Gerhard Wegner (Chemiker)

Gerhard Wegner (* 1940 in Berlin) ist ein deutscher Chemiker.

Leben und Werk

Er studierte Chemie in Mainz, wo er 1965 promoviert wurde. Nach einem zweijährigen Postdoktoranden-Aufenthalt an der Yale University in New Haven folgte die Habilitation im Fach Physikalische Chemie. Nach einer Professur für Physikalische Chemie wurde er 1974 auf den Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie an der Universität Freiburg berufen. 1984 wurde er Direktor des neu gegründeten Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz.

Gerhard Wegner entwickelte maßgeblich moderne Konzepte der Wissenschaft organischer Materialien wie Selbstorganisation, supramolekulare Chemie, Nanostrukturen und Kontrolle der Eigenschaften durch molekulare Architektur.

Prof. Wegner erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise, unter anderem wurde er mit dem Otto-Bayer Preis (1984), dem Philipp-Morris-Preis (1989), dem Hermann-Staudinger-Preis (1990), dem Polymerchemiepreis der American Chemical Society, der DECHEMA-Medaille, der Ehrendoktorwürde der University of Massachusetts at Lowell (2000) sowie mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse (2004) für seine herausragenden Verdienste für die Wissenschaft ausgezeichnet.

Weiterhin ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz (seit 1996, 2005 bis 2011 Vizepräsident der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse), der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Am 19. November 2011 wurde Professor Wegner von der ETH Zürich Eidgenössischen Technischen Hochschule mit einem Ehrendoktorat (Dr. sc.e.h.) ausgezeichnet. Die ETH hat mit dieser Auszeichnung die grundlegenden Beiträge zur Chemie und Physik der Polymere und darüber hinaus zur Beschreibung des Verhaltens »Weicher Materie« gewürdigt.

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