Franz Gosch

Franz Gosch (* 27. September 1884 in Aichberg bei Eibiswald, Steiermark; † 9. Oktober 1952 wahrscheinlich in Graz) war Direktor der Universitätsbibliothek Graz.

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Hochschulausbildung

Gosch studierte Klassische Philologie, Archäologie, Kunstgeschichte und Slawistik an der Universität Graz, wo er auch promovierte.

Leben

1914 trat er in die Universitätsbibliothek ein, wurde aber schon wenige Wochen danach zum Kriegsdienst eingezogen. 1921 kehrte er aus der russischen Kriegsgefangenschaft an die Bibliothek zurück. 1923 wurde er Lektor für Russisch. 1934 bis 1945 war er Direktor der Universitätsbibliothek Graz. Daneben war er Mitglied der Vaterländischen Front und der NSDAP. Trotz seiner ausgeprägten nationalsozialistischen Gesinnung war er für seinen fairen Umgang mit andersdenkenden Untergebenen bekannt. 1941 meldete er sich freiwillig an die Front (wo er Oberleutnant war), kehrte aber schon im nächsten Jahr wieder an seinen Direktorsposten an der Bibliothek zurück. 1945 wurde er verhaftet, aber bereits 1946 auf Betreiben seines Nachfolgers Wolfgang Benndorf wieder freigelassen. 1948 wurde Gosch pensioniert.

Werke

Die antiken Schriftquellen zu Phidias. Diss. Graz 1910. 126 Bl.

Literatur

  • Stefan Alker: Bibliotheken in der NS-Zeit. Göttingen 2008