjahr Passagierzahlen davon Transferpassagiere Flugbewegungen Luftfracht (t)
2003[108] 12.784.505 197.089 115.651
2004[108] 14.785.529 224.809 145.602
2005[108] 15.859.050 5.443.078 230.900 167.494
2006[108] 16.855.725 5.673.586 237.490 187.852
2007[108] 18.768.468 5.991.884 254.870 191.789
2008[108] 19.747.289 5.936.560 266.402 187.300
2009[108] 18.114.103 5.450.308 243.430 185.724
2010[109] 19.691.206 5.919.852 246.146 219.334
2011[1] 21.106.292 6.521.292 246.157 199.809

In den ersten Monaten 2009 sind die Passagierzahlen aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. Die Prognosen für die Verkehrsentwicklung in den nächsten zehn Jahren wurden entsprechend angepasst. Seither ist der Passagierzuwachs wieder konstant. Im Jahr 2011 wurde sogar ein neuer Passagierrekord erreicht. Die Unklarheit darüber, wie viel Verkehr der Home Carrier Austrian Airlines nach seiner Anfang September 2009 erfolgten Übernahme durch Lufthansa in Zukunft generieren können wird, stellt jedoch einen Unsicherheitsfaktor in der Entwicklung des Flughafens dar. Mit einem Anteil von 50% des Gesamtpassagieraufkommens im Jahr 2011 ist Austrian Airlines der größte Kunde des Flughafens.[110]

Passagieraufkommen nach Airlines im Geschäftsjahr 2011
# Fluglinie Passagiere 2011 Veränderung zu 2010 in % Anteil am Gesamtpassagieraufkommen in %
1. Austrian 10.550.468 5,2 50,0
2. NIKI 2.444.730 15,1 11,6
3. Air Berlin 1.365.640 −2,8 6,5
4. Lufthansa 1.089.355 16,5 5,2
5. Germanwings 484.500 9,3 2,3
6. Swiss 335.661 6,2 1,6
7. British Airways 334.540 6,6 1,6
8. Air France 306.233 0,1 1,5
9. Emirates 278.376 30,9 1,3
10. Turkish Airlines 272.883 14,9 1,3
Sonstige 3.643.906 8,2 17,3
Passagiere gesamt 21.106.292 7,2 100,0

Den größten Anteil an Passagieren haben Destinationen nach Westeuropa. Die frequentiertesten Routen hierbei sind Frankfurt, London, Zürich und Paris. Die Osteuropadestinationen führen Moskau, Bukarest und Sofia an. Die meisten Langstreckenpassagiere konnte Bangkok, gefolgt von New York und Tokio verbuchen. 2011 wurden 174 Destinationen von 73 Fluglinien bedient.[111]

Passagieraufkommen nach Regionen im Geschäftsjahr 2011
Regionen Passagiere 2011 Anteil in %
Westeuropa 7.122.059 69,23
Osteuropa 1.964.997 19,10
Naher/Mittlerer Osten 493.594 4,80
Ferner Osten 408.047 3,97
Nordamerika 207.473 2,02
Afrika 88.996 0,87
Südamerika 2.225 0,02
Gesamt 10.287.385 100,0

Wissenswertes

Pünktlichkeit

Ein Embraer E190 der KLM cityhopper auf dem Weg zur Runway 16

Der Flughafen Wien war im Gesamtjahr 2007 laut der Pünktlichkeitsstatistik der Association of European Airlines (AEA)[112] einer der pünktlichsten Flughäfen Europas. Von 27 europäischen Flughäfen belegt Wien nach Düsseldorf und Brüssel den drittbesten Platz. Insgesamt waren in diesem Jahr 17,9 % der Flüge am Flughafen Wien verspätet.

