Gertrude Tumpel-Gugerell

Gertrude Tumpel-Gugerell (* 11. November 1952 in Killing, Gemeinde Kapelln, Niederösterreich) ist eine österreichische Bankdirektorin.

Gertrude Gugerell studierte Volkswirtschaft in Wien. Seit 1975 arbeitete sie bei der Oesterreichischen Nationalbank. Von 1981 bis 1984 war sie wirtschaftspolitische Beraterin von Finanzminister Herbert Salcher. Seit 1997 war Gugerell Direktoriumsmitglied der Oesterreichischen Nationalbank und ab 1998 Vize-Gouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank und des Internationalen Währungsfonds. Von 2003 bis Mai 2011 war sie Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank.[1]

In der Folge der BAWAG-Affäre wurde ihr vorgeworfen, sie solle auf Wunsch Helmut Elsners in ihrer Funktion als das für die Bankenaufsicht zuständige Direktoriumsmitglied in der österreichischen Nationalbank das wahre Ausmaß der Verschuldung geschönt haben, um eine tiefergehende Prüfung durch die Finanzmarktaufsicht zu verhindern. Dieser Vorwurf konnte jedoch nicht bestätigt werden. Allerdings wurde in diesem Zusammenhang seitens des Vorsitzenden des Banken-Untersuchungsausschusses eine Anzeige wegen falscher Zeugenaussage medial angekündigt, aber dann zurückgestellt, da man Tumpel-Gugerell noch einmal einvernehmen wolle.

Sie ist verheiratet mit dem Präsidenten der österreichischen Bundesarbeitskammer Herbert Tumpel.

Einzelnachweise

  1. Niederösterreicherin an Spitze der EZB auf ORF vom 22. Jänner 2011 abgerufen am 22. Jänner 2011

Weblinks