Gefecht am San Matteo

Gefecht von San Matteo
Teil von: Erster Weltkrieg
Denkmal zu Ehren der Gefallenen am Gaviapass
Denkmal zu Ehren der Gefallenen am Gaviapass
Datum 03.09.1918 bis Anfang September 1918
Ort Punta San Matteo
Ausgang Sieg Österreich-Ungarns
Konfliktparteien
Flag of the Habsburg Monarchy.svg Österreich-Ungarn
Truppenstärke
150 unbekannt
Verluste
gering gering

Durch ihre strategisch günstige Lage oberhalb der Straße über den Gaviapass war die Punta San Matteo im Ersten Weltkrieg Schauplatz des letzten Sieges der k.u.k. Kaiserjäger. Anfang 1918 besetzten die Österreicher den Gipfel des Berges, um den Nachschub der Italiener auf der Gaviapassstraße mit Artillerie unter Beschuss nehmen zu können. Am 13. August konnten allerdings italienische Alpini der 307. Kompanie des Battaglione Ortles in einem Überraschungsangriff die Punta erobern und die Hälfte der Österreicher als Gefangene nehmen. Am 3. September jedoch gelang es den Österreichern im Rahmen der Operation Gemse mit 150 Mann aus dem 3. Kaiserjäger-Regiment in einem Sturmangriff und mit starkem Artilleriefeuer den Gipfel wieder zu erobern. Die folgende Bombardierung der Stellungen forderte zahlreiche Opfer auf beiden Seiten. Die Österreicher verloren 17 Männer, die Italiener 10.[1] Im August 2004 fand man die gefrorenen Leichen dreier Kaiserjäger kurz unterhalb des Gipfels auf 3400 Metern Höhe.[2] Die Schlacht auf der Punta San Matteo war bis dahin die höchstgelegene Kampfhandlung eines Krieges und gleichzeitig die letzte siegreiche Schlacht Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg.[3]


Nachweise

  1. Italienische Internetseite Alpinia.net über die Kämpfe auf der Punta
  2. Bericht der BBC vom 23. August 2004
  3. Bericht in Spiegel Online vom 30. März 2004