Friedrich Magerl

Friedrich Paul Magerl (* 21. Mai 1931 in Tregist, Steiermark) ist ein österreichischer Chirurg und Pionier der Wirbelsäulenchirurgie.

Leben

Magerl studierte Medizin an der Universität Graz und wurde 1952 Mitglied des Corps Joannea Graz.[1] Nach dem Staatsexamen ging er 1954 für neun Jahre als Assistent in die Grazer Anatomie. Seine klinische Ausbildung in der Allgemein-, Unfall- und Neurochirurgie dauerte nur sieben Jahre. Am Kantonsspital St. Gallen wurde er 1970 Oberarzt, ein Jahr später Leitender Arzt und 1987 Chefarzt für Orthopädische Chirurgie. Er promovierte zum Dr. med. und wandte sich der Wirbelsäulenchirurgie zu. Schon 1971 entwickelte er die vordere Dens-Verschraubung. 1976 schlug er Fixateur externes zur Behandlung instabiler Wirbelsäulenbrüche vor. Der Fixateur interne von 1985 war ein Meilenstein in der Unfallchirurgie. Mit Klaus Zielke (Tübingen, Bad Wildungen) und Jürgen Harms (Langensteinbach) ist Magerl ein Nestor der Wirbelsäulenchirurgie im deutschsprachigen Raum. Für diese herausragenden Leistungen zeichnete ihn die Friedrich-Alexander-Universität 2005 mit dem Wissenschaftspreis des Dr. Fritz Erler-Fonds aus. Magerl arbeitete mehr als er schrieb, wurde aber trotzdem Professor.

Belege

  1. Kösener Corpslisten 1996, 83, 285

Weblinks