Gerda Gratzer

Gerda Gratzer (* 1963 in Döbriach, Kärnten) ist eine österreichische Schauspielerin und Theaterregisseurin.

Leben

Gratzer schloss zunächst ein Studium in Musikwissenschaften und Ethnologie an der Karl-Franzens-Universität Graz und Paris-Lodron-Universität Salzburg ab, widmete sich dann künstlerischen Studien in Chorleitung und Orgel in Salzburg. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung mit einer Staatlichen Schauspielprüfung. Impulse für ihre Tätigkeiten gingen vom Studium des Kulturmanagements an der Universität Linz sowie von der Ausbildung in Systemischen Strukturaufstellungen am Institut für systemische Ausbildung, Fortbildung und Forschung in München aus.

Gratzer arbeitete in der Geschäftsführung der Landesausstellung Salzburg Musikanimation „Unterwegs zu Mozart“ (1991), des Landes-Jugend-Musikwettbewerbes „Prima La Musica“ Salzburg (1995–1997) und hatte die Künstlerische Leitung der Internationalen Musikwochen Millstatt (1997–2001). Zudem ist sie Projektleiterin des Theater Panoptikum seit 1995.

Professionelle Theaterarbeit betrieb sie mit dem litauischen Regisseur Arturas Valudskis.[1] Gratzer war beteiligt an der Gründung des Theaters Panoptikum und der Realisierung von 18 Produktionen als Projektleiterin und Schauspielerin seit 1994. Gratzer trat seit der Gründung des Theaters vor über 15 Jahren in allen Produktionen des Theaters Panoptikum auf. Mit Valudskis erarbeitete sie teilweise die Übersetzungen der Theaterstücke, so 2010 für die Jubiläums-Produktion Jeder nur in seiner Welt.[2] Sie war weiters Schauspielerin in den Theaterensembles Theater F.O.C.U.S.S. (seit 2004), Taka-Tuka Theater für Kinder, Theater Ecce, Theater Transit. Sie war außerdem Mitbegründerin des Theater F.O.C.U.S.S. in Salzburg.

Im November/Dezember 2005 spielte sie beim Salzburger Theater ecce die Rollen der Pulcheria Raskolnikowa und der Aljona Iwanowna in einer Bühnenfassung von Schuld und Sühne, einer Produktion, in der Schauspieler aus fünf verschiedenen Ländern gemeinsam auf. Die Aufführung wurde unter anderem vöm Österreichischen Rundfunk, in den Salzburger Nachrichten, der Salzburger Volkszeitung und den Oberösterreichischen Nachrichten besprochen.[3] 2007 gastierte sie mit dem Theater Panoptikum bei der Neuen Bühne Villach in dem Zei-Personen-Stück Die Wand.[4] 2009 spielte sie beim Theater Panoptikum in einer Inszenierung von Arturas Valudskis in der Bühnenfassung der Geschichte Das flüchtige Zimmer von Gert Jonke am Kleinen Theater in Salzburg.[5] 2010 gastierte sie mit dem Theater Transit mit dem Theaterstück Zwischendurchatmen im Kleinen Theater in Salzburg.[6] Ihre aktuellste Regiearbeit und Stückentwicklung war 2009 beim Theater F.O.C.U.S.S. das Stück Spielwiese, zwei im Quadrat des katalanischen Autos Sergi Belbel.[7]

Zudem arbeitet Gerda Gratzer als Einzel- und Teamcoach (Systemische Strukturaufstellungen nach Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer sowie Supervision).

2006 setzte sie sich in einem Offenen Brief des Dachverbandes Salzburger Kulturstätten gemeinsam mit weiteren „bekannten Persönlichkeiten der Salzburger Theaterszene“ für den Erhalt und die finanzielle Förderung des Kleinen Theaters in Salzburg ein.[8]

Gerda Gratzer lebt mit ihrem Mann Wolfgang Gratzer in Hallein bei Salzburg und ist Mutter dreier Kinder.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. REGISSEURIN GERDA GRATZER Vita Kulturhaus Pregarten
  2. 15 Jahre Theater Panoptikum - Geburtstagsfest Biografie bei ARGEkultur Salzburg
  3. Perversion von Armut und Ausgrenzung Offizielle Webseite des ORF, 2005
  4. 'Die Wand' - ein Gastspiel des Theaters Panoptikum Veranstaltungshinweis Neue Bühne Villach
  5. „Das flüchtige Zimmer“ – Theater Panoptikum – Kleines Theater Aufführungskritik in: Dorfzeitung vom 30. November 2009
  6. „ZwischenDurchAtmen“ – Theater Transit im Kleinen Theater Aufführungskritik in: Dorfzeitung vom 12. März 2010
  7. "Spielwiese, zwei im Quadrat" von Sergi Belbel ARGEkultur Salzburg, 2009
  8. Offener Brief des Dachverband Salzburger Kulturstätten die theaterachse vom 19. Juni 2006