Frida und Fred

Kindermuseum in Graz

Das Frida & Fred (Eigenschreibweise: FRida & freD) ist ein Kindermuseum im Grazer Augarten. Es wurde 2003 unter der Leitung der Architekten Hemma Fasch und Jakob Fuchs erbaut. Grundsätzlich richtet sich das Museum mit seinen Erlebnis-Ausstellungen an die Altersgruppe der 6- bis 12-Jährigen. Die Ausstellungen sind unter der Devise „Hands On – Minds On“ so konzipiert, dass die Kinder selbst mitgestalten und ausprobieren können.

Frida & Fred ist Mitglied bei Hands On Europe, der Vereinigung europäischer Kindermuseen.

Neben den jährlich wechselnden Ausstellungen finden im Frida & Fred auch mehrmals wöchentlich Kindertheater-Aufführungen und Workshops statt.

Inhaltsverzeichnis

Ausstellungen

  • 2010/2011: blubberblubb - zum Thema Wasser
  • 2010/2011: Erzähl mir was vom Tod
  • 2009/2010: Voll abgefahren! - zum Thema Mobilität
  • 2008/2009: Hast du Töne?
  • 2007/2008: Dialog im Dunkeln
  • 2007/2008: Finger, fertig, los! – zum Thema Handwerk
  • 2006/2007: Kopfüber Herzwärts – zur menschlichen Anatomie
  • 2005/2006: Rapunzel und der gestiefelte HänselMärchenausstellung

Bauwerk

Das Gebäude wurde unter hohem Zeitdruck errichtet und schon 10,5 Monate nach Spatenstich samt Ausstellung noch im Kulturhauptstadtjahr Graz 2003 eröffnet. Die Errichtungskosten betrugen 3,7 Mio. €.[1] Es weist viele Schrägen in Stahl, Beton und Glas auf, die mittleren der verschachtelten bespielten Geschossebenen sind stufenfrei per Rollstuhl erreichbar, alle per Lift. Schräge HEA-Stahlträger mit Massivholz ausgesteift bilden die Seitenwände. Dachhaut und Seitenverkleidung bestehen aus PU-Folie, grau um sich der Farbe von Baumrinde im Augarten anzunähern. Das Obergeschoss ist innen mit gelochten Sperrholzpanelen ausgekleidet. Hohe Transparenz des gesamten Bauwerks wird auch durch gelochte klare Kunststofffolienelemente unterstützt, die unter dem Dach (mit Nordoberlichten) als Schalldämmung gespannt verlaufen. Die bühnenseitige, teilverglaste Wand des Theatersaals wird aus raumhohen Elementen gebildet, deren Verschiebbarkeit bisher noch nicht genutzt wurde. Um im Saal Lichtregie führen zu können, wurde der Saal innen rundum textil schwarz verhangen.

Noch während der Errichtung wurde vom Betreiberteam eine 15 m lange personentragende Seilbahn im Luftraum über der Ausstellung entwickelt. Ein Passagier fährt per Handkurbelantrieb selbst. In den Jahren danach wurde ergänzend auch der in den Park übergehenden Aussenbereich ausgestaltet, aber auch die Polsterwellenkaskade durch eine Glasabschlusswand gegen Bespringen abgesichert. Eine relativ geringe Eingangshöhe von etwa 2,30 m limitiert das Einbringen hoher Ausstellungsobjekte. 2010 wird am nördlichen Nachbargrundstück höher gebaut.

2006 gewannen die Architekten mit dem Bau den 1. Austrian Architecture Award. [2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.faschundfuchs.com/bau_10.html
  2. http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_oesterreichischer_Architekturpreis_vergeben_22522.html

47.06316415.436231Koordinaten: 47° 3′ 47″ N, 15° 26′ 10″ O