Gerhart Baron

Gerhart Baron (* 7. Mai 1904 in Kandrzin; † 7. März 1978 in Linz) war ein in Schlesien geborener deutschsprachiger österreichischer Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Baron war das älteste von zehn Kindern, sein Vater ist früh verstorben. Er absolvierte die Uhrmacherlehre, war danach jedoch in der Industrie tätig. Er war ab 1924 in Hindenburg Bibliothekar, baute eine Arbeiterbücherei auf und leitete von 1926 bis 1933 auch die Zweigbüchereien der Städtischen Volksbücherei, der Waldorfschule Meisengrund und der Pestalozzischule in Mathesdorf. 1929 war er als Arbeiterdichter wesentlich an der Gründung des Oberschlesischen proletarischen Schriftstellerverbandes beteiligt, was 1933 Ursache für seine Arbeitslosigkeit gewesen sein könnte. 1937 wurde er Bibliothekar im Amt für Oberschlesische Landeskunde und entging durch Zufall der Einweisung in ein KZ. 1938 begann er mit der Arbeit an einer Gesamt-Bibliografie des Neissegaues. Von 1940 bis 1941 bereitete er sich auf das Abitur vor, musstge aber dann zur Wehrmacht, wo er in Polen und Schlesien eingesetzt wurde und gegen Ende des Krieges bei Fürstenberg an der Oder schwer verwundet wurde.

Als Heimatvertriebener kam er 1946 nach Oberösterreich, wo er zunächst bei der Lenzing AG und ab 1955 als Archivar der Arbeiterkammer in Linz Beschäftigung fand. Er baute das Archiv auf und führte es bis zu seiner Pensionierung 1969.[1]

Er war Mitglied der Innviertler Künstlergilde.

Werke

  • Jungoberschlesische Lyrik (Mitherausgeber), 1928
  • Ankunft (Gedichte), 1944
  • Die Wiedergeburt (Gedichte), 1964
  • Der Beginn (1971)
  • Quirim ein Stein (Gedanken), 1981 posthum
  • Die Stadt Lubum, (5 oberschlesische Märchen), 1984 posthum
  • In Tat und Traum (Gedichte), 1984 posthum
  • Oktoberfrau im Schnee, 1984 posthum

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Baron Gerhart, Biographie auf der Webpräsenz Sosnitza, Bedeutende Schlesier