Gaswerksteg

Der Gaswerksteg überquert den Donaukanal in Wien und verbindet die Bezirke Landstraße und Leopoldstadt.

Blick auf den Gaswerksteg
Der Gaswerksteg

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Gaswerksteg liegt in der Nähe des U-Bahnbetriebsbahnhofs Erdberg. Die Verlängerung über die Gleisanlagen des Betriebsbahnhofs wurde 1988 errichtet.

Geschichte

Zwischen dem 25. Juli 1898 und dem 16. Juli 1899 wurde der Gaswerksteg mit 64 Meter Spannweite für drei Gasrohre mit je 120 Zentimeter Durchmesser errichtet, um eine Gasleitung vom städtischen Gaswerk in Simmering in den 2. Wiener Gemeindebezirk zu ermöglichen. Die Halbparabeltäger sind an den Enden 3,5 Meter und in der Mitte 8,5 Meter hoch und 6,55 Meter voneinander entfernt.

Bereits bei seiner Konstruktion wurde die Möglichkeit einer Begehbarmachung für Fußgänger vorgesehen. Die Tragfähigkeit des Gaswerkstegs wurde bereits dementsprechend berechnet. Aber erst 1910 wurden in die Konstruktion Platten eingehängt, um den Steg für Fußgänger benützbar zu machen.

Projektiert wurde das Bauwerk durch Luger und Scheiringer, die Arbeiten an der Stahlkonstruktion wurden von der Firma Gridl aus Wien ausgeführt.

Während der Schlacht um Wien 1945 wurde auch der Gaswerksteg von der Wehrmacht gesprengt. Wann der Steg wieder aufgebaut wurde, ist nicht erhoben.

Der von der Bevölkerung immer schon so genannte Steg wurde am 10. Juli 1963 vom zuständigen Gemeinderatsausschuss auch amtlich Gaswerksteg benannt. Der Name erinnert an das historische Gaswerk Erdberg der Imperial-Continental-Gas-Association. [1]

1988 wurde der Steg beiderseits verlängert und mit Rampen zur leichteren Erreichbarkeit versehen. Unmittelbar unter der Verlängerung im 3. Bezirk befindet sich der U-Bahn-Betriebsbahnhof Erdberg der Wiener Linien mit der Station Erdberg der Linie U3.

Referenzen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien Kremayr und Scheriau, ISBN 3-218-00543-4

Literatur

  • Franz Kapaun: Die Erbauung des Wiener städtischen Gaswerkes. Im Auftrage des Bürgermeister Karl Lueger. Selbstverlag des Wiener Gemeinderates, Wien 1901.
  • Christine Klusacek, Kurt Stimmer: Die Stadt und der Strom. Wien und die Donau. Edition Wien, Wien 1995, ISBN 3-85058-113-6.
  • Walter Hufnagel (Hrsg.): Querungen. Brücken – Stadt – Wien. Verlag Sappl, Kufstein 2002, ISBN 3-902154-05-5.
  • Alfred Pauser: Brücken in Wien – Ein Führer durch die Baugeschichte. Springer Verlag, Wien 2005, ISBN 3-211-25255-X.

Weblinks

48.19055555555616.42Koordinaten: 48° 11′ 26″ N, 16° 25′ 12″ O