Franz Paul von Wallis

Franz Anton Paul Graf Wallis von Karighmain (* 1677; † 1737) war ein kaiserlicher Hofkriegsrat, Generalfeldzeugmeister und kommandierender General sowie Gubernator von Siebenbürgen. Er stammte aus dem Geschlecht der österreichischen Grafen von Wallis.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hauptartikel: Wallis von Carighmain

Franz Anton Paul von Wallis war der Sohn des Generalfeldmarschalls Georg Olivier von Wallis d. Ä. und der Magdalena (1657–1712), geborene Gräfin von Attems. Der Vater starb 1689 bei der Belagerung von Mainz und hinterließ den minderjährigen Franz Paul und dessen Bruder Georg Olivier (1673–1744).

Franz Paul war Inhaber des gleichnamigen Regiments Wallis. Als General in Siebenbürgen war er Kommandant der Festung Temesvar. Die Stadt wurde nach dem Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg und der Eroberung des Banats durch das habsburgische Österreich im Jahre 1716 zur Festungs- und Garnisonsstadt ausgebaut. 1719 ließ er Freidorf (heute der siebte Bezirk von Timișoara) gründen. Von 1734 an war er Gubernator von Siebenbürgen. 1735 wurde er Feldmarschalleutnant und 1736 Hofkriegsrat.[1]

Wallis war mit Cäcilia von Liechtenstein verheiratet und starb um 1737 ohne leibliche Nachkommen.

Besitzungen

Nach dem Tod seiner Mutter erbte Franz Paul von Wallis die Herrschaft Plomnitz in der Grafschaft Glatz. Bis zum Lebensende befanden sich durch Erwerbungen auch die ebenfalls in der Grafschaft liegenden Güter Kieslingswalde, Glasegrund, Weißbrod, Altwaltersdorf, Kaiserswalde sowie das an Kaiserswalde grenzende Friedrichswalde in Böhmen in seinem Besitz.

Erbe wurde sein Bruder Georg Olivier von Wallis, dem bereits die Grafschaft Glatzer Herrschaften Wallisfurth, Seitenberg, Kunzendorf u. a. gehörten.

Einzelnachweise

  1. Hermann Kopf: Christoph Anton Graf von Schauenburg (1717–1787): Aufstieg und Sturz des breisgauischen Kreishauptmanns, Rombach, Freiburg im Breisgau 2000, ISBN 3793003434, S. 23

Weblinks