Fresach

Fresach
Wappen von Fresach
Fresach (Österreich)
Fresach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 38,78 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 13° 42′ O46.71222222222213.6925715Koordinaten: 46° 42′ 44″ N, 13° 41′ 33″ O
Höhe: 715 m ü. A.
Einwohner: 1.239 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 31,95 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9712
Vorwahl: 0 42 45
Gemeindekennziffer: 2 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fresach Nr. 160
9712 Fresach
Website: www.fresach.at
Politik
Bürgermeister: Walter Bernsteiner (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
7 FPK, 6 SPÖ, 2 ÖVP
Lage der Gemeinde Fresach im Bezirk Villach-Land
Arnoldstein Arriach Bad Bleiberg Feistritz an der Gail Feld am See Ferndorf Finkenstein am Faaker See Fresach Hohenthurn Nötsch im Gailtal Paternion Rosegg Sankt Jakob im Rosental Stockenboi Treffen am Ossiacher See Velden am Wörther See Weißenstein Wernberg (Kärnten) Afritz am See Villach KärntenLage der Gemeinde Fresach im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Fresach ist eine Gemeinde mit 1239 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Villach-Land in Kärnten. Fresach ist auch Luftkurort.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Das Gemeindegebiet liegt zur Gänze in den Nockbergen (Mirnock-Verditz) zwischen unterem Drautal und Gegendtal. Lediglich im Südwesten bildet die Drau die Grenze. Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Feld am See, Afritz am See, Treffen, Weißenstein, Paternion und Ferndorf.

Gliederung

Die Gemeinde ist in die drei Katastralgemeinden Fresach, Mooswald und Tragenwinkel gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

Evangelisches Diözesanmuseum (früher Toleranzbethaus) in Fresach
Aufschrift über dem Eingang des Evangelischen Bethauses in Fresach
Evangelisches Pastorenhaus in Fresach
  • Amberg (34)
  • Fresach (638)
  • Laas (85)
  • Mitterberg (175)
  • Mooswald (260)
  • Tragenwinkel (124)

Geschichte

Erste Funde gibt es aus der Bronzezeit (Äxte). Um 590 n. Chr. ließen sich die Slawen im Gebiet nieder, im 8. Jahrhundert die Baiern.

Die Grafen von Ortenburg wurden um das 11. Jahrhundert mit dem Gebiet belehnt. Im 12. Jahrhundert wurde in Fresach die erste Kirche erbaut. 1478 wurde Fresach von den Türken zerstört. Nach dem Aussterben der Ortenburger 1518 kam das Gebiet unter habsburgische Herrschaft. Im frühen 16. Jahrhundert wurde die Mehrheit der Bevölkerung protestantisch. Auch nach der Gegenreformation, die den Übertritt zur katholischen Kirche erzwang, blieben viele im Geheimen ihrem Glauben treu (Kryptoprotestanten). Nach dem Toleranzpatent Kaiser Joseph II. wurde 1782 wieder eine evangelische Pfarre Fresach gegründet. 1787 wurde das erste Schulhaus erbaut.

1849 wurden die beiden Gemeinden Mooswald und Fresach gegründet, die 1963 zusammengelegt wurden.

Bevölkerung

Die Gemeinde Fresach hat 1316 Einwohner (2001), davon sind 99,3 % österreichische Staatsbürger. Als Religionszugehörigkeit geben 66,6 % evangelisch, 30,0 % römisch-katholisch, 0,2 % islamisch an. 2,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Evangelische Kirche in Fresach
Katholische Kirche St. Blasius in Fresach

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Neues Gebäude für das Evangelische Diözesanmuseum, wurde 2011 für die Kärntner Landesausstellung 2011 erbaut und erhielt einen Landesbaupreis
  • Toleranzbethaus (erbaut 1784) und Pfarrhaus (Ende 17. Jh.) gehören zum Museum
  • Evangelische Kirche (1949–1951)
  • Katholische Pfarrkirche hl. Blasius (1565)
  • Krebsenwandermeile (Steinkrebse) [2]

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 33 Arbeitsstätten mit 98 Beschäftigten in der Gemeinde und 449 Auspendler . Es gibt 104 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 35 im Haupterwerb), die zusammen 3.502 ha bewirtschaften (1999).

Fresach ist ein „heilklimatischer Luftkurort“, wodurch der Fremdenverkehr eine gewisse Rolle spielt.

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Landesstraßen L37, L39 und L40.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Seit den Gemeinderatswahlen 2009 verteilen sich die Mandate wie folgt:

Bürgermeister ist Walter Bernsteiner (SPÖ).

Wappen

Das Wappen von Fresach zeigt im gespaltenen Schild vorne in Gold ein hängendes grünes Birkenblatt, das für den Ortsnamen steht (von slowenisch breže = bei denen im Birkengehölz), im hinteren Teil in Grün einen goldenen Abendmahlskelch mit darüber schwebender weißer Hostie als Symbol des evangelischen Glaubens. Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 31. August 1978 verliehen. Die Fahne ist Gelb-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Fresach – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. fresach auf 50plu.at abgerufen am 31. Mia 2010
  2. Wanderkarte im Detail