Fuchs von Fuchsberg (Adelsgeschlecht)

Die Fuchs von Fuchsberg waren ein ritterbürtiges Tiroler Adelsgeschlecht, das später auch in Bayern und Österreich ansässig war. Die Familie ist nicht zu verwechseln mit anderen Geschlechtern des Namens Fuchs, wie z.B. den Fuchs von Bimbach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zu den berühmtesten Angehörigen des Geschlechtes gehörte Christoph Fuchs von Fuchsberg (1482-1542), der sich als Militär und kaiserlicher Rat einen Namen machte und später Bischof von Brixen wurde. Er war der Sohn des kaiserlichen Rates und Hauptmanns von Kufstein Richard Degen Fuchs von Fuchsberg und der Eva von Frundsberg, einer Schwester des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg. In seiner Eigenschaft als Hauptmann von Kufstein erließ der Vater im Auftrag des Kaisers Maximilian I. 1506 den „Fuchsbrief“, der das Landes- und Steuerrecht der Stiftspropstei Berchtesgaden schriftlich festlegte. Die Berchtesgadener Bauernschaft hatte wegen zu hoher Steuern Beschwerde gegen den Propst Balthasar Hirschauer geführt. Der „Fuchsbrief“ hatte für das Land Berchtesgaden den Charakter eines ersten rechtsverbindlichen, schriftlich fixierten Vertrags zwischen Herrschaft und „Landschaft“.

Anna Fux von Fuxberg († etwa um 1534), eine Tochter des Daxen Fux von Fuxberg, kaiserlicher Salzmeier zu Hall in Tirol, war mit dem Grundbesitzer und Politiker Ladislaus Prager verheiratet, der als Geldgeber des Kaisers zu besonderem Einfluss und Ansehen gelangte.

Um 1609 heiratete der Ritter Hans Degenhart Fuchs zu Fuchsperg auf Jauffenburg die aus dem Innviertel stammende Engelburga von Hackledt. Nach der Heirat scheinen die Eheleute mehrere Jahre in Passau gelebt zu haben, wo sie 1620 in einer Beschreibung der Burger vnd Inwohner in dem Viertel am Graben unter den katholischen Bewohnern der Stadt erwähnt sind. Hans Degenhart war der älteste Sohn des Sigmund von Fuchs zu Fuchsberg auf Jauffenburg und dessen Gemahlin Rosina, geb. von Aham zu Neuhaus. Dieser Sigmund von Fuchs zu Fuchsberg diente als hochfürstlich salzburgischer Rat, Kämmerer und Pfleger zu Kropfsberg in Tirol und 1584 bis 1587 als bayerischer Pflegsverwalter von Marquartstein im Rentamt Burghausen; seine Gemahlin war die Tochter des Augustin von Aham auf Neuhaus, damals Pfleger zu Marquartstein und zudem Besitzer des Schlosses Niedernfels bei Marquartstein.[1]

Die Fuchs von Fuchsberg hatten auch an der Kirche zu Grassau bei Marquartstein eine Grabstätte. Später zu "Freiherren von Freudenstein" erhoben, ist die Familie 1828 im Mannesstamm erloschen. Wie ein auf der Churburg über Schluderns im Vintschgau (Südtirol) ausgestellter Stammbaum zeigt, waren die Fuchs von Fuchsberg durch Eheschließungen über mehrere Generationen auch eng mit den einflußreichen Grafen Trapp von Matsch verbunden.[1]

Berühmte Personen

Wappen

Einzelnachweise

  1. a b Seddon, Christopher R., "Adelige Lebenswege zwischen Bayern und Österreich. Herrschaftsformen und Herrschaftsstrukturen des Landadels am unteren Inn in der Frühen Neuzeit", Wien 2009, S. 707-708.