Friedrich Schatzmayer

Friedrich Schatzmayer (* 3. März 1890 in Villach; † 29. Februar 1952 in Klagenfurt) war SPÖ-Politiker und Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt.

Friedrich Schatzmayer machte die Friseurlehre in Klagenfurt und war anfangs bei Meistern in Böhmen beschäftigt. Ab 1912 war er selbständiger Friseurmeister in Klagenfurt, nahm 1914 bis 1919 am Ersten Weltkrieg teil und eröffnete danach ein Friseurgeschäft im heutigen Stadtteil St. Ruprecht. Zur gleichen Zeit begann er sich in der Sozialistischen Partei zu engagieren. 1926 wurde er Bürgermeister der damals noch selbständigen Gemeinde St. Ruprecht, die 1930 zur Stadt erhoben wurde. 1934 wurde er aus politischen Gründen seines Amtes enthoben.

Nach der NS-Zeit wurde Friedrich Schatzmayer im Mai 1945 durch die britische Besatzungsmacht zum kommissarischen Bürgermeister von Klagenfurt eingesetzt, im März 1946 wurde er bei der Konstituierung des Gemeinderates in seinem Amt bestätigt, er war der erste Klagenfurter Bürgermeister der Zweiten Republik. Die schwer zerstörte Stadt war von den Briten und zeitweise von jugoslawischen Truppen besetzt, der Schwarzhandel blühte. Schatzmayer begann die alte Ordnung von 1934 wiederherzustellen. Die Pressefreiheit wurde garantiert, eine Gemeindeordnung wurde verabschiedet und man begann mit dem Wiederaufbau. Das größte Problem war die Wohnungsnot, da die Einwohnerzahl aufgrund von Flüchtlingszuströmen drastisch angestiegen war.

Friedrich Schatzmayer war wegen seines Einsatzes im Dienst der Allgemeinheit äußerst beliebt. Am 29. Februar 1952 verstarb er während einer Ballveranstaltung für die Gemeindebediensteten im Amt an einem Herzschlag. Er wurde auf dem Zentralfriedhof Annabichl begraben, das Grab wurde jedoch in der Zwischenzeit aufgelassen und die Urne wurde in einer Sammelgrabstätte neu beigesetzt.

Quelle

Gotbert Moro: Die Landeshauptstadt Klagenfurt. Aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Klagenfurt 1970


Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich von Franz Bürgermeister von Klagenfurt
19451952
Peter Graf