Gerhard J. Winkler

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Gerhard J. Winkler (* 12. Februar 1956 in Klagenfurt am Wörthersee; † 22. Juni 2012 in Hirm) war ein österreichischer Musikwissenschaftler.

Leben und Wirken

Gerhard Winkler besuchte in Viktring die Volksschule und in Klagenfurt 1966-1974 das Gymnasium. Früh erwies er sich als begabter Pianist, und so fasste er zunächst eine Pianistenlaufbahn ins Auge und nahm Unterricht bei Alexander Jenner, wechselte später zur Klavierpädagogik und schloss das Studium 1979 mit Auszeichnung ab. Die ab 1974 an der Universität Wien inskribierte Musikwissenschaft dominierte aber bald sein Interesse, und mit einem Forschungsreferat über Franz Schmidts Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“ lieferte er einen ersten Beweis seiner analytischen Fähigkeiten. Immer mehr trat das Phänomen Richard Wagner in den Mittelpunkt seiner Forschung: Das Studium beendete er 1981 mit seiner Dissertation „Brüchigkeit und Ästhetizismus. Studien zur dramatisch-musikalischen Konzeption Richard Wagners“, die das Gesamtwerk Wagners in den Kontext kulturphilosophischer Spannungsfelder von Karl Marx und Arthur Schopenhauer bis Jean Paul Sartre stellt.

Nach einem Intermezzo in Graz am Institut für Wertungsforschung (1982-1983) fand er seine Lebensstellung als wissenschaftlicher Leiter des Haydn-Museums in Eisenstadt und als Musikreferent des Burgenlandes. Hier traten Joseph Haydn und Franz Liszt in den Mittelpunkt seines Arbeitens. 1986 gestaltete er die Landessonderausstellung „Franz Liszt – ein Genie aus dem Pannonischen Raum, Kindheit und Jugend“; darin wurden zahlreiche neue Aspekte des „Wunderkindes“ Liszt und seiner durchaus nicht problemfreien Beziehung zu seinem Vater Adam aufgezeigt. Die Liszt-Forschung wurde in den Folgejahren zu Gerhard Winklers vorrangigem Forschungsgebiet, wobei ihn eine jahrelange, fruchtbare und freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem renommierten Liszt-Forscher Detlef Altenburg verband. Daneben blieb das Thema Haydn bestimmend und fand seinen Höhepunkt in der von Winkler konzipierten, organisierten und gestalteten Haydn-Ausstellung des Jahres 2009 zu Haydns 200. Todestag, die auf mehrere Ausstellungsorte verteilt war, an denen der unterschiedlichen Aspekte in Haydns Gesamtwerk gedacht wurde. Unter den Stichworten „prachtliebend“, „bürgerlich“, „gottbefohlen“ und „crossover“ ging es um höfische Musikkultur, um Zeugnisse des privaten Lebens, um Kirchenmusik und um das „Wandern zwischen Kulturen“, das für die Kultur des Burgenlandes in vielfacher Hinsicht charakteristisch ist. Der Beschäftigung mit dieser Kultur entsprach auch sein Interesse für die Lebenswerke von Johann Nepomuk Hummel, Carl Goldmark und Jenö Takács. Die große Liszt-Ausstellung des Landes 2011 trug ebenfalls Gerhard Winklers konzeptive Handschrift; er war weiters der „wissenschaftliche Kopf“ des Franz-Liszt-Vereines Raiding und nahm sich dieser Tätigkeit mit viel Engagement an. Winklers wissenschaftliche Lehrtätigkeit fand am Joseph Haydn Konservatorium in Eisenstadt, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien statt.

Publikationen

Monographien und Aufsätze
  • Brüchigkeit und Ästhetizismus. Studien zur dramatisch-musikalischen Konzeption Richard Wagners (ungedruckt), Universität Wien 1981. Dissertation
  • Aspekte der romantischen Klaviersonate: Liszt, Sonate h-moll, Brahms, Sonate f-moll Op. 5, in: Mitteilungsblatt des European Liszt Centre 12/1982, S. 8–10.
