Furth an der Triesting

Furth an der Triesting
Wappen von Furth an der Triesting
Furth an der Triesting (Österreich)
Furth an der Triesting
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Baden
Kfz-Kennzeichen: BN
Fläche: 64,16 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 15° 58′ O47.972815.9733422Koordinaten: 47° 58′ 22″ N, 15° 58′ 24″ O
Höhe: 422 m ü. A.
Einwohner: 831 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 12,95 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2564
Vorwahl: 0 26 74
Gemeindekennziffer: 3 06 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
2564 Furth an der Triesting 2
Website: www.furth-triesting.at
Politik
Bürgermeister: Franz Seewald (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP, 5 Furth Aktiv, 1 SPÖ
Lage der Gemeinde Furth an der Triesting im Bezirk Baden
Alland Altenmarkt an der Triesting Bad Vöslau Baden Berndorf Blumau-Neurißhof Ebreichsdorf Enzesfeld-Lindabrunn Furth an der Triesting Günselsdorf Heiligenkreuz Hernstein Hirtenberg Klausen-Leopoldsdorf Kottingbrunn Leobersdorf Mitterndorf an der Fischa Oberwaltersdorf Pfaffstätten Pottendorf Pottenstein Reisenberg Schönau an der Triesting Seibersdorf Sooß Tattendorf Teesdorf Traiskirchen Trumau Weissenbach an der Triesting NiederösterreichLage der Gemeinde Furth an der Triesting im Bezirk Baden (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Furth an der Triesting ist eine Gemeinde mit 831 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) in Niederösterreich im Bezirk Baden im Triestingtal.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt in einem südlichen Seitental des Triestingtals und hat 795 Einwohner auf einer Fläche von 64,25 km². Die Seehöhe des Ortes beträgt 422 m ü. A.

Gemeindegliederung

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten von Furth an der Triesting: OSM, Google oder Bing

Die Gewässer in Furth sind der Furtherbach, der in Weissenbach in die Triesting mündet, und der Klausbach, der im Ortsteil Schromenau in den Furtherbach mündet. Bei der Rotte Hof im äußersten Nordosten des Gemeindegebiets grenzt Furth auch direkt an die Triesting.

In Furth befinden sich die Hauptquellen des Wasserleitungsverbandes der Triestingtal- und Südbahngemeinden.[1]

Politik

Der Bürgermeister von Furth an der Triesting ist Franz Seewald.

Im Gemeinderat hat seit der Gemeinderatswahl vom 6. März 2005 die SPÖ mit 58 Stimmen einen Stimmenanteil von 9,67 % an gültigen Stimmen und damit ein Mandat. 9 Mandate hat die Österreichische Volkspartei Furth (ÖVP-Liste) mit 361 Stimmen und somit 60,17 %, während auf die Liste Furth Aktiv mit 181 Stimmen und 30,17 % 5 Mandate entfallen.

Wirtschaft

Der größte Teil der Fläche ist Wald. Die Forstwirtschaft und die Jagd sind dementsprechend wichtig. Furth ist ein Mostdorf mit Mostheurigen und dem Natursaft-Erzeugungsbetrieb Land-Drink Krenn KG.

Einwohnerentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 823
2001 795
1991 745
1981 753
1971 809
1961 820
1951 885
1939 967

Quelle: Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria

Sehenswürdigkeiten

Eingang zur Steinwandklamm

Steinwandklamm

Hauptartikel: Steinwandklamm

1884 wurde die Klamm (Lage47.93055555555615.945600) für Besucher zugänglich gemacht[2] und am 8. Juni selben Jahres, unter Teilnahme von mehr als 600 aus Wien angereisten Teilnehmern[3], eröffnet.[4]

Der Österreichische Touristenklub (Ö.T.K.) Triestingtal legte 1927 einen Klettersteig an. Der Satz „Wir wandern auf Kaisers Spuren“ entstand durch den Umstand, dass Kaiser Franz Joseph der wohl berühmteste Wanderer in der Klamm war. Sie wurde im Ersten und Zweiten Weltkrieg ziemlich zerstört. Heute führen gesicherte Steige und Brücken bis zum Türkenloch; dort sollen sich während der zweiten Türkenbelagerung die Bewohner des Triestingtales versteckt haben, aber nach der Entdeckung durch die Türken durch aufsteigenden Rauch alle getötet worden sein.

