Georg Furxer

Georg Furxer (* 23. Juli 1981 in Dornbirn, Vorarlberg) ist ein Wiener Komponist und Gewinner des Gustav-Mahler-Kompositionspreises 2005. Er ist in Berlin als Musiker und Pianist tätig.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Er nahm Unterricht in Gehörbildung und Analyse bei Prof. Ivan Karpati. Das Dirigieren lernte er bei Prof. Guntram Simma,en Gesang bei Prof. Peter Cavall.Anschließend besuchte er das Kompositionsstudium am Vorarlberger Landeskonservatorium bei Herbert Willi. Georg Furxer studierte danach an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien in Komposition und Klavier. Im ersten Abschnitt bei Dietmar Schermann und Wolfgang Suppan. Klavier bei Prof. Karajeva. Seitdem besuchte er das Studium bei Prof. Michael Jarrell und Prof. Detlev Müller-Siemens. Seine Studien führte er bei Prof. Hans-Peter Sattler im Fach Medienkomposition aus. Arbeit mit elektronischen Mitteln, Aufnahmetechnik, auch angewandter Musik. Aufführung einer Auftragskomposition im Wiener Musikverein, Mai 2005

Kompositionsstil

Aus einem Interview mit der Musikdokumentationsstelle[1] des Landes Vorarlberg: Mein Kompositionsstil und der Vorteil, den meine Generation von Komponisten meiner Meinung nach inne hat, haben viel miteinander zu tun. Unser Vorsprung und unser Fluch ist es, einen größeren Abstand zu haben. Das heißt für meine Person zweierlei: Erstens: Die Wogen eines Donaueschingen,_Darmstadt, etc. nie miterlebt zu haben, was vieles zur Folge hat. Zweitens: Die Musik, wenn man es schafft, aus anderen Augen zu sehen, als die Streiter einer Sache. Das bedeutet für mich eine größere Ruhe im Kompositionsprozess sowie in den Werken selbst, und ein größeres Bewusstsein für die Mittel. Wenn für unsere Vorgängergenerationen bestimmte Mittel, Formen und Materialien der Zeit entsprachen, sind wir, als die, die den eigentlichen Paukenschlag nie gehört haben, meiner Meinung nach, mehr als je zuvor aufgefordert, jedes dieser Mittel unter die Lupe zu nehmen, zu ergründen, was es für einen Weg genommen hat, und in wie weit es heute (für sich selbst) zu gebrauchen ist. Ebendies macht unter anderem einen Komponisten meiner Generation zu einem guten Komponisten. Hier sind auch tonale Mittel nicht ausgeschlossen, wie jedes Werkzeug, von dem ich überzeugt bin, für eine bestimmte Sache nützlich zu sein.

Auszeichnungen

  • 2002 Preisträger des Kulturpreises für Komposition der Stadt Feldkirch.
  • 2003 1. Preis des Kompositionswettbewerbs des Quartett22. Förderung durch den SKE-Fonds für die Siegerkomposition sowie Verlegung durch den ApollEdition Verlag.
  • 2005 Preisträger des Theodor-Körner Fonds.
  • 1. Preis des Gustav-Mahler-Kompositionswettbewerbs (Klagenfurt).
  • 2005 1. Preis als Pianist beim Bundeswettbewerb Gesang 2005 Berlin in der Sparte Chanson/Song.

Aufführungen

Werkliste

Quelle: Musikdokumentationsstelle des Landes Vorarlberg [1]

  • 2 Lieder nach Texten von Joseph von Eichendorff
  • 3 Stücke für 2 Klarinetten
  • Vienna Suite für Violine und Klavier
  • Eine Sommernachtsmusik für Klarinette, Viola und Fagott
  • The First of February für vier Solostimmen
  • Once Again (Nr. 1) für 2 SaxophonistInnen und 2 KlarinettistInnen
  • Ussegüggsla für Posaune solo
  • Farewell für Klavier und Streichquintett
  • 2. Streichquartett
  • Game I, II für Klavier solo, 2005.
  • A World to Walk In für Flöte, Klarinette, Bassklarinette, Trompete, Horn, Harfe, Klavier, 3 Perkussionisten, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass, 2005.

Frühwerke

  • 1. Streichquartett
  • 2 Sätze für Sänger/Sprecher und großes Orchester nach Texten von Georg Trakl
  • Liederzyklus nach Texten von Heinrich Heine

Einzelnachweise

  1. Musikdokumentationsstelle

Weblinks