  • Hans Sachs und Palestrina. Hans Pfitzners ‘Zurücknahme’ der „Meistersinger“, in: Richard Wagner 1883–1983. Die Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert. Gesammelte Beiträge des Salzburger Symposions (1983) (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik 129), Stuttgart 1984, S. 107–130.
  • Joseph Haydns „Abschiedssymphonie“ – Zur Funktion einer Anekdote, in: Festschrift Alois-J. Ohrenberger (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 71), Eisenstadt 1985, S. 255–262; wiederveröffentlicht in: Bulletin des Österreichischen Musikrats 1/2/1987, S. 23–30.
  • Christian von Ehrenfels als Wagnerianer, in: Christian von Ehrenfels. Leben und Werk, hrsg. v. Reinhard Fabian, Amsterdam 1986, S. 182–213.
  • „Contra torrentem“ – Egon Wellesz und die Avantgarde nach 1945, in: Egon Wellesz, hrsg. v. Otto Kolleritsch (= Studien zur Wertungsforschung 17), Wien – Graz 1986, S. 147–213.
  • Liszt und Wagner. Notizen zu einer problematischen Beziehung, in: Österreichische Musikzeitschrift 2/1986, S. 83–89.
  • Adam Liszt – Charakterstudie eines Vaters, sowie Katalogteil, in: Franz Liszt – Ein Genie aus dem pannonischen Raum (= Katalog der Landessonderausstellung 1986), hrsg. v. Burgenländischen Landesmuseum, Eisenstadt 1986, S. 60–75.
  • Texte und Objektbeschreibungen in ebd., Katalogteil, S. ##
  • Franz Liszt und der „Stumme Büßer von Ossiach“. Zur Entstehungsgeschichte des „Stanislaus“-Oratoriums, in: Die Brücke. Kärntner Kulturzeitschrift 2/1986, S. 13–16.
  • „Heil mir! Ich bin es wert!“ Zu Liszts Vertonung der „Vätergruft“, in: Neue Zeitschrift für Musik 7–8/1986, S. 10–15.
  • Liszt contra Wagner. Wagnerkritik in den späten Klavierstücken Franz Liszts, in: Franz Liszt und Richard Wagner. Musikalische und geistesgeschichtliche Grundlagen der neudeutschen Schule. Referate des 3. Europäischen Liszt-Symposions, hrsg. v. Serge Gut (= Liszt–Studien 3), München – Salzburg 1986, S. 189–210.
  • Anton Bruckner – ein Neudeutscher? Gedanken zum Verhältnis zwischen Symphonie und Symphonischer Dichtung, in: Bruckner, Wagner und die Neudeutschen in Österreich, hrsg. v. Othmar Wessely (= Bruckner-Symposion 1984), Linz 1986, S. 149–162.
  • Noch einmal: Franz Liszts „XX. Ungarische Rhapsodie“. Rekonstruktion einer Unterstellung, in: Burgenländische Heimatblätter 48 (1986), H. 4, S. 176–184.
  • Franz Liszts Kindheit. Versuch eines biographischen Grundrisses, in: Die Musikforschung 39 (1986), H. 4, S. 335–346.
  • Franz Liszts späte Klavierstücke. Ein Abriß, in: Dokumentation der Veranstaltungen der EPTA, Sektion Österreich im Jahre 1986, Graz 1987, S. 150–155.
  • Adam Liszt und Franz Liszt. Zur Anatomie einer folgenreichen Vater-Sohn-Beziehung, in: Internationales Ferenc Liszt Symposion Budapest – Veszprém 1986 (= Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae 28), Budapest 1987, S. 11–20.
  • Wagners Wiederkehr, in: Entgrenzungen in der Musik, hrsg. v. Otto Kolleritsch (= Studien zur Wertungsforschung 18), Graz – Wien 1987, S. 150–164.
  • „Der Traurige Mönch“ (1860). Considérations archéologiques sur les oeuvres tardives de Liszt [franz.], in: Actes du Colloque international Franz Liszt (1811–1886), Sorbonne, Paris 1986, hrsg. v. Serge Gut (= La Revue musicale 405–407), Paris 1987, S. 105–118.