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche Maria Magdalena befindet sich mitten im Ort und ist teilweise von der ehemaligen Friedhofsmauer umgeben. 1683 wurde sie von den Türken zerstört und von den Minoriten in Pottenstein wieder aufgebaut. 1782 wurde Furth zu einer eigenständigen Pfarre erhoben.

Das Gebäude ist ein niedriger barocker Zentralbau mit einem rechteckigen Langhaus und querovalen Kuppelraum. Der massive Ostturm mit steilem Walmdach stammt aus dem 15. beziehungsweise 16. Jahrhundert. Das Deckengemälde in der Kuppel mit dem Thema „Jesus und die Ehebrecherin“ ist mit Franz Xaver Dobler 1795 signiert.

Berge

Das Kieneck ist 1106 m hoch. Der Gipfel liegt auf Further Gebiet fast genau an der Gemeindegrenze zwischen Furth, Muggendorf und Ramsau. Das Hocheck ist 1037 m hoch und mehrere Wanderwege führen zu einer Aussichtswarte, der Meyringer-Warte[5], und zum Hocheck-Schutzhaus.[6] Das Hocheck ist der von Wien aus nächstgelegene Berg über 1.000 Meter. Anfang des 20. Jahrhunderts plante man von Furth aus eine Zahnradbahn, deren Ausführung aber an finanziellen Problemen scheiterte. Heute führt eine Mautstraße auf das Hocheck. Ein weiterer von Furth aus ersteigbarer Berg ist der Gaisstein.

Ehrenbürger

  • Franz Hacker

Literatur

  • Ernst Nepomucky, Hans Sachs, Sebastian Schertlin: Erinnerungen an die Türkenschlacht im Triestingtale im Jahre 1532 von Hans Sachs. Verl. d. Gymnasialvereines, Berndorf 1932, ohne ISBN, ONB.
  • Walter Rieck: Kulturgeographie des Triestingtales. Wien, Univ., Diss., 1960 ONB.
  • Leo Wirtner: Furth an der Triesting. Gemeindeamt, Furth an der Triesting 1978, ohne ISBN, UBW.
  • Gabriele Handl, Christian Handl: Unser Triestingtal. Band 2: Altenmarkt, Berndorf, Enzesfeld-Lindabrunn, Furth, Hernstein, Hirtenberg, Kaumberg, Leobersdorf, Pottenstein, Weißenbach. Heimat-Verlag, Budapest, Schwarzach 2002, ISBN 3-9501643-2-4.
  • Gerhard Schirmer, Walter Wenzel: Klammen und Schluchten in Niederösterreich. Sektion „Alpine Ges. Kienthaler“ des Österr. Touristenklubs, Neunkirchen 2005, ohne ISBN, ONB.

Historische Landkarten

Weblinks

 Commons: Furth an der Triesting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Quellschutzforstbetrieb Harras. [1]
  2. Nachrichten aus dem Bezirke. Steinwand-Klamm. Badener Bezirks-Blatt, 25. März 1884, S. 1, rechts unten[2]
  3. Kleine Chronik. [Die Eröffnung der Steinwandklamm.] Neue Freie Presse, Abendblatt, 10. Juni 1884, S. 1, unten Mitte[3]
  4. Nachrichten aus dem Bezirke. Eröffnung der Steinwand-Klamm. Badener Bezirks-Blatt, 7. Juni 1884, S. 5, rechts[4] sowie
    [Eröffnung der Steinwand-Klamm.] Die Presse, Local-Anzeiger, 10. Juni 1884, S. 9, Mitte[5]
  5. Meyringer-Warte. www.oetk.at [6]
  6. Zur Geschichte des Hauses siehe:
    Brand. Hocheckfest. Badener Bezirks-Blatt, 9. Juli 1881, S. 7, links Mitte[7]
    Am Hocheck. Badener Zeitung, 22. April 1911, S. 3, links unten[8]
    Am Hocheck. Badener Zeitung, 8. Juli 1911, S. 5, links[9]
    Korrespondenzen. (Hocheckzubau.) Badener Zeitung, 30. August 1911, S. 6, links unten[10]
    Lokal-Nachrichten. Die Eröffnung des Zubaues zum Hocheckhause. Badener Zeitung, 9. September 1911, S. 6, rechts[11]