Glorerhütte

Glorerhütte
DAV-Hütte Kategorie I
Glorerhütte
Lage am Bergertörl
Gebirgsgruppe Glocknergruppe
Geographische Lage 47° 1′ 51″ N, 12° 42′ 56″ O47.03083333333312.7155555555562642Koordinaten: 47° 1′ 51″ N, 12° 42′ 56″ O
Höhenlage 2642 m ü. A.
Glorerhütte (Tirol)
Glorerhütte
Besitzer DAV-Sektion Eichstätt
Erbaut 1887
Hüttentyp Hütte
Erschließung Materialseilbahn
Übliche Öffnungszeiten Juni bis Oktober
Beherbergung 0 Betten, 50 Lager
Winterraum Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis OeAV DAV

Die Glorerhütte ist ein alpines Schutzhaus des Deutschen Alpenvereins in der Glocknergruppe auf 2642 m ü. A..

Die Hütte der 1. Kategorie liegt am Bergertörl, das den Kulminationspunkt eines Übergangs von Kals am Großglockner nach Heiligenblut darstellt, und gehört der Sektion Eichstätt des DAV. Zur Übernachtung stehen während der Bewirtschaftungszeit 50 Lager zur Verfügung, im Rest des Jahres steht der Winterraum mit 4 Lagern offen.

Die Hütte wurde im September 2011 auf behördliche Anordnung[1]hin geschlossen. Nachdem im Juni die Leitungen für die Kanalisation verlegt wurden und der Anschluss an die Kläranlage erfolgt ist, ist sie seit Ende Juni 2012 wieder geöffnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Hütte wurde 1887 erbaut. Die Initiative für den Bau kam vom Prager Kaufmann Johann Stüdl, der sich auch beim Bau der Stüdlhütte und der Prager Hütten engagierte. Erbauer der Hütte waren Veit Oberlohr, Paul Schnell und Thomas Huter aus Kals am Großglockner.

Die erste Erweiterung wurde 1924 durchgeführt. Im Jahr 1968 erwarb die Sektion Eichstätt des DAV die Hütte und erweiterte sie 1982 ein zweites Mal. Versorgt wird die Hütte mit einer Materialseilbahn, über die auch ein Rucksacktransport zur Hütte möglich ist.

Der Name der Hütte geht zurück auf den Kalser Ortsteil Glor, aus dem alle drei Erbauer stammten.

Zustieg

Vom Lucknerhaus (1984 m), das von Kals am Großglockner über eine Mautstraße erreichbar ist, in etwa 2 Stunden auf gutem Weg zur Hütte.

Tourenmöglichkeiten

Glocknerblick (2707 m) und Medlspitze (2678 m), die beiden Hausberge der Hütte, sind in 15 bzw. 30 Minuten erreichbar. Der nur unwesentlich längere Aufstieg zum Kasteneck (2824 m) nimmt 1 Stunde in Anspruch.

Die Glorerhütte liegt am Wiener Höhenweg, der vom Iselsberg in der Schobergruppe bis zum Glocknerhaus führt. Über diesen Weg ist die Salmhütte in 1½ Stunden zu erreichen, der Übergang zur Elberfelder Hütte nimmt 5 Stunden in Anspruch und kann mit der Besteigung des 3119 m hohen Bösen Weibls (3½ - 4 Stunden von der Hütte) kombiniert werden.

Die weiter westlich gelegene Stüdlhütte ist in 2½ Stunden über den Johann-Stüdl-Weg erreichbar.

Der Großglockner kann von der Glorerhütte aus über die Salmhütte und den dort beschriebenen Weg über die Hohenwartscharte als hochalpine Bergfahrt in 6 Stunden bestiegen werden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.kleinezeitung.at/tirol/lienz/kals_am_grossglockner/2967809/behoerde-machte-glorerhuette-dicht.story