  • Statt einer Einleitung: Das Burgenland und die internationale Liszt-Forschung, in: Liszt Heute. Bericht über das Internationale Symposion Eisenstadt 1986, hrsg. v. Gerhard J. Winkler u. Johannes-Leopold Mayer (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 78), Eisenstadt 1987, S. 9–15.
  • Das verordnete Landesbewußtsein. Am Beispiel der Burgenländischen Landeshymne (1935/36), in: Musik und Politik (= Mitteilungen des Instituts für Wissenschaft und Kunst 2/1988), S. 52–56; stark überarbeitet, als Das verordnete Landesbewußtsein. Zur Entstehung der burgenländischen Landeshymne wiederveröffentlicht, in: Beiträge zur Landeskunde des burgenländisch-westungarischen Raumes. Festschrift Harald Prickler zum 60. Geburtstag (= Burgenländische Forschungen Sonderband XIII), Eisenstadt 1994, S. 494–505.
  • Anmerkungen zu Schmidts Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“, in: Franz Schmidt und seine Zeit. Symposion 1985, hrsg. v. Walter Obermaier (= Studien zu Franz Schmidt VI), Wien – München 1988, S. 67–90.
  • Der Form-“Gedanke“ in Mozarts „Jupiter-Symphonie“-Finale. Eine analytische Fingerübung mit Hilfe Schönbergs, in: Bulletin des Österreichischen Musikrats 1/2/1988, S. 21–36.
  • Um den Begriff der „Verdichtung“, in: Programmheft Bayreuther Festspiele Das Rheingold 1989, S. 1–14.
  • Johann Nepomuk Hummel als Zeitgenosse der „Wiener Klassik“, in: Johann Nepomuk Hummel. Ein Komponist zur Zeit der Wiener Klassik. Drei Vorträge (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 81), hrsg. v. Hanns Schmid, Eisenstadt 1989, S. 26–38.
  • Musikland Burgenland, in: Musik in Österreich. Eine Chronik in Daten, Dokumenten, Essays und Bildern, hrsg. v. Gottfried Kraus, Wien 1989, S. 38–41).
  • Wagners „Erlösungsmotiv“. Versuch über eine musikalische Schlußformel. Eine Stilübung, in: Musiktheorie 1/1990, S. 3–25.
  • Der Ritter als Minnesänger, in: Die Ritter. Burgenländische Landesausstellung 1990 Burg Güssing, Katalog, Eisenstadt 1990, S. 76–82.
  • Der „Schleier der Maja“. Transformationen eines Begriffs. Schopenhauer – Wagner – Nietzsche, in: „Der Fall Wagner“. Ursprünge und Folgen von Nietzsches Wagner-Kritik, hrsg. v. Thomas Steiert (= Thurnauer Schriften zum Musiktheater 11), Laaber 1991, S. 233–264.
  • Liszt als Interpret Wagners, in: Die Projekte der Liszt-Forschung. Bericht über das Internationale Symposion in Eisenstadt 1989, hrsg. v. Detlef Altenburg u. Gerhard J. Winkler (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 87), Eisenstadt 1991, S. 90–105.
  • Fredigundis – Eine merowingische Femme fatale, in: Oper in Wien 1900 – 1925. Symposion 1989, hrsg. v. Carmen Ottner (= Studien zu Franz Schmidt IX), Wien – München 1991, S. 8–29.
  • Opernparodie in der Oper. Zur Arie des Musikmeisters in Haydns „La canterina“, in: Joseph Haydn und die Oper seiner Zeit. Bericht über das Internationale Symposion im Rahmen der „Haydn-Tage Winter 1988“, hrsg. v. Gerhard J. Winkler (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 90), Eisenstadt 1992, S. 131–151.
  • „Ein’ feste Burg ist unser Gott“. Meyerbeers Hugenotten in den Paraphrasen Thalbergs und Liszt, in: Der junge Liszt. Referate des 4. Europäischen Liszt-Symposions Wien 1991, hrsg. v. Gottfried Scholz (= Liszt-Studien 4), München – Salzburg 1993, S. 100–134.
