Friedrich Ludwig von Kleist

Friedrich Ludwig von Kleist (* 1694; † 22. November 1757 vor Breslau) war ein königlich preußischer Generalmajor, sowie von 1756–1757 Inhaber des Altpreußischen Infanterieregiments No. 9.

Familie

Friedrich Ludwig von Kleist war ein Sohn des Melchior Ludwig von Kleist († nach 1724), einem studierten Mann und dessen zweiter Ehefrau Ester Elisabeth von Borcke († 1766). Er hatte drei Brüder und zwei Schwestern. Da er selber ledig blieb, ging sein Erbe an die Kinder einer Schwester, welche mit Major Martin Friedrich von Wedell vermählt war.

Leben

Friedrich Ludwig von Kleist trat als junger Mann zunächst der Weißen Füssiliergarde Friedrichs I. bei. Seit 1714 stand er zunächst als Fähnrich im Infanterieregiment Graf Wartensleben Nr. 1, wo er bis 1740 zum Major avancierte. 1743 wurde er Oberst-Leutnant im Regiment Erbprinz von Württemberg Nr. 46.

Im zweiten Schlesischen Krieg führte Kleist ein Grenadier-Bataillon. Nachdem er mit seinem Bataillon 1744 den Ereignissen vor Prag bei gewohnt hatte, nahm er an den Winterkampangen unter Oberst Winterfeldt teil. 1745 kämpfte er in der Schlacht bei Hohenfriedeberg und operierte anschließen in Oberschlesien.

1747 wurde Kleist zum Oberst befördert und übernahm als Kommandeur 1750 das Infanterieregiment Kalnein Nr. 4.

1756 zu Beginn des Siebenjährigen Krieges erfolgte die Beförderung zum Generalmajor. Selben Jahres focht er erfolgreich in der Schlacht bei Lobositz und übernahm anschließend als Chef das Infanterieregiment Quadt Nr. 9. 1757 nahm er an der Schlacht von Prag teil. Schließlich in der Schlacht von Breslau ist Friedrich Ludwig von Kleist, nach einem Brustdurchschuss, geblieben.

Friedrich der Große war mit Kleist sehr zufrieden, er machte ihn 1750 zum Amtshauptmann in Egeln in Ostpreußen. 1753 erhielt er den Pour le Mérite.

Darüber hinaus hatte Friedrich Ludwig von Kleist das Gut Heydnau bei Krossen erworben.

Literatur