Im Vergleich mit den anderen Luftfahrt-Drehkreuzen („Hubs“) – Amsterdam Schiphol (21,4 %), Frankfurt am Main (24,3 %), London Heathrow (35,5 %), Madrid-Barajas (26,5 %), Mailand-Malpensa (21,1 %), München Franz Josef Strauß (22,6 %), Paris-Charles de Gaulle (27,3 %) und Zürich (21,4 %) – schnitt der Flughafen Wien am besten ab und wies den geringsten Anteil an verspäteten Abflügen auf. Bereits 2006 war der Flughafen Wien der drittpünktlichste Europas. Im ersten Quartal 2008 war Wien hinter München der zweitpünktlichste Flughafen Europas.

Kapazität

Mit dem Austrian Star Alliance Terminal hat der Flughafen eine Kapazität von insgesamt 25 Millionen Passagieren (ohne sind es 12 Mio.) Bis zu 30 Millionen Passagiere jährlich können somit seit Juni 2012 am Flughafen Wien abgefertigt werden.[113] Unter maximaler Belegung gibt es 96 Flugzeugabstellpositionen, davon 37 Andockpositionen.[74] Die bestehenden Pisten 16/34 und 11/29 können unter optimalen Bedingungen maximal 68 Flugbewegungen pro Stunde bewältigen.

Betriebszeiten

Der Flughafen ist 24 Stunden am Tag in Betrieb, ein generelles Nachtflugverbot besteht nicht. Ein Mediationsvertrag schreibt jedoch vor, dass Starts und Landungen in der Zeit von 21 bis 7 Uhr ausschließlich über Piste 29 erfolgen. Diese Vereinbarung regelt auch die Deckelung der Flugbewegungen zwischen 23:30 und 5:30 Uhr.[114][81]

Postleitzahl

Als Besonderheit hat der Flughafen, der an sich auf dem Gebiet von Schwechat liegt, seit dem 16. April 1956 eine eigene Postleitzahl, die mit der für Wiener Postleitzahlen verwendeten Ziffer 1 beginnt. (1300)

Rollzeiten

durchschnittliche Rollzeiten[81]
zu Vorfeldpositionen zu Pierpositionen
Piste 29 3 Minuten 4 Minuten
Piste 11 4 Minuten 5 Minuten
Piste 16 7 Minuten 10 Minuten
Piste 34 5 Minuten 7 Minuten

