Georg von Alten

Georg Karl Friedrich Viktor von Alten (* 23. April 1846 in Potsdam; † 28. April 1912 in Berlin) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Er entstammte dem niedersächsischen Adelsgeschlecht von Alten und war der Sohn des Georg Julius Bogislaw von Alten (1809-1867) aus Berlin und der Bertha Labes (1823-1903) aus Görlitz. Alten trat am 2. Mai 1863 in das Infanterie-Regiment Nr. 70 ein und nahm 1866 als Leutnant im Deutschen Krieg an der Schlacht bei Königgrätz teil und wurde 1875 Hauptmann im Großen Generalstab der Armee.

Als Generalstabsoffizier mehrfach befördert, wurde er schließlich 1899 Generalleutnant und Kommandeur der 2. Division in Insterburg (Ostpreußen). Im Jahre 1901 schied er - zur Disposition gestellt - aus dem aktiven Heeresdienst aus.

Er heiratete am 24. September 1873 in Berlin die Jüdin Marie Wolff (* 1854 in Bunzlau). Aus der Ehe ging der Sohn Hans von Alten hervor.

Werke

Schon während seiner Generalstabszeit betätigte er sich literarisch auf dem Gebiet der Militärgeschichte. Seit 1897 war er Mitglied der Studienkommission der preußischen Kriegsakademie in Berlin. Nach seiner Pensionierung wurde er als Herausgeber des acht Bände umfassenden Handbuchs für Heer und Flotte, Enzyklopädie der Kriegswissenschaft und verwandter Gebiete und des 1911 erschienenen Werkes Die Kriege vom Altertum bis zur Gegenwart ein bekannter Militärhistoriker.

Literatur

  • Georg von Alten, Georg Karl Friedrich Viktor von Alten: Handbuch für Heer und Flotte. Enzyklopädie der Kriegswissenschaften und Verwandter Gebiete, Verlag Bong, 1909, Seite 290.
  • Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog, Verlag G. Reimer, 1917.
  • Bernhard Meijer, Theodor Westrin, Ruben Gustafsson Berg, Verner Söderberg, Eugen Fahlstedt: Nordisk familjebok. Konversationslexikon och Realencyklopedi, Nordisk familjeboks förlags aktiebolag, 1922, Seite 158.
  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum, Hanseatische Verlagsanstalt, 1937, Seite 238.