Galerie Konzett

Die Galerie Konzett ist eine Kunstgalerie in Wien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Galerie Konzett wurde 1989 in Graz von dem Kunsthändler Philipp Konzett (* 1965) gegründet. Seit 2006 befindet sich der Hauptsitz der Galerie in der Wiener Innenstadt.

Konzept

Neben Größen wie Marcel Duchamp und Yves Klein haben etablierte zeitgenössische Künstler, etwa Nobuyoshi Araki oder Miroslav Tichý, Franz West und Heimo Zobernig, ihren Platz in der Galerie. Die zahlreichen Themenausstellungen und Einzelschauen der Galerie bieten häufig Querverweise zu österreichischen zeitgenössischen Künstlern wie Christian Eisenberger, Roberta Lima und Albert Mayr. Zu den Künstlern der Galerie gehören unter anderem Nobuyoshi Araki, Joseph Beuys, Valie Export, Eva Hesse, Martin Kippenberger, Yves Klein, Bruce Nauman, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Dieter Roth, Richard Serra, Miroslav Tichý, Andy Warhol, Erwin Wurm und Heimo Zobernig.

Die Galerie nimmt regelmäßig an der Art Cologne und der Viennafair teil.

Sammlung

Die Galerie verfügt über eine umfangreiche Sammlung ethnografischer Kunst aus Afrika und Asien, daneben begann Konzett Anfang der 1980er-Jahre Werke des Wiener Aktionismus zu sammeln. Besonders das Schaffen von Günter Brus, Otto Muehl und Hermann Nitsch ist umfangreich erfasst. Rudolf Schwarzkogler, Rudolf Polanszky, Arnulf Rainer und Alfons Schilling vervollständigen das Spektrum. [1]

Die Sammlung umfasst auch den internationaler Kontext des Wiener Aktionismus und schließt Vorläufer, Zeitgleiches und nachfolgende verwandte Tendenzen mit ein, darunter Gutai, No-Art, Konzeptkunst, Arte povera, Body Art sowie Werke von Duchamp, Klein, Manzoni, Warhol, Nauman. Einen weiteren Schwerpunkt im Sammeln, Ausstellen und Handeln bilden die Werke von Joseph Beuys und Dieter Roth, die sich mit Fragen nach Vergänglichkeit und Nachhaltigkeit befassen, und einen schlüssigen Gegenpart zur körperbetonten Kunst des Aktionismus darstellen. Weiters umfasst die Sammlung Werke der Art brut, insbesondere Arbeiten von Johann Hauser und Miroslav Vichy, sowie zeitgenössische Kunst u. a. Nobuyoshi Araki, Alfons Schilling, Wolfgang Ernst, Jack Bauer, Hans Weigand, Franz West, Heimo Zobernig, Martin Kippenberger, Christian Eisenberger, Albert Mayr.

Doch nicht nur Kunstwerke im engeren Sinn, auch Multiples, Bücher und Originalschriftstücke zu seinen Interessensgebieten trägt Philipp Konzett zusammen. In der Ausstellung "Entdecken und Besitzen Einblicke in österreichische Privatsammlungen" im Herbst 2005 im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien war er als einer der größten österreichischen Kunstsammler prominent vertreten.[2]

Einzelnachweise

  1. Hubert Klocker, Philipp Konzett: ‪Wiener Aktionismus – was nun? „Sammlung Konzett“‬, „‪Galerie Philipp Konzett“ & „Palais Liechtenstein“. Juni 2009.‬
  2. Eva Badura-Triska: Entdecken und Besitzen. Einblicke in österreichische Privatsammlungen. Ausstellungskatalog, MUMOK, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, vom 7. Oktober bis 27. November 2005.

Weblinks