  • Das Liszt-Museum Raiding und die Liszt-Sammlung des Burgenländischen Landesmuseums, Eisenstadt, in: Mitteilungen der Franz-Liszt-Gesellschaft Weimar Nr. 4, September 1993, S. 10–15.
  • Opus 33/2: Zur Anatomie eines Schlußeffekts, in: Haydn-Studien, Bd. IV, H. 4, München 1994, S. 288–297.
  • Das „Esterházysche Feenreich“. Musik und Theater am Esterházyschen Hof, sowie Katalogtexte „Raum XVIII/8“ und „Raum H“, in: Die Fürsten Esterházy. Magnaten, Diplomaten & Mäzene, Ausstellungskatalog, Eisenstadt 1995, S. 128–139.
  • Objektbescheibungen in: ebd., S. 334 u. S. 418–420.
  • Haydns L’anima del filosofo – eine musiktheatralische Herausforderung?, in: Österreichische Musikzeitschrift 5/1995, S. 184–187.
  • Franz Schmidts Quintette: Kammermusik mit Klavier für die linke Hand allein, in: Kammermusik zwischen den Weltkriegen. Symposion 1994, hrsg. v. Carmen Ottner (= Studien zu Franz Schmidt XI), S. 47–64.
  • Die Lisztiana des Burgenländischen Landesmuseums, in: Proceedings of the International Conference of Liszt Societies, Budapest 1993 (= Journal of the Franz Liszt Kring 1995), Vinkeveen 1995, S. 7–9.
  • Die „Soirées de Vienne“: Gibt es ein ‘Österreichisches’ in Franz Liszts Schubert-Bearbeitungen?, in: Liszt und die Nationalitäten. Bericht über das Internationale musikwissenschaftliche Symposion 1994, hrsg. v. Gerhard J. Winkler (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 93), Eisenstadt 1996, S. 74–97.
  • Carl Goldmark. Ein biographischer Abriß, in: Carl Goldmark (1830–1915). Opernkomponist der Donaumonarchie, Katalog Sonderausstellung des Burgenländischen Landesmuseums 10. Juli – 15. September 1996 (= Katalog Neue Folge 39), Eisenstadt 1996, S. 9–19; auch Objektbeschreibungen
  • Joseph Haydns ‘Experimentalstudio’ in Esterház, in: Das Orchester. Geschichte und Gegenwart. Kongreßbericht zum VIII. Internationalen Gewandhaus-Symposium vom 10. bis zum 12. Juni 1993, Leipzig 1996, S. 21–25. Englische Fassung: Joseph Haydn’s ‘Experimental Studio’ in Esterháza, in: The Musical Quarterly LXXX/2 (1996), S. 341–347.
  • „Soirées de Vienne“ und „All’ Ongarese“. Eine ‘österreichische’ Dreiecksbeziehung Schubert – Liszt – Brahms, in: MusikJahrhundert Wien 1797-1897. Ausstellung der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Katalog Wien 1997, S. 37–45.
  • Franz Liszts „An die Künstler“, in: Franz Liszt und die Weimarer Klassik, hrsg. von Detlef Altenburg (= Weimarer Liszt-Studien Band 1), Laaber 1997, S. 83–100.
  • Liszt’s „Weimar Mythology“ [engl.], in: Liszt and His World. Proceedings of the International Liszt Conference held at Virginia Polytechnic Institute and State University 20–23 May 1993 (=Analecta Lisztiana I [= Franz Liszt Studies Series 5]), New York 1998, S. 61–73.
  • Carl Goldmark und der Antisemitismus, in: Burgenländische Heimatblätter 60 (1998), H. 3, S. 128–134.
  • Das Haydn-Haus. Ein historischer Abriß, Zwei Kapitel Oper in Eisenstadt 1763–1766, 1800–1810, „[...] und sey gewiß daß du mit unsrer Rückkehr der erste Besuch seyn wirst [...]“. Liszt und Eisenstadt, alle drei in: Eisenstadt. Bausteine zur Geschichte, anläßlich der 350-Jahrfeier der Freistadterhebung herausgegeben von Harald Prickler und Johann Seedoch, Eisenstadt 1998, S. 517–529, 530–539, 540–550.
