Going am Wilden Kaiser

Going am Wilden Kaiser
Wappen von Going am Wilden Kaiser
Going am Wilden Kaiser (Österreich)
Going am Wilden Kaiser
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 20,58 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 12° 20′ O47.51444444444412.328055555556772Koordinaten: 47° 30′ 52″ N, 12° 19′ 41″ O
Höhe: 772 m ü. A.
Einwohner: 1.866 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 90,67 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6353
Vorwahl: 05358
Gemeindekennziffer: 7 04 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1a
6353 Going am Wilden Kaiser
Website: www.going.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Pirchl (KLARE Liste)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
7 KLARE Liste
3 Goinger - Volkspartei
3 Gemeinsam für Going
Lage der Gemeinde Going am Wilden Kaiser im Bezirk Kitzbühel
Aurach bei Kitzbühel Brixen im Thale Fieberbrunn Going am Wilden Kaiser Hochfilzen Hopfgarten im Brixental Itter Jochberg Kirchberg in Tirol Kirchdorf in Tirol Kitzbühel Kössen Oberndorf in Tirol Reith bei Kitzbühel Schwendt St. Jakob in Haus St. Johann in Tirol St. Ulrich am Pillersee Waidring Westendorf TirolLage der Gemeinde Going am Wilden Kaiser im Bezirk Kitzbühel (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Going am Wilden Kaiser
Gemeindeamt

Going ist eine Gemeinde mit 1866 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Kitzbühel in Tirol in Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Going liegt westlich von St. Johann in Tirol zwischen den Kitzbüheler Alpen im Süden und dem Wilden Kaiser im Norden. Die Gemeinde befindet sich im Sölllandl, wo es südlich an der Gemeindegrenze in das Brixental übergeht. Ortsteile sind: Ortskern, Schwendt, Aschau, Prama, Sonnseite und Schattseite.

Nachbargemeinden

Geschichte

1156 wird der Ort erstmals als Gouingen erwähnt. Eine andere Quelle nennt das Jahr 1160 als Datum der ersten urkundlichen Erwähnung in einer Urkunde des Klosters Baumbach unter der Bezeichnung Gowingen.[1] Der Ortsname wird von einem bajuwarischen Adeligen, Guowo oder Gauwo abgeleitet. Dies lässt auf eine bajuwarische Gründung schließen.

Die Dorfkirche zählt zu den schönsten Rokokokirchen Tirols. Geweiht ist sie dem Heiligen Kreuz und dem Märtyrer Laurentius. Der Baumeister war Andrä Hueber, der Freskant Matthias Kirchner, beide aus Kitzbühel. Die Altäre und Heiligenfiguren wurden vom Goinger Thomas Blieml gestaltet. Am linken Seitenaltar steht in der Altarnische eine bemerkenswerte Madonna, etwa um 1480 geschnitzt.

Am Rehrobichl zwischen Going und Oberndorf wurde im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts Kupfer und Silber abgebaut. Die Bergknappen waren im Ortsteil Prama angesiedelt. Prama ist keltisch und heißt: dort wo die Brombeeren wachsen. Dies ist wohl ein Hinweis auf keltische Besiedlung. Die Kelten haben in diesem Gebiet schon um 800 v. Chr. Kupfer und Silber abgebaut. Geschlossen wurde das Bergwerk um 1773. In der Spitzenzeit wurden jährlich circa 12.000 Kilogramm Kupfer und an die 7.000 Kilogramm Silber abgebaut. Das Schmelzwerk war im Ortsteil Bärenstätten von St. Johann. Der tiefste, senkrechte Schacht war rund 880 Meter tief.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Die Bürgermeister Goings seit 1928: 1928 - 1931 Hofer Josef, 1931 - 1936 Foidl Anton, 1936 - 1939 Pirchl Johann, 1939 - 1945 Oberleitner Johann, 1945 - 1965 Schipflinger Johann, 1965 - 1989 Mitterer Alois, 1989 - 2004 Trixl Hermann, 2004 - lfd. Pirchl Josef

Der amtierende Bürgermeister Josef Pirchl war ab 1992 Gemeinderat, ab 1998 Gemeindevorstand, und ist seit 2004 Bürgermeister. Pirchl wurde erstmals 2004 mit knapp 70 % aus zwei Kandidaten, sowie 2010 mit knapp 60 % aus insgesamt 4 Kandidaten zum Bürgermeister gewählt (Direktwahl durch die Wähler), er verfügt überdies mit seiner erst 2004 neu gegründeten Fraktion "Klare Liste" über die absolute Mehrheit im Gemeinderat der Gemeinde Going.

