Freudenberg (Gemeinde Moosburg)

Wallfahrtskirche Maria Sieben Schmerzen
Jungfrau Maria von Fátima-Figur im Kirchenraum
Altar der Filialkirche auf dem Freudenberg
Freudenberg: Schnitzgruppe Kruzifix mit Maria und Johannes

Freudenberg ist eine Ortschaft auf einer 802 Meter hohen Bergkuppe in der Gemeinde Moosburg im politischen Bezirk Klagenfurt-Land. Die südlich von der Ortschaft Maria Feicht gelegene Rotte besteht im Wesentlichen aus einem Landgasthaus und einer Wallfahrtskirche.

Inhaltsverzeichnis

Kreuzweg

Das letzte Drittel der Auffahrt von Witsch zum Freudenberg wird von den vierzehn Haltepunkten eines Kreuzweges mit Bildern und Beschreibungen des Leidensweges Jesu Christi gesäumt. Die Kirche selbst ist fünfzehnte Station und Endpunkt des Passionsweges.

Wanderwege

Neben der bequemen Auffahrtsmöglichkeit gibt es auch noch gut gekennzeichnete Wanderwege zur Kuppe. Der Freudenberg erfreut sich bei Pilgern, Wanderern und Radfahrern großer Beliebtheit und ist somit ein erlesenes Ausflugsziel.

In den Wintermonaten frönt man dem in Kärnten sehr verbreiteten Eisstockschießen auf einer vom Wirt gepflegten Eisbahn. Einem weiteren schneeabhängigen Freizeitvergnügen geht man auch gerne nach: dem Naturbahnrodeln: dabei zieht man beim Aufstieg den Schlitten mit, genießt beim Wirt eine kleine Zwischenmahlzeit, ehe man die fröhliche Talfahrt auf der Rodel antritt.

Wallfahrtskirche

Sechs Wallfahrten an verschiedenen Marienfesten führen alljährlich zur Filial- und Wallfahrtskirche Maria Sieben Schmerzen.

Geschichtliches

Errichtung einer Kapelle vor 1779, auf Befehl des Salzburgischen Ordinariats wegen Gefahr des Aberglaubens zerstört und das Gnadenbild nach Maria Feicht übertragen. 1795 erneuter eigenmächtiger Kapellenbau. 1842-44 Neubau.

Beschreibung

Kleiner biedermeierlicher Bau; eingezogener langer polygonaler Chor mit spitzbogigen Fenstern. Nördliche Sakristei. Vorgestellter West-Turm mit rundbogigen Schallöffnungen, Zwiebelturm, Turmerdgeschoß an 3 Seiten rundbogig geöffnet. Der Dreiecksgiebel des Süd-Portals bezeichnet 1843. West-Portal. – An der östlichen Choraußenwand überlebensgroße Schnitzgruppe Kruzifix mit Maria und Johannes, 19. Jahrhundert. Inneres: Langhaus dreijochig, mit Platzgewölben, auf Wandpfeilern. Westempore über elliptischem Bogen. Schmaler rundbogiger Triumphbogen. Chor zweijochig, Platzln mit Gurtbogen; polygonaler Schluss mit Stichkappen. Hochaltar, Mitte 18. Jahrhundert, Gemälde Pietá, seitlich über den Opfergangstüren unterlebensgroße Heiligenfiguren. Linker Seitenaltar. Mitte 18. Jahrhundert. Gemälde heiliger Florian.- Kanzel um 1800. Barock Plastik Gnadenstuhl. – Glocke um 1100, mit geritzter Inschrift.

Literatur

  • Dehio-Handbuch Kärnten. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 149f.

Weblinks

 Commons: Freudenberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

46.7087914.20326Koordinaten: 46° 43′ N, 14° 12′ O