  • Die Lisztiana des Burgenländischen Landesmuseums, in: Zur Landeskunde des Burgenlandes. Festschrift Hanns Schmid (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 100), Eisenstadt 1998, S. 233–238.
  • „Ich zeige dir die Sach [...]“ Ein unbekanntes Musikstück Joseph Haydns?, in: Archivar und Bibliothekar. Bausteine zur Landeskunde des burgenländisch-westungarischen Raumes. Festschrift für Johann Seedoch zum 60. Geburtstag (= Burgenländische Forschungen Sonderband XXII), Eisenstadt 1999, S. 553–561.
  • Bruckner und die Neudeutsche Schule – Versuch einer Bilanz, in: Bruckner – Vorbilder und Traditionen, hrsg. v. Uwe Harten, Elisabeth Maier, Andrea Harrandt u. Erich Wolfgang Partsch (= Bruckner-Symposion 1997), Linz 1999, S. 187–201.
  • Carl Goldmark und die Moderne, in: „Denn in jenen Tönen lebt es“. Wolfgang Marggraf zum 65., Weimar 1999, S. 229–243.
  • Grand Galop chromatique par Franz Liszt – Simplifié par Strauss. Der „Furioso-Galopp“ von Johann Strauß d.Ä., in: Österreichische Musikzeitschrift 54 (1999), H. 12, S. 18–30.
  • Zweitabdruck in: Liszt 2000. Selected Lectures given at the International Liszt Conference in Budapest, May 18–20, 1999, hrsg. v. Klára Hamburger, Budapest 2000, S. 170–187.
  • Thomas Stoltzer – Ein „protestantischer“ Komponist am ungarischen Königshof, in: Reformation und Gegenreformation im pannonischern Raum. Referate der 13. Schlaininger Gespräche 1993, „Reformation und katholische Gegenreformation im österreichisch-ungarischen Grenzraum“ und der 14. Schlaininger Gespräche 1994, „Gegenreformation und katholische Restauration“, hrsg. v. Gustav Reingrabner u. Gerald Schlag (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 102), Eisenstadt 2000, S. 213–226.
  • ‘Orchesterpantomime’ in Joseph Haydns Esterházy-Sinfonien, in: Das symphonische Werk Joseph Haydns. Referate des internationalen musikwissenschaftlichen Symposions Eisenstadt, 13.–15. September 1995, hrsg. v. Gerhard J. Winkler (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 103), Eisenstadt 2000, S. 103–116.
  • [mit Sonja Gerlach:] Rätsel um ein lithographiertes Haydn-Autograph, in: Haydn-Studien Bd. VIII/1, Köln 2000, S. 63–68.
  • „Die Feuersbrunst – Joseph Haydn zugeschrieben. Marionettenoper (mit Interview mit Martin Haselböck), in: Österreichische Musikzeitschrift 56 (2001), Heft 5, S. 8–14.
  • „Tradition“ and „Progress“: Liszt’s first Melodrama „Lenore“ [engl.], in: Liszt the Progressive, hrsg. v. Hans Hagebeck und Johan Lagerfelt (= Studies in the History and Interpretation of Music 72), New York 2001.
  • Franz Liszt: Unbekannte Presse aus Wien, 1838–1840. Eine Nachlese, in: Forscher – Gestalter – Vermittler. Festschrift Gerald Schlag, hrsg. v. Wolfgang Gürtler und Gerhard J. Winkler (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 105), Eisenstadt 2001, S. 457–472.
  • Himmlisches Jerusalem wilhelminisch – Joachim Raffs Oratorium „Weltende – Gericht – Neue Welt“, in: Apocalypse. Symposion 1999, hrsg. v. Carmen Ottner (= Studien zu Franz Schmidt XIII), Wien 2001, S. 151–172.
  • Musik und Politik in der „Neudeutschen Schule“, in: Richard Wagner – Denunzierte Musik, Ein Brückenschlag zwischen Klassik und Moderne, hrsg. v. Konrad Musalek, Edition Volkshochschule, Wien 2002, S. 79–88.
