Franz Stumpf (CS)

Kreuz für Franz Stumpf an der Wand der Thierbergkapelle bei Kufstein

Franz Stumpf (* 30. März 1876 in Sablat, Böhmen; † 28. Februar 1935 in Innsbruck) war ein österreichischer Politiker der Christlichsozialen Partei und Landeshauptmann von Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn eines Arztes, sollte auf Wunsch seiner Eltern ebenfalls eine akademische Ausbildung genießen, und wurde daraufhin nach Hall in Tirol geschickt, wo er die Volksschule und anschließend das Gymnasium absolvierte. In dieser Zeit wurde er Mitglied der Mittelschülerverbindung K.Ö.St.V. Sternkorona Hall.[1] Danach schrieb er sich an der Universität Innsbruck ein, an der er ebenso wie an der Technischen Universität Wien Physik studierte und mit der Promotion abschloss. Während seines Studiums versah er freiwillig ein Jahr den Militärdienst bei den Kaiserschützen. Stumpf besuchte eine Lehrerbildungsanstalt in Bozen und war dann als Professor an der Lehrerbildungsakademie in Wien tätig.

Im Jahr 1907 wurde er als Abgeordneter für Hopfgarten im Brixental, Kitzbühel und Kufstein in den österreichischen Reichsrat gewählt, im Jahr 1908 dann auch in den Tiroler Landtag. 1918/19 war er Mitglied der provisorischen Nationalversammlung, er wurde auch in die Konstituierende Nationalversammlung gewählt.

Stumpf bekleidete von 1918 bis 1919 die Funktion eines Landesrats in Tirol, von 1919 bis 1921 war er Landeshauptmannstellvertreter. 1921 wurde er zum Landeshauptmann von Tirol gewählt und nahm diese Amt bis zu seinem Tode wahr. Vom 14. April 1931 bis zum 2. Mai 1934 war Stumpf Mitglied des Österreichischen Bundesrats, vom 1. Dezember 1932 bis 31. Mai 1933 war er Bundesratspräsident.

Stumpf gehörte zum Freundeskreis des Publizisten Friedrich Funder. Er war Ehrenbürger der Gemeinde Wörgl, Träger des Gregoriusorden und des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. In Kundl, wo Stumpf begraben ist, sowie in Wörgl und Innsbruck sind Straßen nach ihm benannt.

Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Austria Innsbruck und seit 1926 der KDB Vindelicia Innsbruck im RKDB (heute im ÖCV). [2]

Literatur

  • Günther Messner: Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf und die Tiroler Heimatwehr. Innsbruck 2007, (Innsbruck, Univ. Diplomarbeit).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heinrich Obermüller: Verboten und verfolgt: Von den Anfängen bis 1918, Österreichische Verein für Studentengeschichte, 2003, S. 160
  2.  Fritz Aldefeld (Hrsg.): Gesamt-Verzeichnis des R.K.D.B.. Neuß 1931.