François-Marie de Broglie

François-Marie de Broglie (1671-1745)

François-Marie de Broglie, 1. Herzog de Broglie (Entgegen der korrekten Aussprache des Namens Broglie wie frz. breuil wird der Name der nach François-Marie de Broglie benannten place Broglie in Strasbourg von den dortigen Einwohnern wie frz. brogli ausgesprochen) (* 11. Januar 1671 in Paris; † 22. Mai 1745) war ein französischer Feldherr, Marschall von Frankreich.

Leben und Leistungen

François-Marie de Broglie nahm seit 1689 an allen Feldzügen in Deutschland, Italien und Flandern teil, wurde 1714 Gouverneur von Mont-Dauphin und Generaldirektor der Kavallerie und 1724 Bevollmächtigter zu London.

1731 zurückberufen, wurde er 1733 als Generalleutnant Villars' Armee in Italien zugewiesen, über welche er 1734, zum Marschall erhoben, neben Marschall Coigny den Oberbefehl erhielt. Er erkämpfte mit diesem die Siege von Parma und Guastalla.

Nach dem Frieden erhielt er das Gouvernement im Elsass und kämpfte im österreichischen Erbfolgekrieg unter Belleisle, mit dem er am 26. November 1741 Prag einnahm, und dem er später im Oberkommando der böhmischen Armee folgte. 1742 wurde er zum 1. Herzog von Broglie erhoben. Er fiel aber in Ungnade, weil er das geschwächte Heer gegen die Wünsche des Hofs über den Rhein zurückführte, und zog sich in seine kurz vorher zum Herzogtum Broglie erhobene Baronie Ferrières zurück, wo er am 22. Mai 1745 starb. Erbe des Herzogstitels war sein Sohn Victor-François de Broglie.

Siehe auch

Broglie (Familie)