  • Das Baryton am Esterházyschen Hof: Haydn, Luigi Tomasini und andere, in: Burgenländische Heimatblätter 64 (2002), Heft 1–2, S. 53–63.
  • Jenö Takács zum 100. Geburtstag. Versuch einer Würdigung, in: Österreichische Musikzeitschrift 57 (2002), Heft 7, S. 38–42.
  • Liszt, est-il hongrois? [franz.], in: Franz Liszt (= Ostinato rigore Nr. 18, 2002), Paris 2002, S. 141–152; erweiterte deutsche Fassung in: Musikwissenschaft im Grenzbereich. Festschrift Manfred Angerer zum 50. Geburtstag, Frankfurt – New York 2004, S. 235–249.
  • „Nicht von J.S. Bach!“, in: Festschrift Jenö Takács zum 100. Geburtstag, hrsg. v. Christian Heindl, Wien – München 2002, S. 54–56.
  • Der „Style hongrois“ in der Kunstmusik des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein geschichtlicher Abriss, in: Musik der Roma in Burgenland. Referate des internationalen Workshop-Symposions, Eisenstadt, 5.-6. Oktober 2001, hrsg. v. Gerhard J. Winkler (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 108), Eisenstadt 2003, S. 63–82.
  • „Orpheo redivivo“. Eine Miszelle zur Haydn-Ikonographie, in: Bibliothekar und Forscher. Festschrift für Norbert Frank (= Burgenländische Forschungen, Sonderband XXV), Eisenstadt 2003, S. 395–400.
  • Wie kommt der „Liebestod“ zu seinem Namen? Franz Liszt und die „Tristan“-Überlieferung, in: Österreichische Musikzeitschrift 58 (2003), Nr. 7, S. 37–41.
  • „Non omnis moriar“ – Sigismund Neukomms Rätselkanon auf Haydns Grab, in: Haydn-Studien Bd. VIII/3, Köln 2003, S. 253–274.
  • Fredigundis – Bildungsroman einer Femme fatale, in: Frauengestalten in der Oper des 19. und 20. Jahrhunderts. Symposion 2001, hrsg. v. Carmen Ottner (=Studien zu Franz Schmidt XIV), Wien – München 2003, S. 181–198.
  • Zum Sozialstatus der Zukunftsmusik. Franz Liszt in Weimar, in: Kreativität und Gesellschaft. Die materielle und soziale Situation des Künstlers, hrsg. v. Theophil Antonicek, Andrea Harrandt u. Erich Wolfgang Partsch, Linz 2004 (=Bruckner-Symposion 2000), S. 89–96.
  • Katalogtexte deutsch in: Deutscher, Kolo, All’Ongarese – Haydn und die Volksmusiken, Sonderausstellung im Haydn-Haus Eisenstadt im Rahmen des „Jahres der Volkskultur“ 2004, hrsg. v. Schloss Management Eisenstadt, Eisenstadt 2004.
  • Opernrepertoire und dynastischer Subtext. Beobachtungen zu Haydns Eszterházaer Opern, in: Musikgeschichte als Verstehensgeschichte. Festschrift für Gernot Gruber zum 65. Geburtstag, hrsg. v, Joachim Brügge, Franz Födermayr, Wolfgang Gratzer, Thomas Hochradner, Siegfried Mauser, Tutzing 2004, S. 397–409.
  • Joseph Haydn – Das Burgenland – „Russenzeit“, in: Russenzeit. Befreiung 1945, Freiheit 1955, Begleitband zur Ausstellung (=Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 113), Eisenstadt 2005, S. 104–110.
  • Notizen zum Thema: Haydn und die Volksmusik: „Zigeunertrio“, „Gott erhalte“ und „Sauschneider-Capriccio“, in: Österreichische Musikzeitschrift 60 (2005), S. 34–43.
  • Texte in: Haydn. Großer österreichischer Komponist (deutsch, chines., engl.), Eisenstadt 2005.
