Georg Jenisch

Georg Jenisch, (* 1969 in Salzburg) ist ein österreichischer Komponist, Marionettenkünstler, Filmemacher und künstlerischer Leiter des Berliner Schattentheaters Figuren-Zirkel.

Leben

Jenisch studierte Komposition und Klavier am Mozarteum Salzburg. Seit 1985 kamen die Werke „Medea-Kantate“, Petersbrunnhof Salzburg; „Macbeth“–Textcollage mit Musik, Autobahnbrücke Salzburg; „Makrokosmos“, Philadelphia, USA; „Tanz der Mondin“, Burgruine Jagdberg; „Notturno“, La Cotencie, St. Felix de Mareuil, Frankreich zur Uraufführung.

Mit seinen Opern „Edward II. – ein Königsspiel“ (Wiener Taschenoper) und „Dargelos-Ritual“ (Städtebundtheater Hof und Landesbühnentagung Halberstadt) trat er auch als Opernkomponist und –librettist in Erscheinung, und schrieb Bühnen- und Filmmusik: „Les Paradis des Esquimaux“ von Boguslaw Schaeffer, Teatre du Grutli, Genf; „Ein drei Stationen Stück“ von Christine Velan, WUK, Wien; „Voyage“ von Sylvia Bath, Theater Scheselong, Berlin.

Neben seinen musikalischen Tätigkeiten war Jenisch von 1996 bis 1998 Künstlerischer Leiter von T.A.K. (Theater, Ausstellung und Konzert) in der ehemaligen Alpenmilchzentrale, Wien, und leitet seit 2002 das Berliner Schattentheater Figuren-Zirkel. Mit seinen Inszenierungen für den Figuren-Zirkel (Die Zauberflöte; Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Titanias Traum; Musik von Benjamin Britten, Aus dem tibetanischen Totenbuch; Musik von Béla Bartók, De temporum fine comoedia; Musik von Carl Orff oder Dornröschen-Ballett; Musik von Tschaikowsky etc.) gastierte er u.a. in der Potsdamer Schlössernacht, am Deutschen Theater Berlin, dem Berliner Tränenpalast und dem Münchner Künstlerhaus.

2006 verfilmte er im Auftrag von Moving-Images Michael Haydns Ballett-Pantomime „Der Traum“ mit Figuren und schuf 2007 die Marionettenszenen für den Kinofilm „Dem kühlen Morgen entgegen - Dimitri Schostakowitsch“ mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle. Anlässlich der 850-Jahrfeier der Stadt München inszenierte Jenisch Igor Strawinskis Opernoratorium „Oedipus Rex“ am Münchner Künstlerhaus mit zwischen zwei und drei Meter großen Stabfiguren, und war auch für die Ausstattung verantwortlich. Im Frühjahr 2009 drehte er den Figurenfilm „Haydns Nacht“ mit Udo Samel als Sprecher.

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