Franz Podezin

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Franz Podezin (* 1911 in Wien; † um 1995) war in der Zeit der NS-Herrschaft NSDAP-Ortsgruppenführer von Rechnitz, SS-Sturmscharführer und Leiter der örtlichen Gestapo-Dienststelle.

Podezin gilt noch vor Hans Joachim Oldenburg, Gutsverwalter der Gräfin Margit von Batthyány, als Hauptverantwortlicher für das Massaker von Rechnitz.[1][2]

Nach einem Bericht im Süddeutsche Zeitung Magazin tauchte Podezin nach dem Krieg 1945 in der westlichen Besatzungszone unter, wo er später als Agent in der DDR arbeitete. Er kehrte zurück in den Westen und lebte bis 1963 in Kiel als unauffälliger Versicherungsangestellter. Als die Staatsanwaltschaft Dortmund 1963 ein Verfahren wegen mehrfachen Mordes gegen ihn eröffnete, floh er nach Dänemark und von dort in die Schweiz, wo er von einem Hotel in Basel aus Margit von Batthyány und Hans Joachim Oldenburg erpresste. Zuletzt gesehen wurde Podezin in Johannesburg, Südafrika, wo er Untermieter von Josef Helmut Hansel war und unweit von Alexandra wohnte. Die Firma Hytec, für die er in Südafrika tätig war, soll heute noch mit Thyssen-Krupp zusammenarbeiten. Podezin starb Mitte der Neunzigerjahre.[3]

Einzelnachweise

  1. http://www.refugius.at/zip/anklageschrift.pdf
  2. http://www.signandsight.com/features/1591.html
  3. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33506/7/1