  • Konversation und Kontrapunkt. Johann Nepomuks Streichquartette op. 30, in: Musikalische Gesprächskultur. Das Streichquartett im Habsburgischen Vielvölkerstaat. Symposion 25.–27. April 2002, hrsg. v. Manfred Angerer, Carmen Ottner und Eike Rathgeber (= Beiträge der Österreichischen Gesellschaft für Musik Band 12), Wien 2006, S. 151–167.
  • Texte in: Bildführer Haydn-Haus Eisenstadt, hrsg. v. Schloss Esterházy Management Eisenstadt, Eisenstadt 2006 (deutsch, engl., ungar.)
  • Der „bestimmte Ausdruck“ – Zur Musikästhetik der Neudeutschen Schule, in: Franz Liszt und die Neudeutsche Schule [Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung in Verbindung mit den 15. Weimarer Liszt-Tagen, Regensburg, 9.–12. Oktober 1996], hrsg. v. Detlev Altenburg (= Weimarer Liszt-Studien Band 3), Laaber 2006, S. 39–53.
  • „Deutsche Auferstehung“– Plan und Gestalt einer Huldigungsmusik, in: Musik in Wien 1938–45. Symposion 2004, hrsg. v. Carmen Ottner (=Studien zu Franz Schmidt XV), Wien 2006, S. 113–140.
  • Brandschadenskonskriptionen. Ein Beitrag zur Eisenstädter Haydn-Topographie, in: Dokumentarische Grundlagen der Haydn-Forschung. Internationales musikwissenschaftliches Symposion im Rahmen der Internationalen Haydntage Eisenstadt 13.–14. September 2004. Referate und Diskussionen, hrsg. v. Georg Feder u. Walter Reicher (= Eisenstädter Haydn-Berichte. Veröffentlichungen der Internationalen Joseph Haydn Privatstiftung Eisenstadt Band 5), Tutzing 2006, S. 105.
  • Joseph Joachim, Carl Goldmark – Zwei parallele jüdische Musikerbiographien aus dem historischen Westungarn, in: Musik der Juden im Burgenland. Referate des Internationalen Workshop-Symposions Eisenstadt, 9.–11. Oktober 2002, hrsg. v. Gerhard J. Winkler (=Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 115), Eisenstadt 2006, S. 79–100; ungarisch: Joachim József és Goldmark Károly. Két zsidó muzsikus párhuzamos életrajza a történeti Nyugat-Magyarországról, in: Magyar Zene XLVI (2008), H. 2, S. 209–222.
  • Texte und Objektbeschreibungen in: Geigen-Spiel-Kunst. Joseph Joachim und der „wahre“ Fortschritt. Katalog zur Sonderausstellung im Haydn-Haus Eisenstadt 30. März – 11. November 2007 (= Burgenländische Heimatblätter 69/2007, Heft 2).
  • Die Klavierbearbeitungen: Liszts musikalische Wagner-Kommentare, in: Internationaler Richard Wagner Kongress 2007 in Weimar, in: Wagner weltweit. Die Zeitschrift des Richard Wagner Verband international e.V. 18 (2007), Nr. 48, S. 61–71.
  • Gibt es und was ist eine „burgenländische Musikgeschichte“? Versuch eines Grundrisses, in: Kulturelle Identität durch Musik? Das Burgenland und seine Nachbarn. Bericht über das Symposium der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Institut Oberschützen, Oberschützen, 13.–15. April 2007, hrsg. v. Klaus Aringer, Ulrike Aringer-Grau und Bernhard Habla (= Musica Pannonica 5), Wien 2009, S. 151–164.
  • Bühnenmusik – Konzertouvertüre – Tondichtung. Joseph Joachim im Weimarer Gegenlicht, in:. Joseph Joachim (1831–1907): Europäischer Bürger, Komponist, Virtuose, hrsg. v. Michele Calella und Christian Glanz (=Anklänge. Wiener Jahrbuch zur Musikgeschichte 2008), Wien 2008, S. 95–114.