Sonstiges

  • Im Austrian Star Alliance Terminal und im Pier Süd ist mehrteilige Medienkunst der Ars Electronica unter dem Titel „ZeitRaum“ installiert. An der Bordkartenkontrolle werden die Passagiere beispielsweise durch eine meterhohe Bildschirmwand mit der Installation „Textscapes“ geschleust. Hier bilden wissenschaftliche Textstücke eine virtuelle Landschaft, welche einerseits durch die Passagiere, andererseits durch vom Tower übermittelte Daten beeinflusst wird. Jeder Start formt einen Berg, jede Landung ein Tal. Aus den Möbeln der Wartebereiche kommen „Airport- Soundscapes“ mit beruhigenden Klangspuren. Die Klangverläufe entstehen wie bei den Textscapes durch die Steuer- und Mach-Daten vom Tower. Der aktuelle Flugverkehr ist so in den Wartebereichen von Pier Süd hörbar.[115][116]
  • Im Jahr 2011 fand am Flughafen Wien das Erstrunden-Duell in der Davis Cup-Weltgruppe zwischen Österreich und Frankreich statt. Das Turnier wurde im Hangar 3, welcher dafür adaptiert und mit einem Sandplatz ausgestattet wurde, vor 6000 Zuschauern ausgetragen.[117]
  • Auf der südlichen Fassade von Parkhaus 4 befindet sich Österreichs größte Werbefläche. Die 103 m breite und 16 m hohe Plakatwand ist 1.700 m² groß, aus Spezialfolie gefertigt und kann in den Abendstunden beleuchtet werden.[118]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b Flughafen Wien AG: Mit 21,1 Mio. Passagieren ein Wachstum von 7,2 Prozent im Jahr 2011
  2. Geschäftsbericht 2009: Mitarbeiterkennzahlen. Abgerufen am 4. Jänner 2011
  3. Siehe Zivilflugplatz-Benützungsbedingungen für den Flughafen Wien-Schwechat in der geltenden Fassung August 2008; siehe Sicherheitszonenverordnung für den Flughafen Wien-Schwechat in der geltenden Fassung Oktober 1976
  4. CAT City-Check-in Wien-Mitte
  5. http://diepresse.com/home/panorama/wien/1270950/Erweitert_Car2Go-jetzt-auch-am-Flughafen-Wien ,vom 26.Juli 2012
  6. Flughafentaxi Wien
  7. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&content-id=1249344074248&reserve-mode=active
  8. Florian Aicher und Uwe Drepper: Die klassische Moderne der Post. Callwey, München 1990, S. 178.
  9. Arbeitsgemeinschaft österreichischer Verkehrsflughäfen abgerufen am 3. Juni 2009
  10. a b c d Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 2, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, S. 340
  11. http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/unternehmen/mehrkosten-durch-auftragserweiterung-189196/index.do ,vom 30.Jänner 1999
  12. http://www.wien-konkret.at/verkehr/fliegen/flughafen-wien/geschichte-flughafen-wien-schwechat/, abgerufen 3.2012
  13. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 6, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 2004, ISBN 3-218-00741-0, S. 62
  14. http://ir.viennaairport.com/jart/prj3/ir/uploads/data-uploads/IR%202012/Geschaeftsbericht%202011_dt.pdf ,Geschäftsbericht 2011, S. 34
  15. http://ir.viennaairport.com/jart/prj3/ir/main.jart?rel=de&content-id=1204882118225&reserve-mode=active&news_beitrag_id=1316462716479, abgerufen 3.2012
  16. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&content-id=1249344074258 ,abgerufen am 22. Mai 2012
  17. http://ir.viennaairport.com/jart/prj3/ir/uploads/data-uploads/IR%202012/Geschaeftsbericht%202011_dt.pdf ,Geschäftsbericht 2011 Seite 30
  18. Kein "Skylink" am Flughafen Wien, Austrian Aviation Net, 30. Mai 2012. Abgerufen am 30. Mai 2012.
  19. a b airliners.de - Wien tauft «Skylink»-Terminal um 30. Mai 2012
  20. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/06/01/skylink-wird-puenktlich-eroeffnet.html
  21. Flughafen-Wien AG
  22. http://futurezone.at/future/3691-skylink-smartes-leitsystem-lotst-passagiere.php ,vom 21. Juni 2011
  23. http://www.monitor.at/index.cfm/storyid/11074_Flughafen_Wien-Neues_Videoueberwachungssystem ,vom 15.Dezember 2008
  24. Die Presse: Betrugsvorwurf gegen Baufirma, 17. Juli 2009
  25. Die Presse: Skylink: Die Prüfung durch den Rechnungshof läuft, 23. Oktober 2009
  26. Format: Flughafen Wien-Skandal: Gerichtsgutachter deckt 3.000 Baufehler am Skylink auf, 22. April 2010
