Generalsekretär (Österreichische Ministerien)

Der Generalsekretär ist in den österreichischen Ministerien eine spezielle Führungsposition.

Stellung und Funktion

„Der Bundesminister kann mit der zusammenfassenden Behandlung aller zum Wirkungsbereich des Bundesministeriums gehörenden Geschäfte einen Generalsekretär betrauen.“

Geschäftseinteilung § 7 Z. 11 BundesministeriengesetzVorlage:§/Wartung/RIS-Suche

Diese Funktion ist zwischen die des Ministers, als Ressortchef, und des Sektionschefs, des regulär höchsten Ministerialbeamten als Abteilungsleiter, eingeschoben. Im Unterschied zu einem Staatssekretär, der ebenfalls zwischen Minister und Beamtenschaft steht, besitzt der Generalsekretär gegenüber den unterstehenden Sektionsleitern Weisungsbefugnis.

Der Posten ist optional und wird in der österreichischen öffentlichen Verwaltung nur selten eingesetzt.

Generalsekretäre der österreichischen Ministerien

Generalsekretäre gibt es nur an zwei Ministerien, in denen ist die Funktion aber seit langem etabliert und hat sich weitgehend in ihrer Funktion verselbstständigt:

Den Generaltruppeninspektor[2] am Ministerium für Landesverteidigung gab es 1956–1999, seither ist der Chef des Generalstabes höchster Beamter.

Einzelnachweise

  1. Der Generalsekretär, bmeia.gv.at
  2. a b zur Vergleichbarkeit siehe Franz Morak, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, in: 662. Sitzung des Bundesrates der Republik Österreich, Stenographisches Protokoll, Donnerstag, 16. März 2000, S. 40 (Webdokument, parlament.gv.at)