Gippel

Gippel
Blick auf den Gippel von Westen (Göllerwiese)

Blick auf den Gippel von Westen (Göllerwiese)

Höhe 1669 m ü. A.
Lage Niederösterreich, Österreich
Gebirge Mürzsteger Alpen, Gebirgsgruppe 1842 nach Trimmel
Dominanz 6,3 km → Göller
Schartenhöhe 403 m ↓ Waldhüttsattel
Geographische Lage 47° 47′ 55″ N, 15° 34′ 50″ O47.79861111111115.5805555555561669Koordinaten: 47° 47′ 55″ N, 15° 34′ 50″ O
Gippel (Niederösterreich)
Gippel
Der Gippel am Horizont vom Tirolerkogel (Niederösterreich) aus fotografiert

Der Gippel am Horizont vom Tirolerkogel (Niederösterreich) aus fotografiert

Der Gippel (1669 m ü. A.) ist ein Berg in den Mürzsteger Alpen im südlichen Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Charakter des Bergstocks

Der sehr markante, im oberen Drittel felsig-kahle Bergstock des Gippels zählt zusammen mit dem westlich benachbarten Göller (1766 m ü. A.) zu den beliebten Tourenzielen im Umkreis Wiens. Er erhebt sich etwa 6 Kilometer südlich der Marktgemeinde St. Aegyd am Neuwalde. Die Randtäler des etwa 50 km² umfassenden Bergmassivs gehören orografisch zu den Flüssen Traisen, Schwarza und Mürz.

Der Gippel ist "ein Berg mit vielen Gesichtern".[1] Blickt man von Kernhof zu seiner Nordwand, wirkt er fast wie ein schroffer Dreitausender. Beim Anstieg zum Gipfel sind etwa 1100 Höhenmeter zu überwinden, was durchaus mit vielen Touren in den Zentralalpen vergleichbar ist. In deutlichem Gegensatz zur felsigen Nordflanke, die sich als 300 m hohe Gippelmauer 3-4 km nach Osten zum Schwarzauer Gippel (1605 m) zieht, hat die wiesenbedeckte Südseite einen fast lieblichen Charakter.

Der Gippel bietet ein beeindruckendes Panorama auf weite Teile der steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen.

Anstiege

Von Norden (Sankt Aegyd)

Dieser beliebte Aufstieg, der 2-3 Stunden dauert, beginnt beim Gehöft Zögernitzer (640 m) im Weißenbachtal, 4 km nach St. Aegyd am Neuwalde. Über eine Forststraße wird bald der 1930 ausgebaute Treibsteig erreicht, der seinen Namen der Verwendung für den Almauf- und -abtrieb verdankt. Er ist im Frühjahr wegen Restschneefeldern meist erst ab Mai/Juni begehbar. Einige Serpentinen führen unter der steilen Nordwand zum Gippeltörl, einer schmalen Scharte mit Almgatter sowie Ausblick auf die Sonnleitstein-Gruppe und die Schneealpe. Einige Minuten weiter südwestlich stehen die Halterhütten der Gippelalm (1500 m, Einkehrmöglichkeit an Wochenenden). Der Weg steigt nun nach Westen am Kamm zum Gippel mit seinem Gipfelkreuz an.
Für den Rückweg bietet sich nach dem Abstieg über den oberen Teil des Aufstiegswegs vom Treibsteig abzweigend eine Rundtour nach Westen zur Reintaler Alm (Lage47.80361111111115.5772222222221200) an. Ungefähr 350 Höhenmeter unterhalb des Gippeltörls folgt man unter den Nordabstürzen der Gippelmauer einer Forststraße nach Westen zur Alm. Ein kurzes Stück weglos bis zum markierten Weg über den Luegerberg. Auf diesem nordöstlich ins Weißenbachtal hinunter und über das Gehöft Knollnhof zum Ausgangspunkt.

Von Osten

Vom Obersberg (Ahornberg) führt ein Wanderweg über den Preineckkogel zum Preinecksattel (der auch von St. Aegyd am Neuwalde oder dem Preintal (Gemeinde Schwarzau im Gebirge) erreichbar ist). Eine Forststraße führt dann unter der Nordseite des Gippels bis zum Treibsteig weiter. Eine Alternative bietet ein steiler Steig vom Preinecksattel auf den Schwarzauer Gippel und durch enge Latschengassen zum Gippeltörl.

Von Westen

Der Kammweg ab dem Waldhüttsattel (1266 m), der am besten von Kernhof im Norden oder von Donaudörfl im Süden erreichbar ist, nähert sich über die Hofalm und die Gamsmauer dem Gippel. Der Roman-Majevski-Steig umgeht den Gippel zunächst an seiner Südseite; der Gipfel ist dann über den markierten Weg von Osten erreichbar. Eine direkte Verbindung vom Kammweg nahe der Pollwischalm zum Gipfel stellt der 2008 sanierte Bergrettungssteig dar (Stellen mit Stahlseilsicherung und Trittstiften; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; für Ungeübte Klettersteigsicherung).

Schitour

Im Winter ist der Gippel ein eher selten besuchtes und daher ruhiges Ziel von Schitouren. Der günstigste Ausgangspunkt ist beim ehemaligen Gasthof Triebl im Preintal. Über den Sattel des Gscheidls sind sowohl der Gippel als auch der benachbarte Perschkogel erreichbar.[2]

Literatur

Anmerkungen

  1. So lautet der Titel der Tourenbeschreibung auf www.BergNews.com
  2. Vgl. die Routenbeschreibung auf www.bergsteigen.at.

Weblinks

 Commons: Gippel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien