Franz Grasberger

Franz Grasberger (* 2. November 1915 in Gmunden, Oberösterreich; † 25. Oktober 1981 in Wien) war ein österreichischer Musikwissenschaftler. Er war der Vater der Kunsthistorikerin und Musikwissenschaftlerin Renate Grasberger.

Grasberger studierte Musikwissenschaft an der Universität Wien bei Robert Lach und Robert Haas sowie Kirchen- und Schulmusik an der Wiener Musikakademie. 1938 begann er bei der Österreichischen Nationalbibliothek als Mitarbeiter in der dortigen Musiksammlung. Zwischen 1954 und 1972 dozierte er Musikbibliografie an der Universität Wien. 1970 wurde Grasberger zum Direktor der Nationalbibliothek und 1974 zum Obmann der Kommission für Musikforschung ernannt; beide Ämter hielt er bis 1981 inne. 1972 gründete er das Anton Bruckner Institut Linz (ABIL).

Grasbergers Forschungsschwerpunkte lagen in der Veranstaltung von Ausstellungen und Symposien sowie Arbeiten zu bibliothekarischen Problemen und analytisch-musiktheoretischen Themen. Seine Publikationen behandelten viele der bedeutendsten deutschsprachigen romantischen Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Anton Bruckner, Franz Schubert, Richard Strauss und Hugo Wolf.

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