Franz Xaver von Hlubek

Franz Xaver von Hlubek, Lithographie von August Prinzhofer, 1846

Franz Xaver Wilhelm Ritter von Hlubek (* 11. September 1802 in Chabitschau, Mähren; † 10. Februar 1880 in Graz) war ein österreichischer Agronom und landwirtschaftlicher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Franz Xaver Hlubek besuchte zunächst das Gymnasium von Troppau. Anschließend zog er nach Brünn, um sich mit dem Studium der Philosophie zu beschäftigen, und später studierte er an der Universität Wien Jurisprudenz, Chemie und Landwirtschaft. Hlubek wurde 1830 Professor der Landwirtschaft in Wien, 1832 in Lemberg, 1834 in Laibach und 1840 am Joanneum in Graz (heute Technische Universität Graz), wo er auch Referent des Zentralausschusses der Steiermärkischen Landwirtschaftsgesellschaft und Administrator des Versuchshofs und des Musterweingartens wurde und 1843 einen Seidenbauverein für Steiermark begründete.

Er trat 1867 in den Ruhestand, 1870 erhielt er den Orden der Eisernen Krone. Er verstarb am 10. Februar 1880 in Graz.

Hlubek zählt zu den Vorläufern der landwirtschaftlichen Naturforschung und zu den letzten Verteidigern der Humustheorie.

Schriften

  • Die Ernährung der Pflanzen und die Statik des Landbaues: gekrönte Preisschrift. Prag: Calve, 1841.
  • Beleuchtung der organischen Chemie des Herrn Dr. Justus Liebig. Graz, 1842.
  • Beantwortung der wichtigsten Fragen des Ackerbaues, als Nachtrag zu meiner Beleuchtung der organischen Chemie des Herrn Dr. Justus Liebig. Graz, 1842.
  • Versuch einer neuen Charakteristik und Klassifikation der Rebsorten. Graz, 1841.
  • Der Verkehr zwischen Triest und der Monarchie und die Wien-Triester Eisenbahn. Wien: Carl Gerold, 1841.
  • Die Landwirthschaftslehre in ihrem ganzen Umfange nach den Erfahrungen und Erkenntnissen der letztverflossenen 100 Jahre / Mit wiss. Strenge dargest. von F. X. Hlubek. Wien: Braumüller & Seidel, 1846. 2., verb. Aufl. Wien: Seidel, 1853.
  • Die Landwirthschaft des Herzogthums Steiermark. Festgabe für die Mitglieder der X. Versammlung Deutscher Land- und Forstwirthe, nach den Eingaben der Filialen der k. k. Steiermärkischen Landwirtschafts-Gesellschaft. Versammlung Deutscher Land- und Forstwirthe Steiermärkischen Landwirtschafts-Gesellschaft. Graz, 1846.
  • Die errungene Freiheit Deutschlands fordert die Freiheit des Bauernstandes: sie fordert die Ablösung sämmtlicher Urbarial-Giebigkeiten, als: Robot, Zehent, Schüttungen, Berg- und Kleinrechte, Laudemien etc. und die Aufhebung der Patrimonial-Gerichtsbarkeit. Gratz: Damian & Sorge, 1848.
  • Die Landwirtschaftslehre in ihrem ganzen Umfang. Wien, 1846, 2 Bde.; 2. Aufl. 1851-53).
  • Bericht über die englische Landwirthschaft und die zu London ausgestellten landwirthschaftlichen Geräthe und Maschinen. Graz: Greiner, 1852.
  • Die Betriebslehre der Landwirtschaft. Wien, 1853.
  • Die Bepflanzung des Karstes. Graz, 1858.
  • Ein treues Bild des Herzogthumes Steiermark als Denkmal dankbarer Erinnerung an Weiland Se. kaiserliche Hoheit den durchlauchtigsten Erzherzog Johann herausgegeben von der k. k. steiermärkischen Landwirthschafts-Gesellschaft. Graz: Kienreich, 1860.
  • Der Weinbau in Österreich. Graz, 1864.
  • Die wichtigsten Lehren der Landwirtschaft. Graz, 1867.
  • Maulbeerbaum und Seidenzucht. Graz, 1880.

Literatur

Weblinks

Meyers Konversationslexikons logo.svg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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