Günter Pichler

Günter Pichler (* 9. September 1940 in Kufstein)[1] ist ein österreichischer Geiger, Dirigent und Hochschullehrer. Er war Gründer und Primarius des Alban Berg Quartetts.

Leben

Günter Pichler begann 1955 sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit 18 Jahren war er Konzertmeister der Wiener Symphoniker, und mit 21 Jahren wurde er von Herbert von Karajan als Konzertmeister zu den Wiener Philharmonikern berufen. 1969 erhielt er den „Mozart-Interpretationspreis“.

Seit 1963 lehrt Günter Pichler als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und seit 1993 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. 2007 wurde er zum Leiter des Departments für Kammermusik an der Escuela Superior de Música Reina Sophia in Madrid bestellt, außerdem unterrichtet er an zahlreichen Sommerakademien.

Viele seiner Schüler gewannen internationale Preise, sind Konzertmeister in wichtigen Orchestern, Professoren an Musikhochschulen und Universitäten oder haben sich Karrieren als Solisten aufgebaut. Zu seinen Schülern zählen auch Musiker europäischer Kammermusikensembles wie zum Beispiel der Quartette Aron, Artemis, Belcea, Casals, Fauré, des Trio con brio, des Atos-, Eggner-, Morgenstern-Trios oder von Nachwuchsquartetten wie Acies, Amaryllis, Cavaleri,Finzi, Piatti, Minetti, Schumann und Voce.

1970 gründete Günter Pichler das Alban Berg Quartett und war bis zu dessen Auflösung 2008 Primarius dieses Ensembles.

Als Ergänzung zu seiner Quartett-Arbeit startete Günter Pichler eine Karriere als Dirigent. Seither hat er viele europäische Orchester in Konzerten und auf Tourneen dirigiert (zum Beispiel Wiener, Lausanner und Stuttgarter Kammerorchester, Israel Chamber Orchestra, Ensemble Orchestral de Paris, Orchestra della Toscana Firenze, I Pomeriggi Milano, Hallé Orchestra Manchester, Orchestre National de Lille, Royal Flanders Philharmonic). In Japan dirigierte er alle großen Orchester wie Tokio, Osaka, Sendai, Sapporo Philharmonic und das NHK-Sinfonieorchester Tokio. Von 2001 bis 2006 war er Principle Guest Conductor des Orchestra Ensemble Kanazawa und ist seither dessen Artistic Advisor.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nach Altmann, W.: Kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon, 15. Aufl.: 2. T.