  27. Bescheid des Bundesvergabeamts vom 29. Jänner 2010
  28. Die Presse: Flughafen Wien: Rückschlag für Skylink, 1. Februar 2010
  29. aero.de: Skylink steht weiter in den Sternen 3. Februar 2010
  30. ORF.at: Bauarbeiten ab Herbst: Flughafen dementiert, 19. Juni 2010
  31. Profil (Zeitschrift)Vor einem Jahr platzte der Skandal um das Flughafen-Terminal Skylink, 24. Juni 2010
  32. Wiener Tageszeitung Die Presse: Terminal Skylink: Kosten sollen unter 800 Millionen liegen, 12. Oktober 2011
  33. derstandard.at - Flughafen Wien will effizienter werden 21. März 2012
  34. http://www.noen.at/news/verkehr/Flughafen-Wien-Skylink-Inbetriebnahme-wie-geplant-am-5-Juni;art3892,389872 ,vom 9.Mai 2012
  35. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/05/30/kein-skylink-am-flughafen-wien.html ,vom 30.Mai 2012
  36. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1249344074280&news_beitrag_id=1338885783617 ,vom 5. Juni 2012
  37. http://www.derboersianer.com/news/oesterreich/artikel/details/flughafen-wien-check-in-3-nun-auch-offiziell-erffnet-bild292007.html ,vom 21. Juni 2012
  38. http://www.diabla.at/node/218 ,Skylines vom 3/2012 Seite 138
  39. http://www.viennaaircrafthandling.com/jart/prj3/vah/website.jart?rel=de&content-id=1177656568559&reserve-mode=active ,abgerufen am 22.Mai 2012
  40. http://www.flughafenfreunde.at/reisen/berichte/GAC.htm
  41. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&content-id=1298853974213&reserve-mode=active
  42. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1249344074280&news_beitrag_id=1214452828585
  43. http://www.vie-umwelt.at/jart/prj3/umwelt/umwelt.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1222142432561
  44. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&content-id=1260752527968&reserve-mode=active
  45. http://www.nextroom.at/building.php?id=19110
  46. http://www.holzbaupreis-noe.at/die-besten-2000-2010/2005/detail/detail/handling-center-west-flughafen-wien/
  47. http://www.nextroom.at/building.php?id=19663 ,abgerufen am 22.Mai 2012
  48. http://austrianaviation.net/im-focus/im-focus-detail/datum/2011/02/28/niki-zieht-in-hangar-3-ein.html ,vom 24.Februar 2011
  49. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2011/03/04/aua-abschied-vom-hangar-3.html ,vom 3.Oktober 2010
  50. http://www.austriantechnik.at/Company/CompanyProfile/FactsFigures.aspx?sc_lang=de ,abgerufen am 22.Mai 2012
  51. http://www.flughafenfreunde.at/reisen/berichte/TECMET.htm ,abgerufen am 22.Mai 2012
  52. http://www.austrianwings.info/2008/09/eroffnung-des-vienna-aviation-campus/ ,vom 15.September 2008
  53. http://www.red-blog.at/2012/02/flugsimulatoren-teil-2/ ,abgerufen am 22.Mai.2012
  54. http://austrianaviation.net/im-focus/im-focus-detail/datum/2008/10/21/interview-christian-korherr-lufthansa-flight-training-vienna.html ,vom 21.Oktober 2008
  55. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20010612_OTS0082/kindergarten-am-flughafen-wien-schwechat ,vom 12.Juni 2001
  56. http://ir.viennaairport.com/jart/prj3/ir/uploads/data-uploads/210306_Flughafen_GB05%20final_dtklei.pdf ,Geschäftsbericht 2005 Seiten 34-37
  57. Gregor Wenda: Drehscheibe Flughafen. Artikel im Magazin [[Öffentliche Sicherheit (Zeitschrift)|]] (Ausgabe November/Dezember 2012).
  58. http://burgenland.orf.at/news/stories/2542856/ ,vom 26.Juli 2012
  59. http://www.vienna.at/wiener-flughafen-feuerwehr-620-leute-40000-brandmelder/news-20080225-02441936
  60. http://www.flughafenfreunde.at/reisen/berichte/Feuerwacheneu.htm
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  62. http://www.flughafenfreunde.at/reisen/berichte/SZ.html ,vom 7.Dezember 2007
  63. http://www.wien-konkret.at/verkehr/fliegen/flughafen-wien/flughafen-sicherheit/ ,abgerufen am 15.August 2012
  64. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&content-id=1260752528003
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  71. http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/wirtschaft/flugzeug-treibstoff-aus-unterirdischen-pipelines-171902/index.do ,vom 30.Jänner 1998
