Gottfried I. (Habsburg-Laufenburg)

Gottfried I. (Habsburg-Laufenburg), (* 1239; † September 1271 in der »Heimat« ), war Graf von Habsburg-Laufenburg und nannte sich selbst Graf im Zürichgau

Inhaltsverzeichnis

Leben

Gottfried I. war der zweitälteste von den fünf Söhnen des Graf Rudolf III. des Schweigsamen, er zog 1242 gegen seinen Vetter Rudolf IV., den späteren König Rudolf I. in eine blutige Fehde, und zerstörte dessen Besitzungen in Brugg und Habsburg, nachdem zuvor Laufenburg und Umgebung von diesem heimgesucht worden war.

Nachdem 1294 sein Vater verstorben war, bildete sich wieder ein besseres Familienverhältnis heraus, die fünf Brüder einigten sich und überliessen dem energischen Gottfried I. die Führung. Werner und Otto verstarben noch in jungen Jahren, und Rudolf wurde als Rudolf II. Bischof von Konstanz. Der älteste Bruder Eberhard vermählte sich mit Anna von Kyburg und begründete damit die Linie Neu-Kyburg.[1]

Gottfried I. führte nun das Haus Laufenburg allein, er wurde zu einem treuen Waffengefährten seines Vetters König Rudolf. 1261 zog er mit ihm in das Elsaß, 1265 kämpfte er mit ihm in Freiburg im Üechtland gegen die Stadt Bern um das kyburgische Erbe das Rudolf zugefallen war, zu behaupten. 1271 befand er sich im Heer Ottokars von Böhmen gegen den Ungarnkönig Stephan V. (Ungarn) , hier wurde er schwer verwundet und kam noch in seine Heimat zurück, wo er im September 1271 verstarb. Vorteile hatte er keine errungen, und nach seinem Tod brach die Rivalität zwischen den beiden Häusern wieder aus. Von Vorteil war dies für König Rudolf, der den Machtbereich beidseitig des Rheins ausbauen konnte.

Gottfried war verheiratet mit Adelheid von Freiburg, Schwester des Konrad Graf von Urach-Freiburg und hinterließ zwei minderjährige Söhne, Gottfried (der jüngere) verstarb bald nach dem Vater, ebenfalls im Jahre 1271. Rudolf der III. (Habsburg-Laufenburg) war damit der Stammesträger und seine Oheime (Onkel) Eberhard und Rudolf II. übernahmen die Vormundschaft, wobei Bischof Rudolf II. sich für sein Mündel starkmachte, während Eberhard sich mehr um seine eigenen Kyburgischen Besitzungen kümmerte, und diese teilweise ab 1273 an seinen Vetter König Rudolf abtrat. So fiel 1293 in einer Koaltionsversammlung in Winterthur die Entscheidung gegen das Haus Laufenburg und zugunsten Herzog Albrechts. Damit war das Ende des Hauses Laufenburg in »gewisser Weise« vorprogrammiert.

Siehe auch

Literatur

  • Fridolin Jehle, Geschichte der Stadt Laufenburg Band 1, Die gemeinsame Stadt, 1979

Einzelnachweise

  1. Fridolin Jehle, Geschichte der Stadt Laufenburg Band 1, Die gemeinsame Stadt, 1979, S. 26


Vorgänger Amt Nachfolger
Rudolf III. der Schweigsame Landgraf im Klettgau
nach12391271
Rudolf III. (Habsburg-Laufenburg)