Günter Kerbler

Günter Kerbler (* 7. Juli 1955 in Horn, Niederösterreich) ist ein österreichischer Investor und Manager.

Jugend und Ausbildung

Kerbler kam im niederösterreichischen Horn zur Welt und besuchte hier die Handelsakademie, die er allerdings vorzeitig ohne Abschluss verließ. Bereits in jungen Jahren war er sehr geschäftstüchtig und verdiente sich sein Geld als Eisverkäufer, Bademeister und Gebrauchtwagenhändler.

Karriere als Investor

Mit dem Geld, das er sich durch seine Nebenjobs und als Versicherungsvertreter der Wiener Städtischen verdient hatte, kaufte sich Kerbler schließlich seine erste Vorsorgewohnung, eine Art Eigentumswohnung zur Vermietung. Mit den Erträgen aus dieser Geldanlage kaufte er sich mit 30 Jahren sein erstes Zinshaus um 900.000 Schilling (circa 65.400 Euro) und verkaufte es wenig später um das Doppelte. Nachdem er dieses Vorhaben einige Male wiederholen konnte, besitzt Kerbler heute 150 Zinshäuser in Wien.

Bekannt wurde Günter Kerbler vor allem durch die Revitalisierung des Spittelberg-Viertels im siebenten Wiener Bezirk, was ihm auch den Spitznamen "Spittelberg-Kaiser" einbrachte. Dort besaß und besitzt Kerbler mehrere Gastronomiebetriebe und Lokalitäten. Da ihm die Atmosphäre in dieser Branche nicht behagte, stieg Kerbler wieder aus diesem Geschäft aus und vermietet heute nur noch einige Lokale.

Neben dem Immobilien-Sektor beteiligte sich Kerbler auch in der Medienlandschaft. Unter anderem war er Teilhaber der 1991 eingestellten Arbeiterzeitung, bis 1999 war er auch beteiligt an den Verlagen Erb und New Business sowie dem Wiener Stadtmagazin Falter. Nachdem er durch diese Engagements Verluste von etwa 7 Millionen Euro eingefahren hatten verkaufte er seine Beteiligungen und übernahm 40 % des Wiener Kino-Betreibers Kiba, zu der auch das Wiener Gartenbaukino und das Metro-Kino gehörten. Wegen der eher geringen Zuwächse im Wiener Kinogeschäft trennte sich Kerbler von dieser Beteiligung aber wieder.

Aufgrund dieser wenig erfolgreichen Engagements kehrte Kerbler zum Immobiliengeschäft zurück und gründete im Juni 2001 die conwert Immobilien Invest AG, die sich auf den Kauf und die Vermietung von Altbau-Wohnungen sowie auf deren Sanierung spezialisiert hat und etwa 1000 Wohnobjekte im In- und Ausland besitzt. Seit November 2002 ist conwert an der Wiener Börse notiert. Bis zum Frühjahr 2007 war Kerbler Vorstandsvorsitzender von conwert und wechselte im Juni 2007 in den Aufsichtsrat. Nachdem sich Kebler vom Tagesgeschäft zurückgezogen hat, wird er sich in Zukunft um seine 2000 Hektar große Getreidefarm in Rumänien kümmern. Sein Privatvermögen wird auf etwa 150 Millionen Euro geschätzt.

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