  • „Multikulturalität“ und „Heilige deutsche Tonkunst“. Komplementäre und parallele Lebensläufe aus dem historischen Westungarn, in: Musikwelten – Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, hrsg. v. Beatrix Borchard u. Heidy Zimmermann (= Reihe Jüdischer Moderne Band 9), Köln – Weimar – Wien 2009, S. 267–285.
  • Klaviermusik für die linke Hand allein. Aspekte eines virtuosen (Virtuosen-)Genres, in: Das Klavierkonzert in Österreich und Deutschland von 1900 – 1945. Schwerpunkt: Werke für Paul Wittgenstein. Symposion 2007, hrsg. v. Carmen Ottner (=Studien zu Franz Schmidt XVI), Wien 2009, S. 39–61.
  • Franz Schmidt, Haydns „Gott erhalte“ und die Orgel, in: Wiener Musikgeschichte. Annäherungen – Analysen – Ausblicke. Festschrift für Hartmut Krones, hrsg. v. Julia Bungart, Maria Helfgott, Eike Rathgeber u. Nikolaus Urbanek, Wien – Köln – Weimar 2009, S. 565–579.
  • Phänomen Haydn – Zwischen Genius und Genius loci: Was bedeutet „Haydnstadt Eisenstadt?
  • Zur Geschichte des Haydn-Hauses in Eisenstadt, dazu Texte in den vier Katalogteilen; alle in: Phänomen Haydn 1732–1809. Eisenstadt: Schauplatz musikalischer Weltliteratur, Katalog der Ausstellung Eisenstadt 2009, hrsg. v. Schloss Esterházy Management, Eisenstadt 2009, S. 26–29, 138–143.
  • Musik für den Dienstherrn. Zum Anteil der Fürsten Esterházy am Phänomen Haydn, in: Die Familie Esterházy im 17. und 18. Jahrhundert, Tagungsband der 28. Schlaininger Gespräche 2008, hrsg. v. Wolfgang Gürtler u. Rudolf Kropf (=Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 128), Eisenstadt 2009, S. 389–401.
  • Der implizite Dienstherr. Musiken für den Fürsten Esterházy, in: Österreichische Musikzeitschrift 64 (2009), S. 29–39.
  • „Gott erhalte“ – Rossini – Paris 1825. Hymne des europäischen Legitimismus, in: Die Tonkunst 3(2003), S. 291–297.
  • Einsamkeit mit Eichendorff. Hans Pfitzner und die musikalische Lyrik, in: Öffentliche Einsamkeit. Das deutschsprachige Lied und seine Komponisten im frühen 20. Jahrhundert, hrsg. v. Michael Heinemann und Hans-Joachim Hinrichsen in Verbindung mit Carmen Ottner, Köln 2009, S. 189–200.
Lexikon-Artikel
  • Anton Bruckner. Ein Handbuch, hrsg. v. Uwe Harten, Salzburg 1996, Artikel Franz Liszt, Neudeutsche Schule, Hugo Wolf, S. 260 f., 307 f., 493.
  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil Band 7 (2002): Artikel Goldmark Carl, Band 8: Hammer Franz Xaver
  • Österreichisches Musiklexikon,
    • Band 1, Wien 2002: Batthyány, Burgenland, Eisenstadt, Esterházy, Eszterháza
    • Band 2, Wien 2003, Goldmark Carl, Güssing, Hautzinger Franz, Haydn Franz Joseph, Haydn Johann Evangelist, Haydn-Festivals, Haydn-Gesellschaften, Hummel Johann Nepomuk, KIBu, Kienzl Wilhelm, Klafsky Anton Maria,
    • Band 3, Wien 2004: Kocsis Stefan, Krammer Gerhard, Kubizek Wolfgang R., Kutrowatz Klavierduo, Liszt Franz, Lockenhaus Kammermusikfest, Neudeutsche Schule,
    • Band 4, Wien 2006: Ödenburg, [Pressburg, Teil], Puschnig Wolfgang,
    • Band 5, Wien 2006: Takács Jenő, Zebinger Franz
  • The New Grove. Revised edition, London 2000, Artikel Goldmark Carl, Kienzl Wilhelm [engl.]
  • The Haydn Companion, London 2002, Artikel, Tomasini Luigi [engl.]