Franz von John

Franz von John

Franz Freiherr von John (* 20. November 1815 in Bruck an der Leitha; † 25. Mai 1876 in Wien) war ein österreichischer General und Kriegsminister.

Franz Freiherr von John wurde auf der Militärakademie in Wiener Neustadt erzogen und trat 1835 als Unterleutnant in das Infanterieregiment Erzherzog Franz Karl ein. 1845 als Oberleutnant zum Generalquartiermeisterstab kommandiert, machte er in Italien unter Radetzkys Leitung die hohe Schule seiner militärischen Bildung durch und nahm 1848, eben Hauptmann geworden, an den Kämpfen in Oberitalien einen so hervorragenden Anteil, namentlich bei Goito und Volta, dass er während eines Jahrs die Eiserne Krone, den Maria-Theresia-Orden und das Militärverdienstkreuz erwarb.

1857 wurde er als Oberst und Regimentskommandantund in den Freiherrenstand erhoben, 1859 war er Generalstabschef des VI. Armeekorps in Südtirol, und seit 1860 stand er als Generalmajor an der Spitze des Generalstabs der von Benedek befehligten italienischen Armee.

Er blieb Generalstabschef der Südarmee in Italien, auch 1866 unter Erzherzog Albrecht und zeichnete sich in der Schlacht bei Custozza (24. Juni) so aus, dass er zum Feldmarschalleutnant ernannt wurde. Er begleitete auch den Erzherzog auf den nördlichen Kriegsschauplatz und übernahm im September provisorisch, im Oktober definitiv das Kriegsministerium.

Im Mai 1867 wurde er ins Herrenhaus berufen, im Dezember 1867 Reichskriegsminister. Er führte die Heeresreform, welche auf der allgemeinen Wehrpflicht basierte, durch. Schon im Januar 1868 trat er indes ab, wurde im März 1869 Landeskommandierender in Graz, dann Feldzeugmeister und Chef des Generalstabs der Armee, als welcher er 25. Mai 1876 starb.

Die Johnstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk ist nach ihm benannt.

Literatur

Weblinks

Meyers Konversationslexikons logo.svg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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