Gerichtsbezirk Werfen

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Ehemaliger Gerichtsbezirk Werfen
Karte des Gerichtsbezirks Werfen
 Gerichtsbezirk Werfen
 Landesgericht Salzburg
Basisdaten
Bundesland Salzburg
Bezirk St. Johann im Pongau
Sitz des Gerichts Werfen
zuständiges Landesgericht  Salzburg
Aufgelöst 1. Jänner 2003
Zugeteilt zu Sankt Johann im Pongau

Der Gerichtsbezirk Werfen war ein dem Bezirksgericht Werfen unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Salzburg. Der Gerichtsbezirk umfasste den nordwestlichen Teil des Bezirks St. Johann im Pongau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Werfen wurde gemeinsam mit 22 anderen Gerichtsbezirken in Salzburg durch einen Erlass des k.k. Oberlandesgerichtes Linz am 4. Juli 1850 geschaffen und umfasste ursprünglich die 15 Steuergemeinden Bischofshofen, Buchberg, Grub, Haidberg, Hüttau, Mühlbach, Reitsam, Scharten, Sonnhalb, Sulzau, Werfen Dorf, Werfen Markt, Werfenweng, Wim und Winkl.[1] Der Gerichtsbezirk bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[2] ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Gastein, Radstadt und Sankt Johann im Pongau den Bezirk St. Johann im Pongau.[3]

Per 1. Jänner 1936 erfolgte die Vereinigung von der im Gerichtsbezirk Radstadt liegenden Gemeinde Sonnberg mit Hüttau zur Gemeinde Hüttau, wodurch beide Gemeindeteile zum Jahresbeginn 1936 Teil des Gerichtsbezirkes Radstadt wurden.[4] Durch Gemeindezusammenlegungen reduzierte sich die Zahl der Gemeinden bis in die zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter auf nur noch fünf Gemeinden.[5] Durch die 2002 beschlossene „Bezirksgerichte-Verordnung Salzburg“ wurde der Gerichtsbezirk Werfen aufgelöst und per 1. Jänner 2003 mit dem Gerichtsbezirk Sankt Johann im Pongau vereint.[6]

Gerichtssprengel

Der Gerichtsbezirk Werfen umfasste vor der Auflösung die fünf Gemeinden Bischofshofen, Mühlbach am Hochkönig, Pfarrwerfen, Werfen und Werfenweng.

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Österreich ob der Enns 1850, XXV. Stück, Nr. 288: Erlaß des k. k. Oberlandesgerichtes für die Kronländer Oesterreich ob der Enns und Salzburg vom 4. Juli 1850 auf ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1886 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  3. Landes-Gesetz- und Verordnungsblatt für das Herzogthum Salzburg. Nr. 8/1867: „Erlaß des k. k. Landes-Präsidenten in Betreff der Reform der politischen Verwaltung im Herzogthume Salzburg“
  4. Statistisches Amt für die Reichsgaue der Ostmark: (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für die Reichsgaue der Ostmark. Auf Grund der Volkszählung vom 17. Mai 1939 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1940. Wien 1940, S. 115 f.
  5. BGBl. Nr. 21/1971: „21. Verordnung der Bundesregierung vom 22. Dezember 1970 über die Sprengel der im Land Salzburg gelegenen Bezirksgerichte“
  6. BGBl. II Nr. 287/2002: „Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte im Bundesland Salzburg (Bezirksgerichte-Verordnung Salzburg)“

Literatur