Gerald Mader

Gerald Mader im Gespräch mit Reiner Steinweg und Konrad Tempel bei der 29. Internationalen Sommerakademie 2012 in der Burg Schlaining

Gerald Mader (* 1. April 1926 in Payerbach) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker (SPÖ) und Rechtsanwalt. Mader war kurzfristig Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und von 1971 bis 1984 Landesrat in der Burgenländischen Landesregierung.

Mader wurde als Sohn des Industriekaufmanns Franz Mader aus Payerbach geboren und besuchte nach der Volksschule in Payerbach das Gymnasium in Wiener Neustadt, an der er 1943 die Kriegsmatura ablegete. Er war danach von 1943 bis 1944 Luftwaffenhelfer und diente von 1944 bis 1945 in der Wehrmacht, wonbei er zuletzt in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Nach dem Ende des Krieges studierte Mader an der Universität Wien und promovierte 1948 zum Dr. jur.. Danach war er von 1949 bis 1950 Rechtsreferent der Arbeiterkammer für das Burgenland und arbeitete danach von 1951 bis 1958 als Rechtsanwaltsanwärter in der Kanzlei Dr. E. Hoffenreich in Mattersburg. In der Folge war Mader zwischen 1958 und 1971 als Rechtsanwalt in Mattersburg tätig.

Neben seinem Beruf engagierte sich Mader als Vizepräsident der Österreichischen Liga für Menschenrechte. Er war Initiator und 1. Vorsitzender der Burgenländischen Volkshochschulen und des Vereins Burgenländischer Kulturzentren, amtierte zwischen 1966 und 1986 als Gründer-Obmann des Bunds Sozialdemokratischer Akademikerinnen und Akademiker, Intellektueller, Künstlerinnen und Künstler im Burgenland, und zwischen 1969 und 1971 als Oberkurator der Landeshypo-Bank. Zudem engagierte er sich als Verfassungsexperte der SPÖ-Burgenland und war ab 1983 Präsident des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung in Stadtschlaining aktiv, wobei er 1988 auch die European Peace University Private Universität gründete.

Mader war 1972, 1977 und 1982 jeweils kurzfristig für wenige Stunden vor seiner Wahl zum Landesrat Abgeordneter zum Landtag und gehörte zwischen dem 3. November 1971 und dem 19. November 1984 als Landesrat den Landesregierungen Kery II, III, IV und V an, wobei er unter anderem das Kulturressort führte.[1]

Einzelnachweise

  1. derstandard.at „Ex-Landeshauptmann Theodor Kery gestorben“, 9. Mai 2010

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. II. Teil (1945–1995). Eisenstadt 1996 (Burgenländische Forschungen; 76), ISBN 3-901517-07-3