Friedrich Wilhelm von Wylich und Lottum

Friedrich Wilhelm Graf von Wylich und Lottum (* 18. März 1716 in Berlin; † 17. Dezember 1774 ebenda) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalmajor sowie Kommandant von Berlin.

Leben

Friedrich Wilhelm war der Sohn des preußischen Generalmajors Johann Christoph von Wylich und Lottum (* 9. Mai 1681; † 17. Oktober 1727) und dessen Ehefrau Hermine Alexandrine Friederike Wilhelmine, Freiin von Wittenhorst-Sonsfeld († 17. April 1747). Die Mutter war Oberhofmeisterin bei Wilhelmine von Bayreuth.

Schon mit 16 Jahren trat er in das Regiment „von Kröcher“ zu Fuß ein und nahm am Ersten Schlesischen Krieg teil. 1747 bekam er seine eigene Kompanie und 1753 wurde ihm eine Pfründe bei Magdeburg verliehen. 1756 kämpft er bei Lobositz. 1757 wurde er zum Major befördert, 1758 zum Oberstleutnant und Oberst. Am 21. Juli 1762 zeichnete er sich in der Schlacht bei Burkersdorf aus, wo er mit seinem Regiment die Leutmannsdorfer Bergschanzen stürmte. Dafür wurde er noch 1762 zum Generalmajor befördert.

Am 7. April 1763 folgte er Zar Peter III. als Chef eines Regiments zu Fuß (1806: No. 13). 1764 wurde er Kommandant von Berlin, was er bis zu seinem Tod blieb. 1765 auch Amtshauptmann von Spandau. Im gleichen Jahr wurde er zu Sonnenburg als Rechtsritter in den Johanniterorden aufgenommen. Im Jahre 1766 erhielt er vom König das Lehen Gotteswykersham im Cleveschen.

Familie

Er war seit dem 18. April 1763 mit Anna Dorothea, geborene Scherff (* 7. Januar 1744; † 14. Februar 1796) verheiratet. Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Karl Friedrich Johann Gustav (* 29. Oktober 1762; † 1. März 1828), Kanzler des Johanniterordens und Königlicher Kammerherr ∞ 28. September 1790 Magdalena Sophie Ernestine, geborene von Clermont (* 30. Juni 1772)
  • Karl Friedrich Heinrich (* 5. November 1767; † 14. Februar 1841), preußischer General der Infanterie ∞ Sophie Luise Friederike, geborene von Lamprecht (* 3. November 1772; † 6. Februar 1841)

Literatur