Gerhard Tappen

Der Stab der Heeresgruppe Mackensen von. Von links nach rechts: Erich von Falkenhayn, Hans von Seeckt, Gerhard Tappen, Oberst Gantschew, Nikola Schekow, unbekannt, August von Mackensen in Paraćin am 6. November 1915

Gerhard Tappen (* 3. Juli 1866 in Esens; † 28. Mai 1953 in Goslar) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Artillerie.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Im Ersten Weltkrieg diente Tappen ab August 1914 in der Oberste Heeresleitung (OHL) in Koblenz. Hier war er Chef der Operationsabteilung im Generalstab des Feldheeres. Hier brachte er auch seinen Bruder Hans in Kontakt[2] mit dem Generalstab und deren Versuchen mit chemischen Waffen. Hans (Karl?) Tappen (1879–1941) war Doktor der Chemie und arbeitete am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin.[3]

Ab 11. März 1915 wurde Tappen als Chef des Stabes der 7. Armee unter Generaloberst Josias von Heeringen eingesetzt und diente ab 28. August 1916 als Generalmajor ebenfalls als Chef des Stabes in der Heeresgruppe Mackensen in Rumänien. Im Dezember 1916 übernahm er das Kommando über die 5. Ersatz-Division und im September 1917 wurde er dann Kommandeur der 15. Division.

Sein Kriegstagebuch und weitere Korrespondenzen befinden sich im Bundesarchiv.[4]

Tappen erhielt am 27. August 1939, dem sogenannten Tannenbergtag, den Charakter als General der Artillerie verliehen.

Auszeichnungen (unvollständig)

Werke

  • Bis zur Marne 1914: Beiträge zur Beurteilung der Kriegführung bis zum Abschluss der Marne-Schlacht, Stalling-Verlag, Oldenburg, 1920.

Literatur

  • Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: Die Ritter des Ordens Pour le Mérite des I. Weltkriegs, Band 3: P–Z, Biblio Verlag, Bissendorf 2011, ISBN 3-7648-2586-3, S. 391-392
  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg, Band II: M–Z, Verlag Bernard & Graefe, Berlin 1935, S. 399-401

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.lexikon-deutschegenerale.de - Gerhard Tappen
  2. Margit Szöllösi-Janze: Fritz Haber, 1868-1934, S.323f (Online bei Google Book Search).
  3. Biographie von Dr. Karl von Tappen (1879–1941) (englisch)
  4. Bundesarchiv: Zentrale Datenbank Nachlässe
  5. a b c d e f Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.22
  6. Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: Die Ritter des Ordens Pour le Mérite 1740-1918, Biblio Verlag, Bissendorf 1998, ISBN 3-7648-2473-5, S.25