Gladys Nordenstrom

Gladys Mercedes Nordenstrom (* 23. Mai 1924 in Mora, Minnesota) ist eine US-amerikanische Komponistin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Gladys Nordenstrom studierte Musik am Institute of Fine Arts der Hamline University in Saint Paul (Minnesota), wo sie 1942 den dort lehrenden, aus Österreich emigrierten Komponisten Ernst Krenek kennenlernte. Nach dem Studium arbeitete Nordenstrom als Volksschullehrerin und übersiedelte mit Krenek, dessen dritte Ehefrau sie 1950 wurde, nach Kalifornien. In der Folgezeit begleitete sie ihren Mann vielfach auf seinen Reisen und kümmerte sich nach dessen Tod 1991 um seinen Nachlass. Dank ihrer Initiative gelangte dieser nach Österreich, wo 1998 in Wien das Ernst Krenek-Institut und 2004 in Krems die Ernst Krenek-Privatstiftung gegründet wurde. 2006 wurde Gladys Nordenstrom dafür mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.[1]

Werke

Als Komponistin schloss sich Nordenstrom dem Serialismus in der Nachfolge von Arnold Schönberg und Anton Webern an. Zu ihren Werken zählen:

  • Rondo for Flute and Piano (UA 1948)
  • El Greco Phantasie für Streicher (UA 1966)
  • Swift is death to strike a man. (Rasch tritt der Tod das Leben an). In memoriam R.F. Kennedy (1968)
  • Work for Orchestra III (1974/75)

Literatur

  • Walter Szmolyan: Die Komponistin Gladys Nordenstrom-Krenek. In: Musikprotokoll 1980. Hrsg. vom Österreichischen Rundfunk, Studio Steiermark, Graz 1980.
  • E. Ruth Anderson: Contemporary American Composers. A Biographical Dictionary. 2. Auflage. G. K. Hall, Boston 1982.
  • David M. Cummings, Dennis K. McIntire: International Who's Who in Music and Musician's Directory. 12. Auflage. Cambridge 1991.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. APA-Presseaussendung OTS 11. September 2006