Girardirostbraten

Girardirostbraten ist ein nach dem Wiener Volksschauspieler Alexander Girardi benannter, gebratener Rostbraten (Roastbeef) mit Speck und Champignons. Girardi soll Rindfleisch nicht gemocht haben, es sei denn in Begleitung von Speck und Pilzen.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Über die Entstehungsgeschichte wird folgende Anekdote erzählt: Katharina Schratt hatte in ihrer Ischler Villa stets ein Stück Rindfleisch vorrätig, um Kaiser Franz Joseph I. bewirten zu können, der bekanntlich kein Schweinefleisch aß. Eines Tages kam unvorangemeldet ihr Kollege Alexander Girardi zu Besuch, der allerdings kein Rindfleisch mochte. Die Schratt wies ihre Köchin an, das Stück Rindfleisch so geschickt unter allerlei Zutaten zu verbergen, dass Girardi den Schwindel nicht bemerken sollte. Das Gericht soll ihm vorzüglich gemundet haben.

Zubereitung

Zur Zubereitung werden zunächst Scheiben von Roastbeef kurz gebraten und warmgestellt. Im Bratensatz werden Speck, Zwiebel und Champignons angeschmort, mit Wein und dunklem Fleischfond abgelöscht und mit Kapern und gehackter Zitronenschale gar gedünstet. Die Sauce wird mit Sahne und Mehl gebunden und mit Senf und Petersilie vollendet. Serviert wird Girardirostbraten mit Serviettenknödeln oder Röstkartoffeln.

Nach dem Schauspieler ist auch die Zubereitungsart à la Girardi für Fisch benannt: Eine grüne Kräutersauce mit Austern, Garnelen und Champignons.

Literatur

  • Gerhard Tötschinger: Wünschen zu speisen? Ein kulinarischer Streifzug durch die Länder der Österreichischen Monarchie. 2., durchgesehene und erweiterte Auflage. Amathea Verlag, Wien 2003, ISBN 3-85002-384-2.

Weblinks