Friedrich Otto von Diericke

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Friedrich Otto von Diericke (* 11. September 1743 in Potsdam; † 17. April 1819 in Berlin-Schöneberg) war ein königlich-preußischer Generalleutnant, Chef des Infanterie-Regiments Nr. 16 Träger des Pour le Merite, Ritter des Schwarzen Adlerordens und des St.Annen-Ordens erster Klasse.

Sein Vater der preußischer Oberstleutnant der Garde Kaspar Christoph von Diericke (* 29. Dezember 1706; † 27. Dezember 1757 in Breslau an seinen Verletzungen aus der Schlacht bei Leuthen). Sein Mutter war Rosine Brugenroth. Der Generalleutnant Christian Friedrich von Diericke war sein Onkel.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er kam 1758 zum Infanterie-Regiment Nr. 2 (Canitz). Er kämpfte in der Schlacht bei Torgau und zeichnete sich bei der Belagerung von Schweidnitz durch persönlichen Mut aus. 1764 wurde er Seconde-Lieutenant. In dieser Zeit bildete er sich an der Universität seiner Garnison in Königsberg weiter.

Danach kämpft er im Bayrischen Erbfolgekrieg bereits als Kompanie-Chef. Am 2. August 1785 wurde er Major. 1790 wurde er in das Regiment Nr. 14 versetzt. Dort wurde er 1792 Oberstleutnant und 1793 Kommandeur.

Am 24. Januar 1794 wurde er zum Oberst befördert. Während des Kościuszko-Aufstands in Polen konnte er sich im Gefecht bei Groß-Magnisczewo am Orsitz auszeichnen. Er besetzte eine strategisch wichtige Brücke und das Dorf Groß-Magnisczewo. Er eroberte eine dort stationierte Batterie und nahm ein Regiment Polen darunter den General Woitschisky gefangen. Er selbst wurde dabei verwundet. Für diese Tat erhielt er den Pour le Merite. 1799 wurde er Chef des Infanterie-Regiments Nr. 17. Am 26. Mai 1800 wurde er zum Generalmajor befördert. Im 4. Koalitionskrieg führte er eine Division unter Generalleutnant Anton Wilhelm von L’Estocq. Nach der Schlacht bei Preußisch Eylau erhielt er vom preußischen König den Roten Adlerorden und vom Zaren Alexander den St. Annen-Orden erster Klasse.

Nach der Reorganisation der Armee wurde er Chef des Grenadier-Regiments Nr. 5. Am 17. September 1808 erfolgte seine Ernennung zum Generalleutnant.

Im Jahr 1809 wurde er Ober-Gouverneur der königlichen Prinzen und 1810 Ober-Direktor der Kriegsschule und Präsident des General-Ordens-Kommission. Dafür bekam er 1813 zusätzlich den Schwarzen Adlerorden. Er starb am 17. April 1819 in seiner Sommerwohnung in Berlin-Schöneberg. Er wurde auf dem dortigen Friedhof bestattet.

Friedrich Otto war auch als Schriftsteller aktiv und veröffentlichte folgendes Werk:

1975 wurde zudem seine Lebenserinnerungen veröffentlicht:

  • Lebenserinnerungen des Generalleutnants Christoph Friedrich Otto von Diericke und Überblick über die Geschichte des Geschlechts von Diericke

Familie

Er war mit Antoniette Henriette Sophie Charlotte von Quotz aus dem Haus Thierenberg (* 1759; † 24. Februar 1797). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Joachim Karl Otto Wilhelm (* 10. Dezember 1780; † 23. Dezember 1860), preußischer Generalleutnant ∞ 31. Dezember 1815 Karoline von Gühlen (* 26. Oktober 1796; † 17. September 1874)
  • Karl Ludwig August Franz († 1781)
  • Friedrich Wilhelm (* 3. April 1783;† 21. Mail 1848) ∞ 31. Dezember 1808 Fredericke Mäckelburg (* 1784; † 14. Juni 1758)
  • Louise Antonie (* 10. Oktober 1784; † 18. Dezember 1805)
  • Friedrich Wilhelm (* 8. Juli 1786; † 7. April 1807) Preußischer Leutnant, gefallen bei der Belagerung von Danzig
  • August Louis Biltor (* 1789; † 19, Oktober 1829)
∞ 3. April 1816 Henriette Johanna Karoline Passarge
∞ Amalie Juliana Heinrich
  • Louis Adolf Franz (* 11. Juni 1792; † 24. Dezember 1851), Oberstleutnant
∞ 4. April 1820 Henriette Louise von Wechmar (* 15. Juni 1798; † 21. März 1840) aus dem Haus Zedlitz
∞ 17. Oktober 1847 Alwine Fredrike Henriette von Diericke (* 13. August 1823; † 19. August 1879)
  • Ottilie Wilhelmine (* 11. Mai 1796; † 6. Februar 1806)

Literatur

Weblinks