Gemeinderatswahl 2010
in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,30
24,90
20,06
4,74
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GVP Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
GfG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
FWfG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel

Sitzverteilung des Gemeinderates

Wahl Klare Liste Goinger Volkspartei Gemeinsam für Going
2010 7 3 3

Mitglieder des Gemeinderates seit 1989:

Gemeinderatsmitglieder 1989 bis 1992: Bgm. Hermann Trixl, Bgm. Stv. Albert Erber, Michael Hofer, Thomas Oberleitner, Johann Hirzinger, Albert Mayr, Michael Widmann, Horst Grottenthaler, Anton Foidl, Georg Salfenauer, Karl Resetaritz, Jakob Trixl

Gemeinderatsmitglieder 1992 bis 1998: Bgm. Hermann Trixl, Bgm. Stv. Gerold Erber, Albert Mayr, Ing. Gunter Göbl, Bartl Hofer, Wolfgang Aigner, Michael Hofer, Michael Widmann, Georg Salfenauer, Josef Pirchl, Anton Foidl, Klaus Heuberger, Peter Walker

Gemeinderatsmitglieder 1998 bis 2004: Bgm. Hermann Trixl, Bgm. Stv. Gerold Erber, Ing. Gunter Göbl, Manfred Mayr, Christian Recheis, Bartl Hofer, Angela Manzenreiter, Ulrich Oberleitner, Josef Pirchl, Hermann Fuchs, Hermann Pletzer, Horst Grottenthaler, Wolfgang Aigner

Gemeinderatsmitglieder 2004 bis 2010: Bgm. Josef Pirchl, Bgm. Stv. Manfred Czekay, Hans-Peter Aggstein, Stefan Kohlhofer, Josef Treichl, Georg Wieser, Norbert Bergmann, Sebastian Resch, Horst Grottenthaler, Bernhard Foidl, Hermann Fuchs, Ing. Gunter Göbl, Angela Manzenreiter

Gemeinderatsmitglieder seit 2010: Bgm. Josef Pirchl, Bgm. Stv. Josef Treichl, Georg Wieser, Ing. Gunter Göbl, Hans-Peter Aggstein (nach Rücktritt ab 2011 ersetzt durch Katharina Steiner), Alois Pletzer, Robert Wallner, Johann Adelsberger, Horst Grottenthaler (nach Rücktritt ab 2011 ersetzt durch Aloisia Wallner), Ing. Georg Trixl, Angela Manzenreiter, Bernhard Foidl, Alexander Hochfilzer

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Going wurden mehrere Szenen von Da lacht Tirol gedreht, einem Spielfilm mit dokumentarischem Einschlag von 1967. Ferner wurden hier und in der Nachbargemeinde Ellmau ab 2007 diejenigen Folgen der Fernsehserie Der Bergdoktor gedreht, für die das ZDF verantwortlich zeichnet.

Wirtschaft

Neben vielen Handwerks-, Gewerbe- und Handelsbetrieben ist Going heute hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem zweisaisonalen Tourismus geprägt.

  • Sommer: Wanderwege, Klettern, Bergsteigen, Natur-Badesee mit längster Freiland-Wasserrutsche Tirols, Beach-Volleyball, Tennisfreiplätze und Hallen, Squashhalle, 27-Loch-Golfplatz, Reithalle und Reitwege, Radwege, Asphaltstockbahnen, Zimmergewehr-Schießstand, Freiklettergarten, Kinder- und Familienprogramm, Moorerlebniswelten.
  • Winter: Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental, Skigebiet Going-Ellmau, Langlaufloipen, Rodelbahnen, Winter-Wanderwege, Tennishalle, Squash-Halle, Eislaufplatz, Zimmergewehr-Schießstand, Asphaltstockhalle, Indoor-Kletterwand.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Going am Wilden Kaiser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ortschronik, abgerufen am 12. August 2011

Panorama

Blick auf Going und Wilden Kaiser