Gartenbauschule Langenlois

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Gartenbauschule Langenlois
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Gründung 1947
Ort Langenlois
Bundesland Niederösterreich
Staat Österreich
Träger Land Niederösterreich
Schüler ca 150
Lehrkräfte ca 30
Leitung Ing. Franz Fuger
Website [1]
Gartenbaufachschule Langenlois

Die Gartenbauschule Langenlois ist ein Bildungszentrum für den Gartenbau im niederösterreichischen Langenlois. Sie umfasst die Gartenbau-Berufsschule Langenlois, eine Gartenbau-Fachschule und die Gartenbau-Meisterausbildung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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1903 – 1945 Errichtung der Weinbauwinterschule in Langenlois im alten Wirtschaftshof in Haindorf mit dem Buschgarten – Obstanlagen, im Vögerlweingartenanlage und Schnittweingarten mit Unterlagsreben für den praktischen Unterricht. Sie diente als Außenstelle der Weinbauschule Krems, die damals im Gebäude der Piaristen am Hohen Markt in Krems noch ihren Sitz hatte.[1]1938 – 1945: Unterbringung der Weinbauwinterschule im Hause der Schulschwestern in Haindorf. 1948 erfolgte über Initiative von Herrn Bürgermeister August Kargl der Neubau der Landeskursstätte für Obst-, Wein- und Gartenbau auf dem Areal des Langenloiser Schützenvereines am Rosenhügel. 1951 wurde die Johann Steinböck Kursstätte und der Kurs- bzw. Schulbetriebes mit der übersiedelten Gartenbau Berufsschule der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer mit der Lehrgärtnerei am Rosenhügel eröffnet.

Nach dem 2. Weltkrieg war ein großer Nachholbedarf bei der schulischen Ausbildung der Kriegsteilnehmer aus der Landwirtschaft, Wein- und Obstbau vorhanden, welche in Form von Kursen (ein- bis zweiwöchig) angeboten wurde. Weiters wurden in dieser Zeit die landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen in den größeren Orten organisiert, die zumeist von Volks- und Hauptschullehrkräften geleitet wurden. Der Fachunterricht wurde von landwirtschaftlichen Fortbildungsschullehrkräften zweimal wöchentlich gehalten. Der Besuch war anfangs freiwillig. 1952, nach Erlassung des land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetzes vom 16. Juli 1952 wurden im Einvernehmen mit der Niederösterreichischen Lehrlings- und Fachausbildungsstätte der Landeskammmer Niederösterreich die mehrwöchigen Kurse mit 240 Kursstunden für die Lehrlings- und Meisterausbildung für Wein-, Obst- und Gartenbau durchgeführt, ebenso die anschließenden Gehilfen-, Facharbeiter- und Meisterprüfungen. 1960 wurden mit der Einführung der gesetzlichen Berufsschulpflicht die Lehrgänge der Gartenbauberufsschule in Langenlois mit einer Lehrgangsdauer von 8 Wochen organisiert und durchgeführt. Die Lehrgänge der Weinbauberufsschule wurden bis 1970 geführt. 1969 wurde über Wunsch der Vertreter des niederösterreichischen Gartenbaues mit Obmann Alfred Kossak und Gartenbaudirektor Hans Süß wurde mit der landwirtschaftlichen Schulabteilung des Landes Niederösterreich und Dir. Ernest Ettenauer, sowie Dir. Helmut Handen mit den Vorbereitungsarbeiten für die Organisation und den Lehrplan der Gartenbaufachschule begonnen und vom Landtag von Niederösterreich die gesetzlichen Grundlagen geschaffen. 1970 wurde die Gartenbauberufsschule der Landwirtschaftskammer Niederösterreich von Land Niederösterreich übernommen und der landwirtschaftlichen Schulabteilung, Abteilung VI/5 unterstellt. 1971: Beginn der vierjährigen Gartenbaufachschule mit dem 1. Jahrgang mit Schülern aus ganz Österreich. Es war die erste vierjährige Fachschule mit einer zehnmonatigen Pflichtpraxis in einem fremden Lehrbetrieb, die zwischen dem 2. und 3. Schuljahr eingeplant wurde. Nachdem sich diese Organisationsform in der Praxis gut bewährte, wurden auch die anderen landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs auf diese Organisationsform umgestellt. 1976: Errichtung einer Lehrgärtnerei im Areal der Obstbauversuchsanlage in Langenlois – Haindorf. In Folge der ständig steigenden Schülerzahlen wurde das Internat viel zu klein, sodass die Mädchen der Berufsschule in der aufgelassenen Fortbildungsschule in Ravelsbach untergebracht werden mussten. Ebenso mussten fallweise auch noch Schüler der Gartenbaufachschule im Gasthof Weingartner und in Privatquartieren in Langenlois untergebracht werden. Aufgrund dieser Umstände war ein Internatsneubau und die Umgestaltung des Altgebäudes unbedingt erforderlich. 1984: fand die Grundsteinlegung zum Internatsneubau mit Landeshauptmann Siegfried Ludwig statt. 1985: Beginn des Internatsneubaues auf dem Gelände des ehemaligen Stadtheurigen. 1988: Fertigstellung des Internatsneubaues mit 200 Betten. 1988/89: Umbau und Renovierung des Altinternates in Schulklassen, Lehrerkanzleien und Praxiswerkstätten. 1990: wurden weitere Ausbauarbeiten und eine Umgestaltung der Lehrgärtnerei und der Errichtung des Grünhauses im Internatsbereich begonnen. Im Zuge der Aktion „Kamptalgärten“ des Landes Niederösterreich wurden die Gartenanlagen am Rosenhügel ausgebaut und modernisiert. 1991: In Zusammenarbeit mit der Landesgartenbauvereinigung und dem Obmann des Bildungsausschusses des Bundesverbandes der Erwerbsgärtner Österreichs, Rudolf Dallhammer wird mit der Meisterschule begonnen, die zunächst einjährig und später zweiwinterig durchgeführt wird. 1996: Gründung des "Bildungs- und Absolventenverband der Gartenbauberufe" (BAV) als Träger der fachlichen Weiterbildungsangebote. 1997 – 1999: Errichtung eines Lehrbauhofs für den Garten- u. Landschaftsbau im Gelände der alten Lehrgärtnerei am Rosenhügel, eines Grünpflanzenhauses („Greenhouse“) im Internatsbereich für die Innenraumbegrünung und als Veranstaltungsraum. Ausbau der Lehrgärtnerei Haindorf. 2006: Weiterentwicklung der Gartenanlagen am Rosenhügel zu öffentlich zugänglichen Lehr- u. Schaugärten mit Aussichtsturm.

Direktoren der Landeskursstätte - 1951–1971

Direktoren der Gartenbau Fachschule - ab 1971

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gartenbauschule Langenlois: Festschrift 40 Jahre Gartenbauschule Langenlois, 1987, Druck: Österreichischer Agrarverlag, Wien.