Günter Koch

Dieser Artikel befasst sich mit dem Informatiker Günter Koch. Zum Reporter siehe Günther Koch.

Günter R. Koch (* 4. August 1947 in Freiburg im Breisgau) [1] ist ein deutscher Informatiker und Unternehmensberater.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Koch studierte Informatik an der Universität Karlsruhe. Danach war er Geschäftsführer verschiedener Softwareunternehmen und von 1998 bis 2003 CEO der Austrian Research Centers (ARC, vormals Forschungszentrum Seibersdorf. Als Mitglied des Leitungskreises der European Association of Research and Technology Organizations (EARTO) war er 2004 Initiator und Mitglied der High Level Expert Groups der Europäischen Kommission zum Thema Intellektuelles Kapital. Diese Gruppe hat den RICARDIS-Bericht zur "Wissenskapitalbewertung" von insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) verfasst. Er ist Gründer und Sprecher des österreichischen Partnerschaftsunternehmens execupery, sowie Partner der Knowledge Management Austria (KM-A) mit Arbeitsschwerpunkten in Wissensökonomie, Wissensmanagement und Wissensbilanzierung. Er gilt zusammen mit Ursula Schneider, Professorin an der Universität Graz, als Entwickler der Wissensbilanzierung und insbesondere des "Standard"-Wissensbilanz-Modells. Als operativer Forschungsmanager wurde er zum Geschäftsführer des neu gegründeten Central European Institute of Technology (CEIT) bei Wien berufen. Koch wohnt in Wien.

Er hatte zudem Gastprofessuren [2] in Systemforschung und Forschungsmanagement inne und ist heute Adj. Professor an der TU Graz. Im Jahre 2011 war Koch amtierender Generalsekretär des New Club of Paris, Vorstand beim Verband der Österreichischen Softwareindustrie (VÖSI), Gründungs- und Vizepräsident der Austrian Association of Research in IT (AARIT) - dem österreichischen Zweig des European Research Consortium in Informatics and Mathematics ERCIM-, "Fellow" der Zukunftsforschersgruppe Kenos-Circle.

Publikationen (Auswahl)

Koch hat etwa 100 Publikationen verfasst, davon mehrere Bücher, darunter in den 1970- und 1980er Jahren die "Einführung in die Informatik". 2010 / 2011 wurde er als Co-Verfasser und Herausgeber des Länderberichtes des New Club of Paris zu Österreich unter dem Titel "Österreichs Transformation in die Wissensgesellschaft" u.a. zusammen mit dem österreichischen Ex-Vizekanzler Erhard Busek mit Vorschlägen öffentlich, wie ein nationaler Transformationsprozess von der Informations- in die Wissensgesellschaft zu gestalten sei.

  • Visioning Workshop der außeruniversitären Forschung in Österreich. Krems 2003, TIM-Fachbuchverl, ISBN 978-3901876196
  • zus. mit Rembold, Ulrich: Einführung in die Informatik für Ingenieure und Naturwissenschaftler, München 1987, Hanser Fachbuchverlag
  • Anforderungen an eine Spezifikations- und Entwurfsmethode für Prozessautomatisierungssysteme. Karlsruhe 1979, Univ., Fak. für Informatik
  • Hoffmann, Rainer H.; Koch, Günter R.: Statistische Angaben zum aktuellen Stand der Prozessdatenverarbeitung in der BRD: (e. Befragung, ihre Ergebnisse u. Folgerungen bezügl. Wirtschaftlichkeitsanalysen beim PVD-Einsatz). Karlsruhe 1976, Inst. für Informatik 3, Lehrstuhl für Planungs- u. Programmiertechniken von Prozessrechnern

Auszeichnungen

  • Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse [3] für seine Sanierungs- und Aufbauleistungen für das 'Austrian Institute of Technology' wie auch für die Grundlegung der Wissensbilanzierung, heute als gesetzlich verpflichtendes Steuerungswerkzeug für die österreichischen Universitäten eingeführt
  • Kaplan-Erfindermedaille vom Österreichischen Patentinhaber- und Erfinderverband für seine Leistung als Technologe

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Günter Koch - Portrait abgerufen am 15. April 2011
  2. Günter Koch - Curriculum Vitae abgerufen am 15. April 2011
  3. Günter Koch - Execupery abgerufen am 15. April 2011