Georg von der Marwitz

Von der Marwitz (rechts) mit Kaiser Wilhelm II. und Rupprecht von Bayern (links) im Dezember 1917 bei Cambrai

Johannes Georg von der Marwitz (* 7. Juli 1856 in Stolp; † 27. Oktober 1929 in Wundichow) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Kavallerie, der während des Ersten Weltkrieges vom Dezember 1916 bis September 1918 die 2. Armee kommandierte.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Georg entstammte dem neumärkischen Uradelsgeschlecht derer von der Marwitz und trat 1875 aus dem Kadettenkorps als Sekondeleutnant in das 2. Garde-Ulanen-Regiment in Berlin ein. Von 1883 bis 1886 war er an der Preußischen Kriegsakademie. Bis 1900 befehligte er das 3. Garde-Ulanen-Regiment, bevor er zum Stabschef des XVIII. Korps ernannt wurde. Es folgte die Verwendung als Kommandeur der 1. Garde-Kavallerie-Brigade sowie die Beförderungen zum Generalmajor 1908. Bereits ab 2. März 1911 war Marwitz mit der Führung der 2. Division beauftragt worden, zu deren Kommandeur er dann mit der zeitgleichen Beförderung zum Generalleutnant am 20. März 1911 wurde. Am 11. November 1912 kam er die Division ab und wurde Generalinspekteur der Kavallerie.

Der Erste Weltkrieg begann für ihn mit einem Einsatz an der Westfront als Höherer Kavalleriekommandeur 2. So nahm er am 12. August 1914 am Gefecht bei Haelen in Belgien teil. Nach dem Übergang zum Stellungskrieg wurde das Höhere Kavallerie-Kommando 2 am 23. Dezember 1914 aufgelöst. Marwitz übernahm an der Ostfront den Befehl des neu aufgestellten XXXVIII. Reserve-Korps. Die neue Einheit bewährte sich bei der Winterschlacht in Masuren. Später sollte das Korps als „Beskidenkorps“ Teil von General Alexander von Linsingens Südarmee werden. Nach seinem Einsatz in Österreich-Ungarn gegen die russische Armee im Februar 1915 bekam er am 7. März 1915 den Pour le Mérite sowie am 14. Mai 1915 das Eichenlaub zum Pour le Mérite verliehen.

Nach Krankheit im Herbst 1915 ernannte man Marwitz kurz im November zum Kommandierenden General des VI. Armee-Korps an der Westfront. Bald wurde er wieder an der Ostfront eingesetzt, wo er mit der nach ihm benannten „Gruppe Marwitz“ der Bugarmee ab Juni 1916 an der Abwehr der russischen Brussilow-Offensive beteiligt war. Am 6. Oktober 1916 wurde er Generaladjutant Kaiser Wilhelms II. Im Dezember 1916 wurde Marwitz Befehlshaber der 2. Armee an der Westfront. Im November 1917 schlug er bei der Schlacht von Cambrai einen britischen Angriff zurück. Von September 1918 bis zum Ende des Krieges kommandierte er die 5. Armee bei Verdun, wo er mit der alliierten Meuse-Argonne-Offensive konfrontiert wurde.

Nach dem Ende des Krieges und Niederlage Deutschlands zog sich Marwitz im Dezember 1918 aus dem öffentlichen Leben zurück.

Auszeichnungen

Literatur

  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg, Band II: M-Z, Verlag Bernard & Graefe, Berlin 1935, S.17-20

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.115