Franz Folliot de Crenneville

Franz Folliot de Crenneville, Lithographie von Vinzenz Katzler, 1862

Graf Franz Josef Folliot von Crenneville (* 22. März 1815 in Ödenburg; † 22. Juni 1888 in Gmunden) war österreichischer General.

Aus altadligem normannischem Geschlecht stammend, trat er in das Marinekollegium zu Venedig ein, wurde 1831 Leutnant beim Regiment Kaiserjäger, 1837 Hauptmann, 1841 Dienstkämmerer des Kaisers Ferdinand und stieg bis 1848 zum Obersten und Flügeladjutanten auf. 1849 führte er ein Grenadierbataillon, an dessen Spitze er im Feldzug gegen Piemont sowie während der Streifzüge in der Romagna gegen Garibaldi kämpfte, dann das Infanterieregiment Graf Kinsky. Er wurde 1850 Generalmajor und Brigadier und befehligte mehrere Jahre die in den italienischen Herzogtümern stationierten österreichischen Truppen. Im Jahr 1855 wurde er nach Paris gesandt und 1857 Feldmarschallleutnant und Divisionär in Siebenbürgen und Kroatien.

1859 zeichnete er sich bei Montebello und Solferino aus. Nach dem Krieg wurde er Geheimrat mit dem Vorsitz im Präsidialbüro des Armeeoberkommandos und im Oktober 1859 erster Generaladjutant des Kaisers, als welcher er auch das Präsidium der Zentralkanzlei und den Vortrag über alle persönlichen Angelegenheiten der Armee hatte. 1867 wurde er zum Oberstkämmerer des Kaisers Franz Joseph ernannt.

Literatur

Weblinks