Franz Soronics

Franz Soronics (* 28. Juli 1920 in Eisenstadt; † 25. Mai 2009 ebenda) war ein österreichischer Politiker (ÖVP).

Soronics, Sohn einer Arbeiterfamilie, absolvierte die Handelsschule und trat 1938 in den Dienst der burgenländischen Landesregierung ein. 1950 wurde Soronics als „ÖAAB-Mann“ Stadtrat von Eisenstadt. Von 1956 bis Juni 1959 war er Mitglied des Bundesrats und wechselte anschließend in den Nationalrat, dem er bis 1971 angehörte.

Unter Bundeskanzler Alfons Gorbach wurde Soronics 1963 Staatssekretär im Bundesministerium für Inneres und nach dem Wahlsieg der ÖVP 1966 Staatssekretär im Bundesministerium für soziale Verwaltung. Von 1968 bis 1970 war er Bundesminister für Inneres.

Nach dem Wahlverlust der ÖVP im Jahr 1970 ging Soronics wieder in die Burgenländische Landespolitik, wo er zuerst Mitglied der Burgenländischen Landesregierung und 1972 der Stellvertreter von Landeshauptmann Theodor Kery wurde. Er war als Konsenspolitiker bekannt und hatte zu Kery ein gutes Einvernehmen.[1] Es gelang ihm aber nicht, die absolute Mehrheit der SPÖ im Burgenland zu brechen.

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. II. Teil (1945–1995). Eisenstadt 1996 (Burgenländische Forschungen; 76), ISBN 3-901517-07-3.

Einzelnachweise

  1. Alt-Innenminister Franz Soronics gestorben auf ORF-Burgenland vom 26. Mai 2009 abgerufen am 26. Mai 2009

Weblinks