Gauning

Dieser Artikel beschreibt Gauning in der Marktgemeinde Klam in Oberösterreich. Hinsichtlich der gleichnamigen Ortschaft in der Marktgemeinde Strengberg in Niederösterreich siehe Gauning (Gemeinde Strengberg).

f3f0

Gauning (Zerstreute HäuserOrtschaft)
Gauning (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Perg (PE), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Perg
Pol. Gemeinde Klam  (KG Clam)
Koordinaten 48° 14′ N, 14° 46′ O48.22744814.769025Koordinaten: 48° 14′ N, 14° 46′ Of1
Einwohner d. Ortsch. 10 (1.1)
Postleitzahl A-4352f1

f0

Vorwahl +43/07269f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 10069
Zählbezirk, Zählsprengel Klam (41107 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

Gauning ist eine Ortschaft mit zerstreuten Häusern in der Marktgemeinde Klam im Bezirk Perg in Oberösterreich, wo 10 Einwohner (Volkszählung 2001) leben.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Gauning und das nach der Ortschaft benannte Gauninger Holz liegen auf rund 360 m ü. A. etwa einen Kilometer nordwestlich des Ortszentrums von Klam nächst der Grenzen zu den Nachbargemeinden Baumgartenberg (Ortschaft Amesbach) und Münzbach (Ortschaft Untergaisberg in der Katastralgemeinde Innernstein) nördlich der Ortschaft Sperken.

Von Nord nach Süd wurde die von Münzbach nach Klam führende Münzbacher Straße (L 1423) angelegt. Gauning wird im Osten vom Bäckerbach von der zum Klamer Becken gehörenden Ortschaft Linden abgegrenzt.

Aus geologischer und geomorphologischer Sicht sowie unter Aspekten der Raumnutzung gehören Gauning und das Gauninger Holz überwiegend zur oberösterreichischen Raumeinheit Aist-Naarn-Kuppenland.[1]

Geschichte

Der Name Gauning, vormals auch Guning, ist ein altbaierischer Ortsname mit der Endsilbe -ing, der sich vom Personennamen Guno ableitet und auf eine Siedlungstätigkeit bereits im 9. Jahrhundert hindeutet. In der Ortschaft erinnern zwei Pestsäulen, die an diese im 17. Jahrhundert in der Gegend herrschende Krankheit. Die Bewohner von Gauning zählen seit 1784 zur Pfarre Klam (zuvor Pfarre Saxen) und wurden dem Schulsprengel Klam zugeordnet. Noch 1869 wohnten in Gauning in 8 Häusern 62 Personen.

Zwischen 1896 und 1908 wurden in Gauning 9 Bauernhöfe bzw. Wohnhäuser vom Besitzer der Burg Clam aufgekauft und zum Großteil geschliffen. Das Gelände wurde eingezäunt und Hirsche eingesetzt. Zusammen mit jenen in den angrenzenden Ortschaften Linden und Sperken waren 36 Häuser in den Gemeinden Klam und Baumgartenberg betroffen. Infolge der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen am Ende des Ersten Weltkrieges wurde der Tiergarten wieder aufgelassen. Die Gegend ist aber nach wie vor dünn besiedelt und verfügt über große Waldflächen. [2]

Literatur

  • Josef Lettner: 600 Jahre Markt - 200 Jahre Pfarre Klam, Kleines Heimatbuch der Marktgemeinde Klam, 1984

Weblinks

Karte im Digitalen Oberösterreichischen Raum-Informations-System (DORIS)

Einzelnachweise

  1. Amt der oö Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.):Band 16: Raumeinheit Aist-Naarn-Kuppenland, Linz, 2007 pdf)
  2. Josef Lettner: 600 Jahre Markt - 200 Jahre Pfarre Klam, Kleines Heimatbuch der Marktgemeinde Klam, 1984, S 29