Franz-Eduard-Matras-Haus

Franz-Eduard-Matras-Haus
ÖTK-Hütte
Franz-Eduard-Matras-Haus
Franz-Eduard-Matras-Haus
Lage Gipfel Hochkönig
Gebirgsgruppe Berchtesgadener Alpen
Geographische Lage 47° 25′ 14″ N, 13° 3′ 44″ O47.42055555555613.0622222222222941Koordinaten: 47° 25′ 14″ N, 13° 3′ 44″ O
Höhenlage 2941 m ü. A.
Franz-Eduard-Matras-Haus (Land Salzburg)
Franz-Eduard-Matras-Haus
Besitzer Sektion Salzburg des ÖTK
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Juni bis Mitte Oktober
Beherbergung 16 Betten, 94 Lager
Winterraum Lager
Weblink http://www.matrashaus.at
Hüttenverzeichnis ÖTK OeAV DAV

Das Franz-Eduard-Matras-Haus ist eine Schutzhütte des Österreichischen Touristenklubs auf dem Gipfel des 2941 m ü. A. hohen Hochkönigs im österreichischen Teil der Berchtesgadener Alpen. Somit zählt das Schutzhaus zu den höchstgelegenen Hütten in den Ostalpen mit einem überwältigenden Panorama bei schönem Wetter. Es ist nicht nur Ziel, sondern auch wichtiger Stützpunkt vieler Bergsteiger, denn auf den Hochkönig führen von allen Seiten sehr lange und anstrengende Wege, die alle gute Kondition und alpine Erfahrung erfordern. An schönen Wochenenden wird das Matrashaus auch im Winter bewirtschaftet, jedoch nur bei sicheren Verhältnissen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Hütte auf dem Hochkönig errichteten 1856 Mitterberger Knappen. Treibende Kraft war der damalige Verwalter der Gewerkschaft, Johann Pirchl. Im März 1894 wurde dem Österreichischen Touristenklub die Genehmigung zum Bau eines Schutzhauses erteilt. Es musste allerdings den Namen Kaiser-Jubiläums-Schutzhaus tragen. Am 15. August 1898 wurde das Schutzhaus eröffnet. Der Bau kostete 17.900 Gulden und bot bis zu 25 Personen eine Unterkunft. Franz Eduard Matras rettete das Haus, das auf Geheiß des Thronfolgers Franz Ferdinand von Österreich-Este abgetragen werden sollte, nachdem der Beamte Joseph Szombathy zurücktrat. Matras sprach beim Kaiser vor und fand Gehör. Aus diesem Grund wurde das Haus 1932 auf seinen Namen Franz Eduard Matras (1862–1945) benannt. Am 4. Mai 1982 brannte das Haus bis auf die Grundmauern nieder. Das Feuer wurde zwar entdeckt und auch bekämpft, letztendlich war der Kampf aber aussichtslos und wurde eingestellt. Vorübergehend stellte man eine provisorische Baracke auf und begann anschließend zügig mit der Errichtung eines Neubaus, der bereits am 1. September 1985 eröffnet werden konnte.

Zugänge

  • Vom Arthurhaus (1500 m, Parkplatz, bei Mühlbach am Hochkönig) über Mitterfeldalm, Ochsenkar, Schweizertafel und Übergossene Alm, Normalweg, markiert und teilweise gesichert, Gehzeit: 5 bis 6 Stunden.
  • Vom Birgkarhaus am Dientner Sattel (1380 m, Parkplatz, bei Dienten) durch das Birgkar, markiert und teilweise gesichert, Kletterein im Schwierigkeit I-II nach UIAA, Gehzeit: 4 bis 5 Stunden.
  • Von Hinterthal (1030 m, Parkplatz, bei Maria Alm) über Bertgenhütte, Teufelslöcher und Übergossene Alm, markiert und teilweise gesichert, Kletterein im Schwierigkeit I-II nach UIAA, Gehzeit: 6 bis 7 Stunden.
  • Von der Dielalm (1020 m, Parkplatz, bei Werfen) über Ostpreußenhütte, Steingrube und Übergossene Alm, markiert, leichtester und längster Weg, Gehzeit: 7 bis 8 Stunden.

Übergänge

Sämtliche Übergänge sind vom Matrashaus aus im Abstieg zu bewältigen.

  • Mitterfeldalm und Arthurhaus über Ochsenkar, mittel, Gehzeit: 4 Stunden.
  • Ostpreußenhütte über Übergossene Alm, leicht, Gehzeit: 4½ Stunden.
  • Bertgenhütte über Übergossene Alm und Teufelslöcher, schwierig, Gehzeit: 3½ Stunden.
  • Eckberthütte über Herzogsteig, Torscharte und Bohlensteig, schwierig, Gehzeit: 5 Stunden.
  • Riemannhaus über Herzogsteig, Torscharte, Brandhorn, Wildalmkirchl-Biwak und Steinernes Meer, Gehzeit: 8 Stunden.

Gipfelbesteigungen

  • Hochseiler (2795 m) über Teufelslöcher, schwierig, teilweise gesichert, Gehzeit: 2 Stunden.
  • Lammkopf (2845 m) über Übergossene Alm, mittel, nicht markiert oder gesichert, Gehzeit: 1 Stunde.
  • Bratschenkopf, Kemetstein, Floßkogel, Torsäule usw. sind weitgehend weglos erreichbar.

Literatur

Weblinks