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  74. a b Geschäftsbericht 2011, S. 23
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  83. drittepiste.viennaairport.com - Wieso braucht der Flughafen Wien eine 3. Piste?, aufgerufen am 15. März 2011
  84. derstandard.at - Dritte Piste könnte bis zu 1,8 Milliarden kosten, aufgerufen am 15. März 2011
  85. Website des Dialogforums
  86. a b viennaairport.at - Presseaussendungen und News abgerufen am 2. Juni 2012
  87. http://www.tai.at/index.php/de/verkehr/flug16/2500-boarding-gefaess-als-kapazitaets-doppler ,vom 4.November 2011
  88. Austrian Aviation: Der Flughafen Wien blickt in die Zukunft,vom 19. Jänner 2012
  89. http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwien/unterwegs/456064_Baustart-fuer-Hauptbahnhof-Anbindung-an-den-Flughafen-Wien.html ,vom 7.Mai 2012
  90. http://www.noen.at/news/wirtschaft/Flughafen-ueberlegt-Bau-eines-Shoppingcenters;art333,381316 ,vom 26.März 2012
  91. http://gb2011.viennaairport.com/jart/VIEGB11/html/de/index.jart?stucture_id=1319527279431 ,aus dem Geschäftsbericht 2011
  92. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/03/02/vor-2013-kein-a380-regelbetrieb-in-wien.html ,vom 26.September 2011
  93. Flugspuren im Internet
  94. Website zum Lärmschutzprogramm des Flughafens Wien
  95. Website zum Umweltschutzprogramm „Umwelt und Luftfahrt“ des Flughafens Wien
  96. aviation-safety.net: Flugunfall vom 17. November 1945
  97. aviation-safety.net: Flugunfall vom 10. Oktober 1955
  98. Flugzeugkatastrophe auf dem Leopoldsberg. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Oktober 1955, S. 1.
  99. aviation-safety.net: Flugunfall vom 24. Dezember 1958 einer Lockheed L-749A Constellation
  100. Das Weihnachtswunder von Schwechat: Zwischen Absturz und Explosion – alle gerettet. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Dezember 1958, S. 1, links unten.
  101. Polnisches Flugzeug nach Wien entführt. Entführer drohten mit Bombenattrappen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 21. November 1969, S. 1.
  102. Hinweis bei Swissair-Story.ch
  103. Keine Starterlaubnis für den Sportflieger. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Dezember 1971, S. 1.
  104. aviation-safety.net: Flugunfall vom 17. September 1984 einer Swearingen SA.226TC Metro II OE-LSA
  105. Service-Flugzeug blockierte Flugverkehr in Schwechat. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 19. September 1984, S. 9, rechts unten.
  106. In Schwechat stießen zwei Jumbos zusammen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 22. Juni 1987, S. 7.
  107. austrianwings.info: Vor 10 Jahren – Hapag Lloyd Notlandung in Wien
  108. a b c d e f g viennaairport.com – Verkehrszahlen
  109. Verkehrszahlen des Jahres 2010
  110. http://ir.viennaairport.com/jart/prj3/ir/uploads/data-uploads/IR%202012/Geschaeftsbericht%202011_dt.pdf ,Geschäftsbericht 2011 S.36
  111. http://ir.viennaairport.com/jart/prj3/ir/uploads/data-uploads/IR%202012/Geschaeftsbericht%202011_dt.pdf ,Geschäftsbericht 2011 S.75
  112. European Airline Punctuality – Bericht zur jeweils aktuellen Pünktlichkeitsstatistik der AEA
  113. http://www.touristaustria.at/index.php/en/verkehr/flug16/2500-boarding-gefaess-als-kapazitaets-doppler
  114. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/448415_Nachtruhe-geht-vor-Nachtfluegen.html ,vom 4.April 2012
  115. http://ooe.orf.at/news/stories/2536152/ ,vom 6.Juni 2012
  116. http://www.aec.at/press/2012/06/05/%E2%80%9Ezeitraum%E2%80%9C-am-neuen-terminal-des-flughafen-wien/ ,abgerufen am 1.Juli 2012
  117. http://www.viennaairport.com/jart/prj3/va/main.jart?rel=de&content-id=1249344074280&news_beitrag_id=1292978263781
  118. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/06/15/aua-sichert-sich-groesste-werbeflaeche-oesterreichs.html ,vom 15.Juni 2012

Weblinks

 Commons: Vienna International Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Dieser Artikel wurde am 15. Juni 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.