Gernot Rumpold

Gernot Rumpold (* 11. September 1957 in Villach) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ).

Gernot Rumpold besuchte die Höhere Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Pinkafeld und war danach von 1980 bis 1982 Technischer Angestellter im Heizungs- und Lüftungsbau; seit 1994 ist er Geschäftsführer der Werbeagentur FP-1998 Werbeberatungs GesmbH.

Seine politische Laufbahn begann Rumpold 1982 als Organisationsreferent (bis 1984), von 1984 bis 1986 war er Landesgeschäftsführer der FPÖ Kärnten, 1986 Persönlicher Referent des Bundesparteiobmannes der FPÖ, von 1989 bis 1990 war er Mitglied des Bundesrates und schließlich von 1990 bis 1996 Bundesgeschäftsführer der FPÖ.

Als sein politischer Ziehvater gilt Jörg Haider, in dessen Buberlpartie, der neben Rumpold auch Peter Westenthaler, Walter Meischberger und Karl-Heinz Grasser angehörten, er rasch Karriere machte. Als Haiders Mann fürs Grobe fiel Rumpold immer wieder durch rüpelhaftes Benehmen bis hin zu tätlichen Angriffen und Kriminalisierungsversuchen politischer Gegner auf.[1]

Eurofighter-Affäre

Hauptartikel: Eurofighter-Affäre

Gernot Rumpold wird in Teilen der österreichischen Presse vorgeworfen, im Zuge der Beschaffung von Abfangjägern für das österreichische Bundesheer überhöhte Zahlungen an seine Firmen erhalten zu haben. Die Auftragsvergaben werden als undurchsichtig und politisch beeinflusst dargestellt. Durch seine Aussageverweigerung vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Thema Eurofighter-Beschaffung unter Berufung auf Betriebsgeheimnisse trugen Rumpold und seine Frau Erika selbst dazu bei. Für den Eurofighter existiert laut einem Bericht des Magazins News ein Werbevertrag im Wert von fast 6,6 Millionen Euro. Der Auftrag sei an die Agentur 100 % Communications vergeben worden, die im Eigentum des früheren BZÖ-Wahlkampfleiters Gernot Rumpold steht.[2]

Rumpold verrechnete der FPÖ 30.000 Euro (inkl. MwSt) für die „Organisation und Durchführung“ des FP-Parteitags am 23. März 2005. Laut Brancheninformationen war die erbrachte Leistung im Wert von 1.000 - 5.000 Euro.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=442
  2. http://zib.orf.at/zib2/wolf/stories/175034/
  3. http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20050421_OTS0147&ch=medien